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Linda Gottfredson

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Linda Gottfredson, 2016

Linda Susanne Gottfredson (* 24. Juni 1947 in San Francisco) ist eine US-amerikanische Psychologin und Intelligenzforscherin.

Gottfredson ist Professorin an der University of Delaware und Ko-Direktorin des Delaware-Johns Hopkins Project for the Study of Intelligence and Society. Sie ist Mitglied der International Society for the Study of Individual Differences (ISSID) und der International Society for Intelligence Research (ISIR).

Sie schrieb 1994 die Stellungnahme „Mainstream Science on Intelligence“, die von 51 weiteren Intelligenzforschern unterzeichnet wurde, darunter Raymond Cattell, Hans Eysenck, Garrett Hardin, Alan S. Kaufman, Nadeen L. Kaufman, Paul E. Meehl, Robert Plomin.[1]

Wissenschaftliche Arbeit

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Gottfredson beschäftigte sich mit dem Forschungsgebiet Intelligenz.[2]

Sie vertritt die folgenden Thesen:[3][1]

  1. Es gebe einen Generalfaktor der Intelligenz, der sich mit Intelligenztests messen lasse. Dieser G-Faktor beeinflusse den schulischen, beruflichen und sozialen Erfolg.
  2. Intelligenz sei in der Gesellschaft normalverteilt, d. h., es gäbe eine Glockenkurve bzgl. Intelligenzverteilung.
  3. Verschiedene ethnische Gruppen seien verschieden intelligent, wobei die Frage der Ursachen noch offen sei.
  4. Unterschiede in der Intelligenz seien zum großen Teil genetisch bedingt.
  5. Ernährung beeinflusse die Intelligenz.

Einzelnachweise

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  1. a b Linda Gottfredson: „Mainstream Science on Intelligence“. Veröffentlicht am 13. Dezember 1994 im Wall Street Journal.
  2. Linda Gottfredson, Donald H. Saklofske: Intelligence: Foundations and issues in assessment. In: Canadian Psychology / Psychologie canadienne. 50. Jahrgang, Nr. 3, 2009, ISSN 1878-7304, S. 183–195, doi:10.1037/a0016641 (englisch, apa.org [abgerufen am 25. November 2025]).
  3. Linda S. Gottfredson (1999): Der Generalfaktor der Intelligenz. In: Spektrum der Wissenschaft spezial, Titel: „Intelligenz“, S. 24.