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Lichte

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Lichte
Wappen von Lichte
Koordinaten: 50° 32′ N, 11° 12′ OKoordinaten: 50° 31′ 34″ N, 11° 11′ 32″ O
Höhe: 580 m
Fläche: 19,35 km²
Einwohner: ca. 1500[1]
Bevölkerungsdichte: 78 Einwohner/km²
Postleitzahl: 98724
Vorwahl: 036701
Elisabeth-Kirche zu Wallendorf (Lichte)
Elisabeth-Kirche zu Wallendorf (Lichte)
Wallendorfer Porzellanmanufaktur, 2006
Talsperre Leibis-Lichte (102,5 m)

Lichte (auch: Lichte (Thüringen) / kurz Lichte (Thür.)) ist ein Ortsteil[2] mit Ortsteilverfassung der Stadt Neuhaus am Rennweg im Landkreis Sonneberg gemäß der Thüringer Kommunalordnung. Lichte war zuvor bis zum 31. Dezember 2018 eine Gemeinde und gehörte zur Verwaltungsgemeinschaft Lichtetal am Rennsteig.

Die kommunalen Interessen nimmt ein Ortsteilbürgermeister auf dem Weg des Ehrenamtes wahr. Sein Zuständigkeitsbereich umfasst den gesamten Ort Lichte mit den vier ehemaligen Lichtener Ortsteilen und den zugehörigen Wohnplätzen sowie Ansiedlungen (Siehe Ortsgliederung). Der Ortsteilbürgermeister hat seine Sprechstunde im ehemaligen Rathaus in Wallendorf.

Der Ortsteil besteht aus den vier Gemarkungen Bock und Teich, Lichte, Geiersthal und Wallendorf. Die Gemarkung Lichte hat eine Fläche von 5,586 km².[3]

Die Gemeinde Lichte bestand aus vier Ortsteilen mit zugehörigen Wohnplätzen und gehört seit 1. Januar 2019 zu der Stadt Neuhaus am Rennweg.

Lichte mit zugehörigen Orten und Wohnplätzen
  • Lichte (Holger Koch)  OrtBgm

weitere Ortsteile der Stadt Neuhaus am Rennweg

OrtBgm 
Berufung Ortsbürgermeister gemäß Wahl Stadtrat Neuhaus am Rennweg 2024

Lichte liegt im Thüringer Schiefergebirge nahe den Städten Coburg, Ilmenau, Saalfeld und Sonneberg. Der gesamte Ort und die umliegenden Berge sind Teil des Naturparks Thüringer Wald. Der Rennsteig und die ehemalige innerdeutsche Grenze verlaufen nur wenig südlich.

Der Ort erstreckt sich weit in den Tälern der Lichte und der Piesau. Beide Flüsse und die Gebirgsbäche der umliegenden Täler speisen eine der größten Trinkwassertalsperren Deutschlands, die Talsperre Leibis-Lichte mit der Vorsperre Deesbach, gelegen unmittelbar am nördlichen Ortsausgang von Lichte (Geiersthal).

Piesau und Lichte formten in Jahrmillionen tief eingeschnittene Täler mit steil abfallenden Berghängen. Vor allem im Unterlauf der Lichte betragen die Unterschiede zwischen Talsohle und Höhenzug bis zu 200 Meter, was für Mittelgebirgsregionen als durchaus beachtlich gilt.

Die Gebirgsbäche in der Umgebung gelten als die goldreichsten Deutschlands.

Berge nahe Lichte
Bezeichnung Höhe NN Richtung Besonderheit
Spitzberg 694 m Coordinate n. n. Hausberg von Wallendorf (Lichte)
Rauhhügel 801,9 m NO () Aussichtsturm, Sendemast
Mutzenberg 770,0 m NO () Nadelwald
Petersberg 646,0 m NO () mit Schutzhütte
Kirchberg 685,6 m SO Aufstieg Wallendorf, Kirchsteig
Mittelberg 803,6 m SSO ()
Apelsberg 785,3 m SW ()
Rückersbiel 755,6 m W () Nadelwald
Hahnberg 685,3 m W () Weidefläche
Sauhügel 721,7 m W ()
Geiersbachkopf 717,6 m W Quellgebiet Geiersbach, Nebenfluss Lichte
Historische Siegelmarken
(1850–1923)
Gemeindeverwaltung
Standesamt
Gemeinde: „Lichte bei Wallendorf“

Lichte wurde erstmals 1414 im Erbteilungsvertrag der Grafen von Orlamünde urkundlich erwähnt.[4.1] Der Ort bestand 1726 aus weit auseinanderliegenden Einzelansiedlungen mit elf Häusern.[4.2] Die Gemeinde gehörte zum Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, ab 1850 zum Verwaltungsbezirk Landratsamt Königsee und führte bis 1950 die Bezeichnung Lichte bei Wallendorf (kurz: Lichte b/W). Bis 1920 trennte der Grenzfluss Lichte die im Westen liegende Gemeinde von der östlichen Nachbargemeinde Wallendorf, die zum Sachsen-Meiningischen Kreis Saalfeld gehörte.

Bereits 1764 wurde in Wallendorf Porzellan hergestellt, die Wallendorfer Porzellanmanufaktur gehörte somit zu den ältesten Europas. Wallendorfer Porzellan erlangte schnell Zuspruch weit über die damaligen Landesgrenzen hinaus. So wurde bereits 1822 durch Johann Heinrich Leder in Lichte eine weitere Porzellanmanufaktur, die spätere Lichte Porzellan GmbH, gegründet. Obwohl das neue Unternehmen im Wettbewerb zu Wallendorf stand, gelang rasch die Erschließung eigener Märkte, die lange gehalten werden konnten, obwohl auch hier die beiden Weltkriege und die Abschottung zu DDR-Zeiten kaum förderlich waren. Während des Zweiten Weltkrieges mussten Arbeitskräfte aus Polen in Wallendorf Zwangsarbeit verrichten, woran vier Gräber auf dem dortigen Friedhof erinnern. An zwei Opfer des Todesmarsches von Häftlingen des KZ Buchenwald im April 1945, die im Finsteren Grund am Eisenbahnviadukt gefunden wurden, erinnert eine Gedenktafel auf dem Friedhof von Lichte.[5]

Am 1. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Bock und Teich, Geiersthal und Wallendorf nach Lichte eingegliedert. Die neue Gemeinde hatte den Namen der einwohnerstärksten Gemeinde. Am 18. Juni 1994 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Lichte-Piesau-Schmiedefeld gegründet, die nach dem Beitritt von Reichmannsdorf Ende 2004 in Verwaltungsgemeinschaft Lichtetal am Rennsteig umbenannt wurde. Zuvor hatten die Gemeinden jeweils eine eigene Gemeindeverwaltung. Von 1922 bis 1952 gehörte die Gemeinde Lichte zum Landkreis Saalfeld, zwischen 1952 und 1994 zum Kreis Neuhaus und zwischen 1994 und 2018 zum Landkreis Saalfeld-Rudolstadt. Zum 1. Januar 2019 wurde die Gemeinde Lichte als Ortsteil in die Stadt Neuhaus am Rennweg eingegliedert und wechselte hierdurch vom Landkreis Saalfeld-Rudolstadt in den Landkreis Sonneberg.

Einwohnerentwicklung

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Jahr Einwohnerzahl
Lichte
Einwohnerzahl inkl.
Wallendorf, Geiersthal sowie Bock und Teich
18671035[6]2475
19101430[7]3426
19391380[8]3293
19942149[9]
20181493[9]

Gemeinderat und Ortsteilrat

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Der Rat der Gemeinde Lichte bestand aus zwölf Ratsfrauen und -herren einschließlich des Bürgermeisters, der erste Ortsteilrat besteht aus 9 Mitgliedern.

Gemeinderat 2009 und 2014, Ortsteilrat 2019
Wahljahr CDU Bürgerinitiative (BI) Summe
20095712 Mandate
2014[10] 7512 Mandate
2019[11] 99 Mandate

Bürgermeister (Lichte)

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  • n. n.
  • ... Strömsdorfer
  • Emil Franke
  • Albin Pohle
  • Franz Kuhn
  • Jürgen Wenzel
  • Walter Knappe (....–2010)
  • Jürgen Rosenbaum (2010–2016)
  • Holger Koch (seit 2016[12])

Landtagswahl 2014

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Lichte fiel durch die landesweit geringste Wahlbeteiligung aller Thüringer Gemeinden auf. Von 1369 Wahlberechtigten gingen 392 (28,6 %) zur Wahl. Sie gaben 379 gültige Zweitstimmen ab. Bemerkenswert war der hohe Stimmenanteil der AfD mit 24,4 %.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Piesau-Viadukt Lichte[14], Wahrzeichen von Lichte
  • Heimatmuseum Lichte (Ortsteil Geiersthal)
  • Kirche zu Wallendorf – erbaut 1733 im Stil des Bauernbarocks
  • Piesau-Viadukt im Bereich der Hammerwiesen zu Lichte, zehn Gewölbebögen, L = 258 m, H = 34 m – überspannt das Tal, die Bundesstraße 281 und die Piesau im Bereich der Hammerwiesen am ehemaligen Lipfertshammer
  • Finstergrund-Viadukt[14] über die Kleine Lichte, Ortsausgang Lichte (Waschdorf)
  • Zeichen- und Modellierschule, Gründung 1862 (Ortsteil Geiersthal in der Ferienanlage Lichte-Geiersthal neben dem Waldhotel Feldbachtal)
  • Schwimmbad in Geiersthal

→ Siehe auch: Liste der Kulturdenkmale in Neuhaus am Rennweg[15]

Denkmale der Gefallenen der Weltkriege

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  • in Lichte (Ascherbach/Waschdorf)
  • in Lichte (Bock-und-Teich), B 281 Saalfelder Str., Einmündung Piesauer Str.
  • in Lichte (Geiersthal) am Dürrer Berg
  • in Lichte (Wallendorf) am Kirchsteig

Denkmale Zweiter Weltkrieg

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  • Friedhof Wallendorf: Einzelgräber zur Erinnerung an vier polnische Zwangsarbeiter
  • Friedhof Lichte: Gedenktafel an zwei Opfer des Todesmarsches im April 1945 aus dem KZ Buchenwald (Fundort Finstern Grund unter dem Eisenbahnviadukt).[5]

Wiederkehrende Veranstaltungen

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Lichte (Wallendorf), Porzellanprinzessin mit 3.000 Kaffee- und Teekannen (2010)
  • Porzellanmarkt, am letzten Wochenende im Juli mit Krönung der Porzellanprinzessin
  • Porzellanweihnacht am 1. Advent
  • Lichtner Kirmes – geht auf eine Genehmigung des Landesfürsten (1825) zurück, vor Michaeli (29. September) Jahrmärkte halten zu dürfen (Thür.St.Archiv Rudolstadt: A/XVII,C.1.Nr.49; F/LXXII, Nr.21)

Persönlichkeiten

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Gedenkstein zu Ehren C.M. Hutschenreuthers

In Lichte geborene Persönlichkeiten

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Persönlichkeiten mit Verbindung zu Lichte

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Wirtschaft und Infrastruktur

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Die Wirtschaft Lichtes ist (typisch für das Thüringer Schiefergebirge) von Tourismus, Glas-, Porzellan- und Holzindustrie geprägt.

Der Ort liegt an der B 281 (Saalfeld/SaaleEisfeld), deren Anstieg auf den Rennsteig (850 m ü. NHN) hier beginnt. Weitere Straßen führen nach Oberweißbach und Gräfenthal. 1899 erhielt der Ort einen Eisenbahnanschluss zur Frankenwaldbahn bei Probstzella und 1913 nach Neuhaus am Rennweg. Die Bahnstrecke Probstzella–Neuhaus am Rennweg ist im durch Lichte führenden Abschnitt Probstzella–Ernstthal seit 1998 außer Betrieb und seit Juni 2006 endgültig stillgelegt. Im Ort liegen die Bahnhöfe Lichte (Thür) Ost und Lichte (Thür). Die größten Bauwerke der Eisenbahnstrecke durch das Lichtetal sind das Piesau-Viadukt in Bock und Teich sowie das Viadukt Finsterer Grund am Ortsausgang von Waschdorf Richtung Ernstthal.

Ansässige Unternehmen

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Bildungseinrichtungen

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In Lichte gibt es einen Regelschulstandort, dessen Schulbezirk die Ortsteile Lichte und Piesau sowie die im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, zur Stadt Saalfeld gehörenden Ortsteile Schmiedefeld und Reichmannsdorf umfasst. Die Regelschule in Lichte ist die einzige Schule im Landkreis Sonneberg, an der Schülerlotsen ausgebildet werden und zur Sicherstellung der Verkehrssicherheit an der B 281 im Einsatz sind.

Einzelnachweise

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  1. Geschichte vom Lichte. In: Webauftritt. Stadt Neuhaus am Rennweg, abgerufen im November 2025.
  2. Hauptsatzung der Stadt Neuhaus am Rennweg vom 14. März 2019 ($ 3, Ziffer 7)
  3. Gemarkung Lichte (163716). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 1. Januar 2026.
  4. Paul Lattermann: Lichte in Thüringen. Wallendorf, Bock und Teich, Lichte bei Wallendorf, Geiersthal. Entstehung und Entwicklung. Verwaltungsgemeinschaft Lichtetal am Rennsteig, Lichte 1996.
    1. S. 27
    2. S. 45
  5. 1 2 Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8: Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 237.
  6. Ortsverzeichnis der Thüringischen Staaten, Jena 1870, S. 44
  7. Das Landratsamt Königssee im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. Mai 2007; abgerufen am 13. Februar 2026.
  8. Michael Rademacher: Landkreis Saailfeld. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  9. 1 2 Thüringer Landesamt für Statistik
  10. Thüringer Landesamt für Statistik: Gemeinderatswahl 2014 in Thüringen – Lichte
  11. Ortsteilrat Lichte (beschließend). neuhaus-am-rennweg.de, abgerufen am 29. Juli 2019.
  12. Thüringer Landesamt für Statistik: Bürgermeisterwahl 2016 in Thüringen – Lichte
  13. Das Wappen wurde am 15. Juli 1995 durch das Thüringer Landesverwaltungsamt genehmigt.
  14. 1 2 Hans-Joachim Kirsche: Eisenbahndirektion Erfurt 1882–1993. VBN Verlag B. Neddermeyer, Berlin 2006, ISBN 3-933254-76-0, S. 64.
  15. Gemäß Denkmalliste des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt (Memento des Originals vom 21. Juli 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 629 kB).
  16. Heiko Haine (Hrsg.): Alte Meister en miniature – Thüringer Porzellanplattenmalerei (= Schriften und Kataloge des Museums Otto Ludwig Eisfeld. 1, ZDB-ID 2635991-1). Museum Otto Ludwig, Eisfeld 2011.
  • Albert Brödel, Von der Köhlerhütte zum Industriestandort (… Geschichte des Ortes Lichte (Thür.) … nach amtlichen Quellen 1937–1939), Herausgeber W. Brödel 1997
  • Markus Schade: Gold in Thüringen. Thüringer Wald, Schiefergebirge, Frankenwald. Herkunft – Entstehung – Fundorte. Thüringer Landesanstalt für Geologie, Weimar 2001, ISBN 3-9806811-3-0.
Commons: Lichte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wappen der Gemeinde Lichte
„In Grün mit goldenem Winkelschildfuß ein silberner Leuchter mit goldener Flamme und ständerförmig angeordneten Strahlen im Schildhaupt, beseitet von vier silbernen Ahornblättern.“
„In Grün mit goldenem Winkelschildfuß ein silberner Leuchter mit goldener Flamme und ständerförmig angeordneten Strahlen im Schildhaupt, beseitet von vier silbernen Ahornblättern.“
Blasonierung:Grundform-Gestaltung: Halbrunder Schild (spanische/portugiesische/flämische Form)
  • Grundfarbe: grün – in Anlehnung an die Lage von Lichte, in Thüringen, dem „grünen Herzen Deutschlands“.
  • Schildfuß: goldener Kompakt-Keil, Keilspitze Mitte Schildfuß – Symbol für das bis 100 m tiefe Lichtetel, wobei goldfarben für klare Wasser von Lichte-Fluss und Kleiner-Lichte stehen, die letztlich Namensgeber der Gesamtansiedlung wurden.
  • Hauptmotiv: weißer Leuchter feinem Porzellans mit goldener Flamme – Symbol für jahrhundertelange Tradition der Manufaktur feinem Porzellans im Tal von Piesau-Fluss und Lichte-Fluss.
  • Wappen-Ort: Wappenfigur/Hauptmotiv (Leuchter), flankiert von vier Weiß-Porzellan-Ahornblättern – Symbol sowohl für die vier Ortsteile Bock und Teich, Geiersthal, Lichte und Wallendorf, als auch an Teilhabe, Herstellung und Veredlung feinem Porzellans.
  • Schildhaupt: von goldener Flamme (Leuchter) ständerförmig ausgehende Strahlen im Schildhaupt – Symbol für Weltoffenheit und Export feinem Porzellans in alle Welt.
  • Dekor: Gerhard Nussmann (Steinheid TH).
  • Urheber: Bildhauer Gottfried Stöhr (Lichte TH) 1995, nach historischer Siegelmarke (4 × 4 cm) der Gemeinde Lichte / Wallendorf (1850–1923).
    Motivgeber
Wappenbegründung: Das Wappen von Lichte[13] greift ein älteres Siegelmotiv auf, führt damit eine örtliche Darstellungstradition fort und steht für die jahrhundertelange Tradition der Porzellanherstellung im Tal der Piesau und Lichte. Die Ahornblätter symbolisieren die vier Ortsteile und eine für die Gemeindefluren charakteristische Baumart. Sie verweisen gemeinsam mit der Schildfarbe Grün auf die Lage der Gemeinde im Thüringer Wald, dem „grünen Herzen Deutschlands“.