Leversen
Leversen Gemeinde Rosengarten | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 53° 24′ N, 9° 53′ O | |
| Fläche: | 8,2 km²[1] | |
| Einwohner: | 1066[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 130 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1972 | |
| Postleitzahl: | 21224 | |
| Vorwahl: | 04108 | |
Lage von Leversen in Niedersachsen | ||
Leversen ist ein Ortsteil und eine Gemarkung der Gemeinde Rosengarten im Landkreis Harburg in Niedersachsen. Bis 1972 bildete Leversen eine eigenständige Gemeinde.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zum Ortsteil Leversen gehören die vier Teilorte (von Westen nach Osten) Sieversen, Klein Leversen, Groß Leversen und Neu Leversen. Im Westen reicht das Gebiet des Ortsteils bis in das Waldgebiet der Harburger Berge mit dem 155 Meter hohen Hülsenberg.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Leversen gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Harburg des Kurfürstentums Hannover.[2] Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zu Frankreich und dort zum Kanton Hittfeld im Departement der Elbmündung.[3] 1814 fiel Leversen an Hannover zurück und gehörte dort zunächst wieder zum Amt Harburg, dann von 1852 bis 1859 zum Amt Hittfeld und danach wieder zum Amt Harburg.[4][5] 1867 fiel die Gemeinde Leversen mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Landkreis Harburg. Im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen wurde Leversen am 1. Juli 1972 Teil der Einheitsgemeinde Nenndorf, die im folgenden Jahr in Rosengarten umbenannt wurde.[6]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1845 | 215 | [7] |
| 1871 | 274 | [8] |
| 1885 | 273 | [9] |
| 1895 | 261 | [10] |
| 1910 | 242 | [11] |
| 1925 | 250 | [12] |
| 1939 | 299 | [12] |
| 1950 | 462 | [13] |
| 1961 | 535 | [13] |
| 1970 | 825 | [13] |
Bau-, Boden- und Naturdenkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zwei Scheunen an der Nenndorfer Straße 1 sowie ein Häuslingshaus an der Hauptstraße 65 stehen unter Denkmalschutz. Mehrere Grabhügel sind Bodendenkmale. Eine Reihe von Wanderblöcken mit eingehauenen Kreuzen sind Naturdenkmale.
Öffentliche Einrichtungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Ortsfeuerwehr Leversen-Siversen hat ihr Gerätehaus an der Hauptstraße 62 in Groß Leversen.[14]
Vereine
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Verein Reit-und Fahrsport Sieversen und Umgebung von 1962 betreibt Pferdesport.[15] Der Schützenverein Sieversen-Leversen und Umgebung von 1914 betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des lokalen Brauchtums.[16]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Anschlussstelle Tötensen (Rosengarten) der Bundesautobahn 261 liegt auf dem Gebiet von Leversen.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Daten und Karte der Gemarkung Leversen
- ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777, S. 96 (google.de).
- ↑ Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 60 (google.de).
- ↑ Verordnung, die Bildung der Amtsgerichte und untern Verwaltungsbehörden betr., vom 7. August 1852
- ↑ Verordnung, die Bezirke der unteren Verwaltungsbehörden betr., vom 27. März 1859, Nr. 86
- ↑ Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1972
- ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 92 (google.de).
- ↑ Volkszählung 1871
- ↑ Volkszählung 1885
- ↑ Volkszählung 1895
- ↑ Der Landkreis Harburg im Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 27. April 2023.
- 1 2 Michael Rademacher: Harburg. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
- 1 2 3 Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
- ↑ Website der Ortsfeuerwehr Leversen-Sieversen
- ↑ Homepage des RFS Sieversen
- ↑ Webseite zum Schützenverein Sieversen-Leversen

