Das Schiff wurde unter der Baunummer 6192 auf der WerftFincantieri - Cantieri Navali Italiani im italienischen Ancona gebaut. Die Kiellegung des Schiffes erfolgte am 6.Mai 2009, ausgedockt wurde es am 1.Oktober 2009.[2][3] Das im April 2010 fertiggestellte Schiff wurde am 27.April an den Auftraggeber abgeliefert.[2] Getauft wurde es am 3.Mai 2010 in Marseille, Taufpatin war die französische Finanzministerin Christine Lagarde.[4]
Am 18.November 2015 kam es auf dem Schiff zu einem Brand im Maschinenraum. Das Schiff trieb antriebslos im Südatlantik nahe der Falklandinseln und drohte auf Grund zu laufen. In einer Rettungsaktion der Royal Navy wurden alle 347 Passagiere und Besatzungsmitglieder gerettet.[5] Da die Reparatur des Schiffes im chilenischen Hafen Punta Arenas nicht möglich war, wurde es am 15.Januar 2016 auf das HalbtaucherschiffKang Sheng Kou verladen.[6][7] Es traf im März 2016 in Genua zur Reparatur ein. Laut des im Juli 2016 veröffentlichten Berichts der französischen Behörden war das Feuer die Folge eines verstopften Kraftstofffilters.[8]
Das Schiff wird von zwei Elektromotoren mit einer Leistung von jeweils 2.300kW angetrieben. Die Motoren wirken auf zwei Festpropeller. Das Schiff erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 16kn.
Für die Stromversorgung stehen drei Dieselgeneratoren mit einer Leistung von jeweils 1.600kW (Scheinleistung: 2.000kVA), ein von den Hauptmotoren angetriebener Generator mit einer Leistung von 1.600(Scheinleistung: 2.000kVA) sowie ein Notgenerator mit einer Leistung von 600kW (Scheinleistung: 750kVA) zur Verfügung.
Das Schiff verfügt über sieben Decks, von denen sechs für Passagiere zugänglich sind. An Bord befinden sich 132 Passagierkabinen, die bei Doppelbelegung 264 Passagieren Platz bieten. Alle Kabinen sind Außenkabinen. Lediglich acht Kabinen verfügen über keinen eigenen Balkon. Während Expeditionskreuzfahrten in der Antarktis ist die Passagierkapazität auf 200 Personen beschränkt.[4]
Der Rumpf des Schiffes ist eisverstärkt (Eisklasse 1C), das Schiff kann daher auch in den Polargebieten eingesetzt werden. Um Passagiere während Expeditionskreuzfahrten auch in Gegenden ohne Hafeninfrastruktur an Land bringen zu können, ist das Schiff mit zwölf Zodiac-Schlauchbooten ausgerüstet.[9]