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Lauri Boldt

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Johan Lauri Daniel Boldt (geboren am 21. November 1910 in Turku; gestorben am 18. Januar 1982 in Helsinki) war ein finnischer (finnlandschwedischer) Militär und Menschenrechtsaktivist.

Leben und Wirken

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Lauri Boldt war ein Sohn des Sozialisten und Religionsphilosophen Georg Boldt[1] und wurde in der zweisprachigen Stadt Åbo (finnisch Turku) geboren.

Er legte 1930 das Abitur ab und studierte zunächst Rechtswissenschaften an der Universität Helsinki, bevor er an die Kadettenschule wechselte. Von 1937 bis 1939 war er als Beobachter im Spanischen Bürgerkrieg tätig. Im Winterkrieg diente er als jüngerer Offizier und Kompaniechef. Während des Fortsetzungskriegs war er von 1941 bis 1944 Kompaniechef und Bataillonskommandeur in einem Infanterieregiment.

Nach dem Krieg war Boldt zunächst Kompaniechef in der Infanterie und von 1945 bis 1951 Stabsoffizier in der Infanterieabteilung des Hauptstabes. Parallel dazu besuchte er 1947–1948 die Verteidigungshochschule. 1954 diente er im Militärbezirk von Nyland (Uusimaa/) und war anschließend bis 1955 Kompaniechef eines Jägerbataillons. Von 1955 bis 1958 leitete er die Unteroffiziersschule einer Brigade. 1958 nahm er als Militärbeobachter an der UNOGIL-Mission der Vereinten Nationen im Libanon teil.[2]

In der finnlandschwedischen[3] Brigade Nyland, der einzigen schwedischsprachigen Einheit in Finnlands Armee, war Boldt 1959 Stabschef, 1960 Bataillonskommandeur und von 1961 bis 1965 erneut Stabschef. Von 1965 bis 1967 führte er die Brigade als Kommandeur. Zugleich war er 1965 bis 1966 Kommandeur des finnischen UN-Kontingents der UNFICYP auf Zypern.[4] [5]

Nach seiner aktiven Zeit im Militär engagierte sich Boldt in der Leitung der finnischen Sektion von Amnesty International.[6] [7]

Seit 1940 war Lauri Boldt mit der Bibliotheksrätin Barbro Boldt (geb. Inberg) verheiratet.[8] Aus der Ehe gingen die Psychologin Barbara Mattsson, der Wirtschaftswissenschaftler Peter Boldt[1] sowie die Journalistin Jolin Boldt hervor.[9]

Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof Sandudd in seiner Heimatstadt Helsingfors (Helsinki).[10]

Veröffentlichungen

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  • Guide franco-finlandais = suomalais-ranskalainen opas = fransk-finländsk vägvisare Hrsg. zus. mit Elisabeth Beaurain-Pihkala und Torsten Sundman, Helsinki: Cercle franco-finlandais, 1973 (französisch, finnisch, schwedisch)
  • Boldt, Johan Lauri Daniel. Biografisk handbok. In: Ingegerd Lundén Cronström (Hrsg.): Vem och vad? Schildts, Helsingfors 1967, S. 55–56.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Henrik Helenius: Börje Bärlund: Något gick fel i EU-projektet. In: Arbetarbladet. 22. April 2016, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 24. Oktober 2016; abgerufen am 7. August 2026 (schwedisch).
  2. ↑ Rauli Virtanen: Suezilta Afganistaniin: Suomalaiset rauhaa turvaamassa. WSOY, 2011, ISBN 978-951-0-38765-8 (finnisch).
  3. ↑ Henrik Cederlöf: Nylands brigad och Dragsvik garnison. En historisk översikt 1940–1995. Nylands brigads gille, Ekenäs 1996, ISBN 952-90-7967-2 (schwedisch).
  4. ↑ Jalkaväen vuosikirja 1966–1967. Band VI. Jalkaväen Säätiö, Nylands brigad, S. 227 (jalkavakimuseo.fi [PDF; abgerufen am 2. Februar 2020]): „… den 16 april 1966 … efter att under ett års tid ha varit kommendör för den finska FN-bataljonen på Cypern“
  5. ↑ New OPS I at FINCON. (PDF) In: The Blue Beret. Information Office of the United Nations Force in Cyprus, 2. März 1966, abgerufen am 2. Februar 2020 (englisch): „Colonel Lauri Boldt, FINCON, Commander of the Nicosia East District“
  6. ↑ Svenska sektionens årsmöte den 19–20 april 1975 på Esso Motor Hotell, Ulriksdal, Stockholm. In: amnesty.se. 1975, abgerufen am 7. August 2026 (schwedisch): „… har vi här … representanter för våra systerorganisationer i Norge och Finland … Det är … och Lauri Boldt från den finska“
  7. ↑ Soomes paljastati taas postispionaazh. In: Eesti Päevaleht. 3. Dezember 1977, S. 9, abgerufen am 7. August 2026 (estnisch): „Lauri Boldt, kes on Amnesty Internationali Soome osakonna esimees“
  8. ↑ Boldt, Barbro Beatrtice. Biografisk handbok. In: Ingegerd Lundén Cronström (Hrsg.): Vem och vad? Schildts, Helsingfors 1967, S. 55 (runeberg.org [abgerufen am 7. August 2026]).
  9. ↑ Ralf Friberg: Peter J. Boldt. In: Hufvudstadsbladet. 3. Dezember 2017 (schwedisch).
  10. ↑ Sandudds gamla begravningsplats. (PDF) Helsingfors Släktforskare rf, 9. Dezember 2013, abgerufen am 7. August 2026 (schwedisch).