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Lars Schaade

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Lars Schaade (* 1966 in Hoya, Niedersachsen[1]) ist ein deutscher Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie. Seit 2023 ist er Präsident des Robert Koch-Instituts. Seit 2017 ist er Honorarprofessor an der Charité.

Leben und Karriere

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Von 1985 bis 1987 leistete Schaade seinen Zivildienst in Nienburg ab. Er nahm 1987 ein Studium der Humanmedizin an der Georg-August-Universität Göttingen auf und wurde dort 1994 promoviert;[2] Thema seiner Dissertationsschrift war die „Isolierung und Strukturanalyse von zwei zytostatisch wirksamen Gangliosiden aus Maus-Makrophagen“.

Von 1995 bis 1996 war Schaade als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Medizinischen Mikrobiologie der Universität Göttingen tätig, ab 1996 am Institut für Medizinische Mikrobiologie des Universitätsklinikums der RWTH Aachen.[3] Von 2000 bis 2002 war er dort als wissenschaftlicher Assistent (Lehr- und Forschungsgebiet Virologie) beschäftigt. Im Jahr 2000 bestand er bei der Ärztekammer Nordrhein die Prüfung zum Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie.[4] 2003 folgte die Habilitation im Fach Medizinische Mikrobiologie und Virologie an der Medizinischen Fakultät der RWTH Aachen.[2]

Von 2002 bis 2007 war er als Referent des Referats „Übertragbare Krankheiten, AIDS, Seuchenhygiene“ im Bundesministerium für Gesundheit, Bonn und Berlin tätig; ab 2006 war er stellvertretender Referatsleiter, von 2007 bis 2010 Referatsleiter.[2]

Von 2010 bis 2023 war er Abteilungsleiter des „Zentrum für Biologische Gefahren und Spezielle Pathogene (ZBS)“[5] und von 2011 bis 2023 Vizepräsident des Robert Koch-Instituts in Berlin.[6] 2017 erfolgte die Ernennung zum Honorarprofessor an der Charité in Berlin.[7] Nach dem Ausscheiden Lothar H. Wielers zum 1. April 2023 war Schaade zunächst kommissarischer Präsident des Robert Koch-Instituts.[8] Am 4. Oktober 2023 wurde er zum Präsidenten des RKI ernannt[9] und im März 2024 als ständiger Gast in den ExpertInnenrat „Gesundheit und Resilienz“ des Bundeskanzleramts, dem Nachfolgegremium des Corona-Expertenrats, berufen[10].

Einzelnachweise

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  1. SZ Süddeutsche Zeitung, 06.10.2023, Profil Lars Schaade
  2. 1 2 3 Wechsel an RKI-Spitze: Schaade wird kommissarisch Präsident. In: Berliner Morgenpost. 31. März 2023, abgerufen am 10. November 2025 (deutsch).
  3. Petra Spielberg: Lars Schaade: Mikrobiologe leitet kommissarisch das RKI. In: Deutsches Ärzteblatt. 13. April 2023, abgerufen am 10. November 2025 (deutsch).
  4. Personalia: Lars Schaade ist neuer Präsident des Robert-Koch-Instituts. In: Natürlich Medizin. Georg Thieme Verlag, 5. Oktober 2023, abgerufen am 10. November 2025 (deutsch).
  5. Florian Schumann, Claudia Wüstenhagen: RKI-Chef Lars Schaade: "Über das Wort Erkältung kann man streiten". In: Zeit Online. 20. Oktober 2023, abgerufen am 9. November 2025 (deutsch).
  6. Nicola Siegmund-Schultze: Lars Schaade: Neuer Vizepräsident des Robert-Koch-Instituts, aerzteblatt.de, 16/2011
  7. Christian Schwager: Lars Schaade: Der neue Chef des Robert-Koch-Instituts und seine Lehre aus der Corona-Pandemie. In: Berliner Zeitung. 8. Oktober 2023, abgerufen am 10. November 2025 (deutsch).
  8. Schaade leitet RKI kommissarisch. In: politik-kommunikation.de. 3. April 2023, abgerufen am 3. April 2023.
  9. Bundesministerium für Gesundheit: Präventions-Institut im Aufbau. 4. Oktober 2023, abgerufen am 4. Oktober 2023.
  10. Bundeskanzleramt beruft ExpertInnenrat "Gesundheit und Resilienz". 18. März 2024, abgerufen am 19. März 2024.