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Lars Boje Mathiesen

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Lars Boje Mathiesen (2026)

Lars Boje Mathiesen (* 21. Mai 1975 in Skive) ist ein dänischer Politiker (Borgernes Parti, zuvor Liberal Alliance und Nye Borgerlige). Er ist seit 2019 Abgeordneter des Folketings. Seit 2024 ist er Vorsitzender der von ihm gegründeten Borgernes Parti.

Vor seiner politischen Karriere arbeitete Lars Boje Mathiesen zwischen 2005 und 2019 als Lehrer in der Stufe der Folkeskole. Er unterrichtete in den Fächern Geschichte, Religion, Englisch und Sozialkunde.[1]

Politik in der Liberal Alliance und Nye Borgerlige

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Bei den Kommunalwahlen 2013 wurde er für die Liberal Alliance in den Stadtrat von Aarhus gewählt und war zudem Vorsitzender der Ortspartei. 2016 trennte er sich von der liberalen Partei jedoch und gehörte dem Stadtrat bis 2018 als Unabhängiger an. Seinen Parteiaustritt begründete er damit, dass die Partei sich weigerte ihn zur nächsten Folketingswahl aufzustellen.[2] Anschließend schloss er sich den Nye Borgerlige an und übernahm für die Partei die politische Führung in Aarhus. Mit dem Erfolg der rechtspopulistischen Partei bei der Folketingswahl 2019 zog Boje über den Østjyllands Storkreds in das dänische Parlament ein. Dort war er in seiner Fraktion Sprecher für Freiheit, Wohnen, Kultur und Medien, Finanzen, Gesundheit sowie Handel und Industrie. Am 7. Februar 2023 wurde er auf dem Parteitag der Nye Borgerlige ohne Gegenkandidaten zum Vorsitzenden gewählt, nachdem Pernille Vermund ihr Amt vorzeitig abgab.[3] Nachdem er unangemessene Geldforderungen an den Parteivorstand stellte, beschloss dieser am 9. März 2023 einstimmig, ihn umgehend abzusetzen und auch aus der Partei und Folketingsgruppe auszuschließen.[4]

Borgernes Parti

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Nach seinem Ausschluss aus den Nye Borgerlige blieb Boje zunächst parteilos weiter Mitglied des Folketings. Auch die anderen im Folketing vertretenen Parteien gingen auf Distanz zu ihm.[5] Er bereitete daraufhin die Gründung einer eigenen Partei vor. Nachdem eine Benennung namens Danmarks Bedste Parti (deutsch etwa Dänemarks beste Partei) im Juni 2024 durch das Wahlgremium abgelehnt worden war, wurde im August 2024 schließlich die Bezeichnung Borgernes Parti – Lars Boje Mathiesen zugelassen.[6] Zur Wahlzulassung musste Bojes Borgernes Parti schließlich noch 20.195 Unterstützerschriften sammeln, was ihm innerhalb weniger Monate gelang und vom Innenministerium im Januar 2025 bestätigt wurde.[7] Boje vertrat seine Partei ab dem 17. Januar 2025 auch offiziell im Folketing. Im Dezember 2025 erklärte er sich selber zum Herausforderer von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und konfrontierte damit die Parteien des blauen Blocks.[8] Bei der Folketingswahl 2026 schaffte seine Partei mit 2,1 % knapp den Sprung über die Sperrhürde und Boje erhielt ein weiteres Mandat.

Commons: Lars Boje Mathiesen – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. Lærer: Jeg giver 2.067 karakterer i løbet af et år. In: folkeskolen.dk. 2. Juli 2018, abgerufen am 27. März 2026 (dänisch).
  2. Lars Boje forlader Liberal Alliance: Der er ikke fri konkurrence i partiet. In: tv2ostjylland.dk. 21. September 2016, abgerufen am 27. März 2026 (dänisch).
  3. Lars Boje Mathiesen bliver Nye Borgerliges næste formand. In: dr.dk. 25. Januar 2023, abgerufen am 27. März 2026 (dänisch).
  4. Lars Boje Mathiesen er blevet ekskluderet fra Nye Borgerlige. In: dr.dk. 10. März 2023, abgerufen am 27. März 2026 (dänisch).
  5. Uønsket: Partier siger nej tak til Lars Boje Mathiesen. In: ekstrabladet.dk. 13. April 2023, abgerufen am 27. März 2026 (dänisch).
  6. Lars Boje Mathiesens nye parti hedder Borgernes Parti. In: tv2.dk. 28. August 2024, abgerufen am 27. März 2026 (dänisch).
  7. Lars Boje har fået endelig godkendelse til sit nye Borgernes Parti. In: politiken.dk. 15. Januar 2025, abgerufen am 27. März 2026 (dänisch).
  8. Lars Boje Mathiesen melder sig som borgerlig statsministerkandidat. In: politiken.dk. 9. Dezember 2025, abgerufen am 27. März 2026 (dänisch).