Laintal
| Laintal (Rotte) Ortschaft Katastralgemeinde Laintal | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Leoben (LE), Steiermark | |
| Gerichtsbezirk | Leoben | |
| Pol. Gemeinde | Trofaiach | |
| Koordinaten | 47° 25′ 59″ N, 15° 3′ 56″ O | |
| Höhe | 700 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 601 (1. Jän. 2025) | |
| Gebäudestand | 217 (2001) | |
| Fläche d. KG | 18,24 km² (31. Dez. 2023) | |
| Postleitzahl | 8793 Trofaiach | |
| Vorwahl | +43/03847 | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 15649 | |
| Katastralgemeindenummer | 60324 | |
| Zählsprengel/ -bezirk | Hafning bei Trofaiach (61120 010) | |
| Ort i. e. S. bildet sich aus Laintal I, II, und III; Ortsch. mit Kaintal, Trasttal, Wolkersdorf Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; GIS-Stmk | ||
Das Laintal ist ein Tal im Trofaiacher Becken in der Obersteiermark sowie Ortschaft und Katastralgemeinde der Stadt Trofaiach im Bezirk Leoben der Steiermark.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das etwa 7 Kilometer lange Seitental des Vordernbergertales erstreckt sich direkt von der Stadt Trofaiach ostwärts in die Mürztaler Alpen und bildet als weites, sanft ansteigendes, freundliches Trichtertal den Ostausläufer des Trofaiacher Beckens. Es wird vom Laintalbach durchflossen. Im Norden liegen die waldbedeckten Hügel des Kampeck (1524 m ü. A.), im Süden das Himberger Eck (1345 m ü. A.).
Die Ortschaft, die die gesamte Besiedelung des Tals umfasst, zählt über 200 Gebäude und über 600 Einwohner. Die Zahl der Einwohner wächst ständig, da auf den vielen Sonnenhängen, die eine ausgezeichnete Vorstadtlage von Trofaiach darstellen, sukzessive neue Bauten entstehen. Das deckungsgleiche Katastralgebiet hat 1822,5 Hektar.
In der Talung bestanden ursprünglich drei Rotten entlang des Bachs, die 1. Dorf, 2. Dorf und 3. Dorf genannt wurden (amtlich Laintal I, II und III). Durch die vielen Neubauten sind diese Ortslagen heute schon fast zusammengewachsen. Rechts am Hang über Laintal II liegt das alte Gehöft Moar am Berg und weiter westlich die Gehöfte des Zlatmoar und des Mooshubenbauern. Beide Vulgonamen, die offenbar aus der Zeit der Besiedlung stammen, weisen darauf hin, dass es sich in früheren Zeiten um eine sumpfige Gegend gehandelt hat, einmal in slowenischer und einmal in deutscher Sprache. Das Wort Moos bedeutete im Mittelalter und anderem auch Sumpfgebiet.
Am Taleingang liegt noch das Dorf Wolkersdorf, das gewisse Eigenständigkeit aufweist.
Weitere Ortslagen sind die zerstreuten Häuser in den beiden Quelltälern, im Kaintal, das sich bei Laintal III nordostwärts zieht, und dem ostwärtigen Trasttal, sowie die Almen Bauer in Öd sonnseitig, und Abrand schattseitig.
| Laintal | |
|---|---|
| Lage | Vordernbergertal bzw. Trofaiacher Becken, Obersteiermark |
| Gewässer | Laintalbach |
| Gebirge | Hochschwabgruppe bzw. Mürztaler Alpen |
| Geographische Lage | 47° 25′ 40″ N, 15° 3′ 21″ O |
| Typ | Trichtertal |
| Gestein | diverse Schiefer/Phyllite, teils Karbonatgestein (Grauwackenzone) |
| Höhe | 700 m ü. A. |
| Länge | 8 km |
| Klima | inneralpine Tallage (Klimaregion Trofaiacher Becken) |
| Nutzung | bewohnt (Ortschaft) |
Nachbarortschaften, -katastralgemeinden und -orte:
- (Orte auf Laintal im Allgemeinen bezogen)
Treffning (O u. KG) |
Obertal (O, u. KG, Gem. St. Katharein a.d.L.) | |||||||||||||
| Trofaiach (O u. KG) | ||||||||||||||
| (O, KG u. Gem.) | Tollinggraben (O, u. KG , Gem. St. Peter-Frst.) |
Prentgraben (O, u. KG , Gem. Proleb) | ||||||||||||
| Hzgt. Steier | Bld. Steiermark | |||||||||||||
| (Mon. Österr.) | (Kthm. Österr.) | (Österr.- Ugrn.) | (Rep. Österr.) | |||||||||||
| 1770 | 1782 | 1810 | 1812 | 1819 | 1837 | 1846 | 1851 | 1869 | 1951 | 1961 | 1971 | 1981 | 1991 | 2001 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ∗818 | 564 | 494 | 482 | 498 | 470 | 609 | 501 | 620 | 660 | 672 | 758 | 680 | 693 | 617 |
| ∗116 | 91 | 90 | 92 | − | 88 | − | − | 91 | 100 | 118 | 151 | 173 | 193 | 217 |
Wirtschaft, Infrastruktur und Tourismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die einzigen größeren Betriebe im Laintal sind ein Sägewerk, ein Schmiede- und Schlossereibetrieb sowie ein Erdbewegungsunternehmen. Darüber hinaus existieren drei Gasthäuser und kleinere Betriebe, unter anderem ein Elektriker und ein Sportgeschäft. Auch eine Freiwillige Feuerwehr gibt es im Laintal.[10]
Sonst ist das Tal wichtiger Naherholungsraum. Das Laintal bietet zahlreiche Wandermöglichkeiten, wie beispielsweise das Hechhittl (= Hütterl auf der Höhe) in der Nähe der Lautscherkoppe, die Friesingwand, das Kaintalegg, das auch „Weißer Hirsch“ genannt wird und den Brautkasten. Über die ostwärts des Laintales gelegenen Wald- und Almberge kann man zu Fuß unter anderem nach St. Katharein, Proleb oder Leoben kommen. Manche Bauern bieten Möglichkeiten für Urlaub am Bauernhof.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 61120 – Trofaiach. Gemeindedaten der Statistik Austria
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ M. Lehner. In: Fundberichte aus Österreich (FÖ) 38, 2000, S. 108 f., Abb. 7. Angabe nach Verein Archäologieland Steiermark: Fundortverzeichnis, Leoben ( des vom 20. August 2013 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Eintrag 331 Hafning bei Trofaiach, 1a und 1b; abgerufen am 19. April 2013.
- ↑ G. Fuchs, E. Hudeczeck. In: Fundberichte aus Österreich (FÖ) 24/25, 1986/87, S. 310. Angabe nach Verein Archäologieland Steiermark, wie oben, 331 1c
- 1 2 3 Otto Schinko: Achner, Benker, Cidelarn. GRIN Verlag, 2011, ISBN 978-3-656-07976-7, Eintrag Laintal, S. 74 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ so genannt in A. v Muchar: Geschichte des Herzogthums Steiermark Graetz. Band 2, 1845 – gegeben sind „bis zum Schlusse des zwölften Jahrhunderts urkundlich bekannte … Gegenden, Thäler, … und Ortschaften“ (S. 32), genannt ist Lonka (im Liesingthale), S. 57, Sp. 1 (Google eBook, vollständige Ansicht).
- 1 2 Georg Goeth: Das Herzogthum Steiermark. Geographisch-statistisch-topographisch dargestellt und mit geschichtlichen Erläuterungen versehen. Band 2. Verlag J.G. Heubner, Wien 1841, 11. Bezirk Freienstein 3. Steuergemeinde Lainthal, S. 105 f. (Google eBook, vollständige Ansicht).
- ↑ Verordnung der Steiermärkischen Landesregierung vom 25. Februar 1991 über die Festsetzung (Bildung) des Schulsprengels der Volksschule Laintal in der Gemeinde Hafning bei Trofaiach (politischer Bezirk Leoben). Grazer Zeitung Nr. 128 (pdf, verwaltung.steiermark.at).
- ↑ Volksschule Laintal vor Schließung. Kleine Zeitung, 10. Januar 2012, archiviert vom am 3. Dezember 2013.
- ↑ Klassenverband bleibt. Kleine Zeitung, 8. Februar 2012, archiviert vom am 3. Dezember 2013.
- ↑
Kurt Klein (Bearb.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Vienna Institute of Demography [VID] d. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Steiermark Teil 2, Laintal
, S. 28 f. (f Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; beide PDF – o.D. [aktual.]).
Spezielle Quellenangaben: 1770: Militär-Konskription. Einwohner nach Manfred Straka: Verwaltungsgrenzen und Bevölkerungsentwicklung in der Steiermark 1770-1850: Erläuterungen zur ersten Lieferung des Historischen Atlasses der Steiermark. In: Forschungen zur geschichtlichen Landeskunde der Steiermark 31, 1978. Häuser nach Österreichisches Staatsarchiv, Kriegsarchiv, Konvolut 1771-98-44. • 1782: Pfarrenzählung, Diözesanarchiv Graz. Zit. in Manfred Straka: Die Pfarrenzählung des Jahres 1782 in der Steiermark In: Beiträge zur Erforschung steirischer Geschichtsquellen 48, 1961. • 1810: Militär-Konskription. Nach Joseph Marx Liechtenstern: Statistisch-topographischer Landesschematismus des Herzogtums Steiermark. 1818. Bearb. Straka, wie 1770. • 1812: Militär-Konskription: Carl Schmutz: Historisch-topographisches Lexicon von Steyermark. 4 Bde. 1822/23. Bearb. Straka, wie 1770. • 1819: Militär-Konskription im Brucker Kreis. Nach H. Liebhart: Zur Statistik der steiermärkischen Volkszählungen des 18. und 19.Jahrhunderts, Manuskript 1927, Bd. 2, Fachbücherei der Juridischen Fakultät der Universität Graz. Zit. n. Straka, wie 1770. • 1837: Militär-Konskription. Häuser und Einwohner: Göth 1841 (siehe weiterer Nachweis oben). Zit. n. Straka, wie 1770. • 1846: Militär-Konskription. Kundmachung über die Gerichts-Organisierung des Kronlandes Steiermark, 1849. Nach Adolph Schaubach: Salzburg, Obersteiermark, das österreichische Gebirge und das Salzkammergut. 3. Bd. von Die deutschen Alpen, 1865, 2. Aufl. Das südöstliche Tirol und Steiermark, Lungau, Kärnten, Krain, Görz und das Küstenland. 5. Bd. Die deutschen Alpen, 1867. Zit. n. Straka, wie 1770 und 1782. • 1851: Militär-Konskription. Nach Mathias Macher: Medizinisch-statistische Topographie des Herzogtums Steiermark. 1860. • 1869: Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im österreichischen Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder. (1871 ff.). • 1951 und später: Österreichisches Statistisches Zentralamt/Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis. (Ergebnisse der Volkszählungen). - ↑ Freiwillige Feuerwehr Laintal (ff-laintal.at)

