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Kothmühle (Gemeinde Neuhofen)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Kothmühle (Hotel)
Kothmühle (Gemeinde Neuhofen) (Österreich)
Kothmühle (Gemeinde Neuhofen) (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Amstetten (AM), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Amstetten
Pol. Gemeinde Neuhofen an der Ybbs  (KG Schindau)
Ortschaft Schindau
Koordinaten 48° 3′ 26″ N, 14° 53′ 45″ OKoordinaten: 48° 3′ 26″ N, 14° 53′ 45″ Of1
Höhe 311 m ü. A.
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS

BW

Kothmühle ist eine Ortslage des Weilers Lixing in (der) Schindau, einer Ortschaft und Katastralgemeinde der Marktgemeinde Neuhofen an der Ybbs im Bezirk Amstetten in Niederösterreich. Seit dem 14. Jahrhundert ist hier die Kothmühle nachweisbar, eine ehemalige Getreidemühle. Auf dem Grundstück der verfallenen Mühle wurde später ein Gasthaus betrieben, das inzwischen zu einem Hotel umgebaut wurde.

Das links des Lixingbaches gelegene Grundstück der ehemaligen Mühle ist ein Teil von Lixing und befindet sich im Süden der Ortschaft und Katastralgemeinde Schindau. Die Ortslage ist über die Landesstraße L6116 erreichbar, die östlich von Schindau aus der L89 abzweigt und längs des Lixingbaches zur L6112 führt.

Drohnenaufnahme des Hotelkomplexes 2022
Eingang zu einem Gasthaus (Name nicht lesbar), 1912

Als eine der ältesten Mühlen im Ulmerfelder Herrschaftsbereich wurde die Kothmühle im Jahr 1316 erstmals urkundlich erwähnt.[1] Ursprünglich zum Meierhof und Sitz Lixing gehörend, wurde sie noch vor 1300 mit dem gesamten Lixinger Besitz an den Bischof von Freising veräußert. 1316 wird die Mühle (zusammen mit einem dazugehörigen Sägewerk) urkundlich als freisingischer Besitz erwähnt.

Ab 1660 galt die Kothmühle als Hofstätte mit Mühle und Sägewerk. Der Franziszeische Kataster aus dem Jahr 1822 zeigt die Anlage an der linken Seite des Lixingbaches mit einem Teich weiter im Süden.[2]

Als die Familie Scheiblauer 1866 das Grundstück erwarb,[1] war die Mühle bereits verfallen. Am 17. März 1912 erteilte der Gemeindeausschuss die Konzession für einen Gasthausbetrieb. Von 1969 bis 1974 wurde aus dem Gasthaus durch Umbauten ein Hotel, das bis heute besteht.[3]

Jahr Besitzer[1]
1316 Reinmar
1435 unbekannt
1527 Hannsl
1660 Hofmarcher Max
1750 Helm Johann und Maria
1785 Pfliegl Geord und Maria
1813 Pfliegl Sophie – (Erbe)
1813 Pfliegl Lorenz – (Kauf)
1814 Pfliegl Lorenz und Eva Maria
1825 Pfliegl Lorenz – (Erbe)
1826 Wieser Martin und Maria -(Kauf)
1828 Stiegler Michael und Magdalena – (Kauf)
1829 Steghofer Matthias und Maria – (Kauf)
1830 Latzeslberger Jakob – (Kauf)
1836 Latzelsberger Jakob und Maria – (Erbe)
1866 Scheiblauer Franz und Josefa, geb. Pfeifer – (Kauf)
1911 Scheiblauer Johann und Maria (Gastwirt) – (Erbe)
1919 Scheiblauer Johann – (Erbe)
1931 Scheiblauer Rupert – (Erbe)
1931 Scheiblauer Rupert und Theresia, geb. Rechberger
1965 Scheiblauer Johann – (Erbe)
1968 Scheiblauer Johann und Marianne, geb. Kühhaas
1998 Scheiblauer Johannes und Christiane (geb. Jandl) – (Übernahme)
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel Ober-Wienerwald. 14 von 34 Bänden. 8. Band: Haaberg (Herrschaft Mitterau) bis Lindmühl. Wallishausser, Wien 1837, S. 121 (Kothmühle – Internet Archive).
  • Alphabetisches Verzeichniß sämmtlicher Orte des Kronlandes Niederösterreich mit der Darstellung ihrer Einreihung in die betreffenden Katastral- und Orts-Gemeinden, Pfarrsprengel, Bezirksämter, Untersuchungs-Gerichte, Kreise und Post-Bestellungsbezirke, nebst Angabe des für eine jede Katastral-Gemeinde ausgemittelten Flächen-Inhaltes in nieder-österreichischen Jochen und der Einwohnerzahl., Beilage Nr. 2 zum I. Stück der zweiten Abteilung des Landesregierungsblattes 1855, K.k. Hof-und Staatsdruckerei, Wien 1854, S. 464 (Kothmühle in der Google-Buchsuche)
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 71, Sektion Amstetten, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,8 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 52.
Commons: Kothmühle – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Gerhard Smekal, Josef Steißelberger: Neuhofen in Regione Ostarrichi. Ein Beitrag zur Siedlungs- und Wirtschaftsgeschichte des westlichen Niederösterreich. NÖ Pressehaus, Neuhofen an der Ybbs 1980.
  2. ↑ Franziszeischer Kataster (um 1820): Kothmühl (auf arcanum.com).
  3. ↑ Wolfgang Atzenhofer: Gourmetmost erobert Relax-Resort. In: kurier.at. 18. April 2016, abgerufen am 14. Juni 2024.