Nachbarorte von Komorczyn sind: Noskowo (Notzkow) im Westen, Sycewice im Norden, Dobrzęcino (Dubberzin) im Osten sowie Kczewo (Egsow) und Żabno (Segenberg) im Süden.
Die flachwellige Landschaft liegt zwischen 45 und 58 Metern über NN.
Eine sprachliche Verwandtschaft des Namens Kummerzin/Komoczyn mit Kummerow/Komorowo wird man annehmen dürfen. Möglicherweise stammen die Ortsbezeichnungen vom slawischen Wort „Komornik“ = „Einlieger, Kleinpächter“ („Komorne“ = „Miete, Pacht“), was gut zur Geschichte des Dorfes passen würde.
Über Komorczyn liegen nur wenige historische Nachrichten vor. Es war ein zum Gust Egsow (Kczewo) gehörendes Bauerndorf und ein von Kleistsches Lehen. 1549 löste die Familie von Kleist die Verpfändungen an die Familie von Below ein. 1655/1656 werden Döring Jacob von Krockow bzw. Joachim Heinrich von Krockow und Christian von Kleist als Lehnsinhaber genannt. Nach einem Konkurs der Besitzungen des Hofrats Joachim Magnus von Kleist kaufte Heinrich Albert von Blumenthal 1734 die von Kleistschen Lehensanteile. 1773 kam ganz Kummerzin in das Eigentum von Joachim Reinhold von Krockow. Er hatte damals neun Bauern und einen Schulmeister.
Im Jahre 1818 lebten in Kummerzin 85 Einwohner. Ihre Zahl stieg bis 1895 auf 230 und sank dann bis 1939 ab auf 168.
Am 8. März 1945 besetzte die Rote Armee das Dorf. Die Bevölkerung hatte Arbeitsdienst auf den Nachbargütern zu leisten. Allmählich übernahmen die Polen die Verwaltung des Ortes, und am 2. Weihnachtstag 1946 wurde die deutsche Bevölkerung nach Erfurt in Thüringen evakuiert. Kummerzin wurde Komorczyn genannt und ist heute ein Teil der Gmina Kobylnica im Powiat Słupski der Woiwodschaft Pommern (bis 1998 Woiwodschaft Słupsk).
Zur Gemeinde Kummerzin gehörten vor 1945 zwei Wohnplätze:
Fichtkaten (polnisch: Głuszyn), Bauernhof, 1 Kilometer nordöstlich von Kummerzin in einem Waldgebiet
Ranzinkaten (früher Ranziner Kathen, heute Rącyn), Bauernhof, 15, Kilometer nordwestlich des Dorfes im Wiesengrund, zwei Gehöfte, je 50 Hektar, kamen aus von Blumenthalschem Erbe an die Besitzer des Gutes Egsow (Kczewo).