Kōbe Seikōsho KK (jap.株式会社神戸製鋼所, engl.Kobe Steel Ltd.) ist ein japanischerKonzern mit Firmensitz in Kōbe. Das Unternehmen produziert hauptsächlich Stahl und Maschinen, die weltweit unter der Marke Kobelco vermarktet werden.
Kobe Steel wurde 1905 gegründet und wird an der Tokioter Wertpapierbörse im Aktienindex Nikkei 225 gelistet. Das Unternehmen stellt gegenwärtig mit über 200 Tochtergesellschaften und rund 60 Partnerfirmen einen der drei größten Akteure im japanischen Montanwesen dar. 2002 gab es ein Joint Venture mit der Bau- und Landmaschinenholding CNH Global. Dieses wurde nach Ablauf der Vertragslaufzeit nicht verlängert und Kobelco liefert nun eigene Maschinen nach Europa.[1] Innerhalb der Europäischen Union werden diese von der Tochtergesellschaft Kobelco Construction Machinery Europe BV mit Sitz in Almere vertrieben. Im deutschsprachigen Raum wird Kobe Steel darüber hinaus im Bereich der Stahlerzeugung seit 2009 von seiner Tochtergesellschaft Shinsho Europe GmbH mit Sitz in Düsseldorf vertreten.
Im Oktober 2017 wurde bekannt, dass der Konzern Metallerzeugnisse mit gefälschten Produktdaten verkauft hatte.[4] Der Vorstandsvorsitzende Hiroya Kawasaki gab zu, dass man jahrelang falsche Angaben zu Festigkeit und Haltbarkeit von Aluminium-, Kupfer- und Stahlprodukten gemacht habe. Etwa zwei Drittel seiner Geschäfte tätigt Kobe Steel mit Firmen in Japan, z. B. dem Automobilhersteller Toyota und dem Energiekonzern Tepco. Insgesamt mehr als 500 Kunden im In- und Ausland werden beliefert.[5]