Die Ortsstelle von Klein Lontzig befindet sich am westlichen Ufer des Babant-Flusses, etwa 20 Kilometer nordöstlich der Kreisstadt Szczytno (deutschOrtelsburg).
Klein Lontzig bestand im Wesentlichen aus einem kleinen Gehöft, das nach 1630 entstand[1] und dem Petrus Gusovius, Pfarrer an der Kirche Aweyden (polnischNawiady), erbverschrieben wurde. Damals hieß der Ort Abbau Brudreck.[1] Aus ihm bildete sich am 10. Juni 1822 das Gut Klein Lontzig, worüber sich im Amtsblatt der königlichen preußischen Regierung zu Königsberg die Mitteilung fand:[2]
„Neues Etablissement Klein Lontzig I. Abth. Daß dem im Ortelsburgischen Landräthlichen Kreise und Amtsbezirke, in den Grenzen des Dorfs Jellinowen, dicht an dem von letzterm nach dem Dorfe Ganthen führenden Wege und am rechten Ufer des Babant-Flusses belegenen, aus einer Feldmark und einem Wohnhause nebst einer Scheune bestehenden, und dem Köllmer Friedrich Brudreck in Ganthen, Sensburgischen Kreises, zugehörigen neu angelegten Etablissement mit Genehmigung der unterzeichneten Königl. Regierung der Name Klein Lontzig (polnisch Maly Lontzig) beigelegt worden, wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht.“
Bis 1945 war Klein Lontzig ein Wohnplatz innerhalb der Gemeinde Jellinowen (1938 bis 1945 Gellen (Ostpr.)) im ostpreußischenKreis Ortelsburg.[3] 26 Einwohner zählte der kleine Ort im Jahre 1885, im Jahre 1905 waren es noch 3.[4]
Das gesamte südliche Ostpreußen wurde 1945 in Kriegsfolge an Polen überstellt. Seitdem fehlt von dem kleinen Ort jede Spur, auch eine polnische Namensform ist nicht bekannt. Klein Lontzig gilt als untergegangen und nicht mehr existent.
Die nicht mehr erkennbare, aber am Westufer des Babant-Flusses zu erahnende Ortsstelle von Klein Lontzig liegt an einem Landweg, der von Jeleniowo (Powiat Szczycieński) nach Gant (Powiat Mrągowski) führt.