Kirchenlamitz
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 9′ N, 11° 57′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberfranken | |
| Landkreis: | Wunsiedel im Fichtelgebirge | |
| Höhe: | 591 m ü. NHN | |
| Fläche: | 48,48 km² | |
| Einwohner: | 3059 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 63 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 95158, 95100 | |
| Vorwahl: | 09285 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WUN, MAK, REH, SEL | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 4 79 129 | |
| LOCODE: | DE KMZ | |
| Stadtgliederung: | 25 Gemeindeteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Marktplatz 3 95158 Kirchenlamitz | |
| Website: | www.kirchenlamitz.de | |
| Erster Bürgermeister: | Jens Büttner (CSU) | |
| Lage der Stadt Kirchenlamitz im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge | ||

Kirchenlamitz ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge.
Geografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kirchenlamitz liegt etwa 20 Kilometer südlich von Hof und 35 Kilometer nordöstlich von Bayreuth entfernt am Fluss Lamitz an der Bayerischen Porzellanstraße. Das nächste Oberzentrum ist Selb (mit der tschechischen Stadt Aš).
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt 25 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]
- Baumgarten (Einöde)
- Dörflas b.Kirchenlamitz (Weiler)
- Entenloh (Einöde)
- Epprechtstein (Weiler)
- Fahrenbühl (Weiler)
- Fichtenhammer (Weiler)
- Fuchsmühle (Einöde)
- Großschloppen (Dorf)
- Hasenmühle (Einöde)
- Hinteres Buchhaus (Weiler)
- Hohenbuch (Dorf)
- Kirchenlamitz (Hauptort)
- Kleinschloppen (Dorf)
- Mittelschieda (Weiler)
- Neuenhammer (Einöde)
- Niederlamitz (Dorf)
- Oberschieda (Weiler)
- Raumetengrün (Dorf)
- Reicholdsgrün (Dorf)
- Schnepfenmühle (Einöde)
- Unterschieda (Weiler)
- Vorderes Buchhaus (Weiler)
- Vorsuchhütte (Einöde)
- Wustung b.Niederlamitz (Einöde)
- Wustung b.Schnepfenmühle (Einöde)
Kirchenlamitz Bahnhof zählt mittlerweile zum Gemeindeteil Wustung bei Niederlamitz, Niederlamitzerhammer zum Gemeindeteil Niederlamitz. Die Weiler Oberschieda (Dörflas bei Kirchenlamitz) wurde mit der Eingemeindung mit dem Kirchenlamitzer Gemeindeteil Oberschieda vereinigt. Vorsuchhütte hat abweichend von den übrigen Gemeindeteilen die PLZ 95100.
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Dörflas bei Kirchenlamitz, Hallersteiner Forst-Nordwest, Hallersteiner Forst-Süd, Kirchenlamitz, Martinlamitzer Forst-Süd (Gemarkungsteil 0), Niederlamitz, Raumetengrün, Reicholdsgrün (Gemarkungsteil 0) und Unterschieda.[4] Die Gemarkung Kirchenlamitz hat eine Fläche von 12,231 km². Sie ist in 3717 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3290,63 m² haben.[5] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Epprechtstein, Fuchsmühle, Hasenmühle, Oberschieda (zum Teil) und Vorderes Buchhaus.[6]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis zur Gemeindegründung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Geschichte von Kirchenlamitz ist auch die der etwa zwei Kilometer südwestlich gelegenen Burg Epprechtstein. 1352 wurden die Burggrafen von Nürnberg mit ihr belehnt und kamen kurze Zeit später in Besitz der gesamten Herrschaft und damit auch des Orts. Burggraf Friedrich V. von Nürnberg verlieh dem Ort zu Kirchenlomnicz 1374 das Stadtrecht,[7] das später wieder verloren ging. Das Fürstentum Bayreuth, zu dem der Ort dann gehörte, kam 1791 zum Königreich Preußen. Nach vierjähriger französischer Besetzung wurde das Fürstentum mit dem Ort und der Burg 1810 an das Königreich Bayern verkauft.[8] Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.
19. und 20. Jahrhundert
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kirchenlamitz wurde Sitz eines bis 1879 bestehenden bayerischen Landgerichts älterer Ordnung, das anschließend in ein Amtsgericht umgewandelt wurde. 1901 wurde Kirchenlamitz erneut zur Stadt erhoben. Das Amtsgericht wurde 1959 aufgelöst.
Eingemeindungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1978 die Gemeinde Dörflas bei Kirchenlamitz, Niederlamitz und der größte Teil der aufgelösten Gemeinden Raumetengrün und Reicholdsgrün eingegliedert.[9]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zwischen 1988 und 2018 sank die Einwohnerzahl von 4350 auf 3286 um 1064 bzw. um 24,5 %.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Stadtrat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kommunalwahl vom 2. März 2008 führte zu folgender Sitzverteilung im Stadtrat:
| Partei / Liste: | CSU | SPD | WÜL * | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Stimmen: | 10.134 | 12.458 | 8.489 | 31.081 |
| Sitze: | 5 | 7 | 4 | 16 Sitze |
Die Kommunalwahl vom 16. März 2014 führte zu folgender Sitzverteilung im Stadtrat (ab 1. Mai 2014):
| Partei / Liste: | CSU | SPD | WÜL * | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Stimmen: | 12.230 | 10.557 | 5.198 | 27.985 |
| Sitze: | 7 | 6 | 3 | 16 Sitze |
Die Kommunalwahl vom 15. März 2020 führte zu folgender Sitzverteilung im Stadtrat (ab 1. Mai 2020)[10]:
| Partei / Liste: | CSU | SPD | WÜL * | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Stimmen: | 12.877 | 9.725 | 5.505 | 28.107 |
| Sitze: | 7 | 6 | 3 | 16 Sitze |
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Erster Bürgermeister war ab dem 1. Mai 2008 Thomas Schwarz (SPD).[11] Er wurde am 16. März 2008 in einer Stichwahl mit dem damals amtierenden Bürgermeister Reinhard Weiß (WÜL) gewählt. Bei einer Wahlbeteiligung von 68,42 % entfielen 1331 Stimmen auf Schwarz, Weiß erhielt 665 Stimmen. Bei den Bürgermeisterwahlen 2014 und 2020 wurde Schwarz als Erster Bürgermeister bestätigt.
Ab April 2022 befand er sich im Krankenstand und trat im September 2022 von seinem Amt zurück. Der Zweite Bürgermeister Jens Büttner (CSU) übernahm seitdem die Amtsgeschäfte, bis er am 25. September 2022 mit 77,7 % der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 62,4 Prozent zum neuen Bürgermeister gewählt wurde.[12][13] Zweite Bürgermeisterin ist Esra Özekimci (SPD), Dritter Bürgermeister Andreas Reul (WÜL).[14]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: „Gespalten; vorne geviert von Silber und Schwarz; hinten in Blau auf einem mit einem silbernen Wellenbalken belegten grünen Hügel eine eintürmige silberne Kirche in Seitenansicht mit roten Dächern und goldenen Kreuzen.“[15] | |
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Wappengeschichte: Die Geschichte von Kirchenlamitz ist eng verbunden mit der etwa 2 km südwestlich gelegenen Burg Epprechtsstein. 1352 wurden die Burggrafen von Nürnberg mit der Burg belehnt. Vier Jahre später waren sie im Besitz der gesamten Herrschaft Epprechtsstein und des Ortes Kirchenlamitz. Burggraf Friedrich V. verlieh dem Ort 1374 das Stadtrecht. Der Ort wurde aber weiterhin als Markt bezeichnet. Das Stadtrecht ging wieder verloren. Seit 1901 ist Kirchenlamitz erneut Stadt. Aus dem Jahr 1471 ist der Abdruck eines Siegels überliefert, das um 1380 entstanden ist. Im gespaltenen Schild stand vorne auf grünem Hügel die Ortskirche St. Michael, hinten das Zollernwappen. Später kam noch der Wellenbalken hinzu als Hinweis auf den Fluss Lamitz. Das Wappen ist auch in einer farbigen Abbildung von 1581 überliefert. Ab dem 17. Jahrhundert sind die beiden Schildhälften vertauscht. 1819 zeigte die Zollernvierung die Farben Silber und Blau, die silberne Kirche stand in goldenem Feld. Von 1837 bis 1931 tauchte in den Dienstsiegeln am unteren Schildrand ein Männerkopf auf. Er beruht auf einer Fehldeutung des barocken Schildrahmens in einem Siegel von 1611.[15] Dieses Wappen wird seit dem 15. Jahrhundert geführt.[15] |

