Kelly Barnhill
Kelly Barnhill (* 7. Dezember 1973 in Minneapolis, Minnesota) ist eine amerikanische Autorin von Kinderbüchern und Fantasy- und Science-Fiction-Romanen.[1]
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kelly Barnhill besuchte die South High School in Minneapolis[2] und studierte Englisch, Theologie und Kreatives Schreiben an der St. Catherine University in St. Paul, Minnesota. Erste Anerkennung bekam sie bereits als Studentin im Jahr 1993 durch den Abigail Quigley McCarthy Award für ihre Kurzgeschichte The Confessions of Prince Charming. 1996 beendete sie das Studium mit einem Bachelor.[3] Dann ging sie nach Florida und arbeitete dort zunächst in einer Bar. Ein Studium in Pädagogik an der Portland State University schloss sie mit dem Master ab.[4]
Bereits seit den frühen 1990er Jahren schreibt sie und verdiente in dieser Zeit in ganz verschiedenen Bereichen ihren Lebensunterhalt, z. B. als Park-Rangerin, als Kirchendienerein, Bedienung, im Büro und in der Bäckerei.[5] Sie unterrichtete an einer High School in Oregon und an einer Middle School in Minnesota.[6] Schließlich kehrte sie nach Minneapolis zurück, um dort mit ihrem Mann eine Familie zu gründen.[4]
Barnhills Debütroman The Mostly True Story of Jack erschien im Jahr 2011. In darauf folgenden Jahr wurde Iron Hearted Violet veröffentlicht, mit dem sie es in die Finalrunde des Andre Norton Nebula Award schaffte.[4] Für ihr Buch The Girl who Drank the Moon (deutsch Das Mädchen, das den Mond trank), das im Jahr 2017 herausgegeben wurde, erhielt sie mehrere Literaturpreise und wurde durch Stipendien der Jerome Foundation, des Minnesota State Arts Board und der McKnight Foundation gefördert.[7]
Barnhill findet es schwierig, sich selbst einem bestimmten Genre zuzuordnen, da sie Gedichte, Erzählungen, Fantasyromane und Science Fiction, Literatur sowohl für Kinder als auch für Erwachsene geschrieben hat. In ihrer Jugend habe sie viele Märchen gelesen. Einen großen Einfluss hätten aber auch die Autoren Octavia E. Butler[4] und Ray Bradbury gehabt, der sie besonders mit seinem Roman Fahrenheit 451 zum Schreiben inspirierte.[8]
Im Jahr 2021 erlitt sie nach einen Sturz von einer Treppe eine 15-minütige Bewusstlosigkeit, die ein Schädel-Hirn-Trauma mit Erinnerungslücke an den Unfall und Wortfindungsschwierigkeiten zur Folge hatte und sie bis heute in ihrer schriftstellerischen Arbeit beeinträchtigt.[9]
Barnhill lebt mit ihrem Mann Ted Barnhill in Minnesota und hat drei Kinder.[10]
Werke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- The Mostly True Story of Jack. 2011
- Iron Hearted Violet, illustrated by Iacopo Bruno. 2012
- Das Mädchen mit dem Herz aus Gold. dt. von Ilse Layer. Fischer Sauerländer, Frankfurt 2019, ISBN 978-3-7373-5680-0.
- Mrs. Sorensen and the Sasquatch. 2014
- The Witch’s Boy. 2014
- The Unlicensed Magician. 2015
- Mrs. Sorensen and the Sasquatch. 2014
- The Girl Who Drank the Moon. 2017, ISBN 978-1-84812-647-3
- Das Mädchen, das den Mond trank. dt. von Sandra Knuffinke und Jessika Komina. Fischer Sauerländer, Frankfurt 2020, ISBN 978-3-7335-0418-2
- Dreadful Young Ladies and Other Stories. 2018
- The Ogress and the Orphans. 2022
- When Women Were Dragons. 2022
- The Crane Husband. 2023
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2013: Andre Norton Award (Finalistin) für Iron Hearted Violet
- 2016: Word Fantasy Award für The Unlicensed Magician
- 2017: Andre Norton Award (Finalistin) für The Girl Who Drank the Moon
- 2017: Locus Award für Best Young Adult Book (2. Rang) für The Girl Who Drank the Moon
- 2017: Newbery Medal für The Girl Who Drank the Moon
- 2023: Locus Award (8. Rang) für When Woman Were Dragons
- 2023: Mythopoeic Award für The Ogress and the Orphans
- 2024: Word Fantasy Award (6. Rang) für The Crane Husband[11]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website (englisch)
- Bibliography: Kelly Barnhill (englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ 10 Best Kelly Barnhill Books To Read (Updated 2026 List). Abgerufen am 23. August 2026 (englisch).
- ↑ Barnhill, Kelly – Minnesota Authors on the Map. Abgerufen am 23. August 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Q&A with Newbery Medalist Kelly Barnhill '96 | St. Catherine University. 7. Februar 2017, abgerufen am 22. August 2026 (englisch).
- 1 2 3 4 Arley Sorg: Nonexistent People in Worlds Unobserved: A Conversation with Kelly Barnhill. In: Clarkesworld Magazine – Science Fiction & Fantasy. Februar 2023, abgerufen am 23. August 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Interview: Kelly Barnhill Talks About How She Writes. In: Mn Artists. 21. Juni 2005, abgerufen am 9. August 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ FAQ. In: Kelly Barnhill. 24. Januar 2013, abgerufen am 22. August 2026 (englisch).
- ↑ About. In: Kelly Barnhill. 14. März 2007, abgerufen am 9. August 2026 (englisch).
- ↑ James Warren: Kelly Barnhill can’t stop writing inspiring stories. In: The Southerner. Abgerufen am 9. August 2026.
- ↑ Marquis Lupton: Newbury Award-Winning Author Kelly Barnhill’s Journey: Battling Loss of Writing Ability After Traumatic Brain Injury. In: WITF. 19. März 2024, abgerufen am 22. August 2026 (englisch).
- ↑ locusmag: Kelly Barnhill: When Women Were Dragons. In: Locus. 14. März 2022, abgerufen am 9. August 2026 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Kelly Barnhill Awards. In: sfadb.com. Abgerufen am 9. August 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Barnhill, Kelly |
| ALTERNATIVNAMEN | Barnhill, Kelly Regan (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | amerikanische Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 7. Dezember 1973 |
| GEBURTSORT | Minneapolis, Minnesota |