Dieser Artikel befasst sich mit der Siedlung städtischen Typs in der Ukraine, für Informationen zum gleichnamigen Dorf in der Oblast Odessa, Rajon Ismajil, siehe Kalantschak (Dorf).
Die 1794 gegründete Siedlung war zwischen 1939 und Juli 2020 das Zentrum des gleichnamigen Rajons Kalantschak und hat seit 1967 den Status einer Siedlung städtischen Typs.
Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine am 24. Februar 2022 wurde der Ort im März 2022 von russischen Truppen besetzt und steht seitdem nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.
Kalantschak liegt am Fluss Kalantscha (ukrainisch Каланча) und am Nord-Krim-Kanal.
An der Ortschaft vorbei führt die FernstraßeM17, über die die Oblasthauptstadt Cherson nach 80km in nordwestliche Richtung und die Landenge von Perekop sowie die Stadt Armjansk auf der Halbinsel Krim nach 40 bzw. 45km in südöstliche Richtung erreichbar ist. Der Schwarzmeerhafen Skadowsk liegt 40km südwestlich des Ortes.
Am 20. Juli 2016 wurde die Siedlung zum Zentrum der neugegründeten Siedlungsgemeinde Kalantschak (ukrainischКаланчацька селищна громада/Kalantschazka selyschtschna hromada), zu dieser zählten auch noch die 9 in der untenstehenden Tabelle aufgelistetenen Dörfer sowie die Ansiedlung Rosdolne,[2] bis dahin bildete sie die gleichnamige Siedlungsratsgemeinde Kalantschak (Каланчацька селищна рада/Kalantschazka selyschtschna rada) im Südwesten des Rajons Kalantschak.
Am 12. Juni 2020 kamen noch die Dörfer Chorly, Nowooleksandriwka, Oleksijiwka und Prymorske zum Gemeindegebiet.[3]