1800 wurde im Ort eine katholische Schule eingerichtet.[3] Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Kadlub ab 1816 zum Landkreis Groß Strehlitz, mit dem es bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden in Ort ein Vorwerk, ein Jagdschloss, eine katholische Schule, ein Hochofen und 110 Häuser. Die Einwohnerzahl lag bei 865, davon drei evangelisch und zwei jüdisch.[4] 1861 wurden 977 Einwohner gezählt. 1865 lebten im Ort ein Bauer, 14 Gärtner, 86 Häusler und 83 Einlieger. 1874 wurde der AmtsbezirkKadlub gebildet, dem die Landgemeinden Grodzisko, Kadlub, Oschiek und Rosmierka sowie die Gutsbezirke Grodzisko, Kadlub Vorwerk, Oschiek und Schimonia Vorwerk eingegliedert wurden.[5]
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 273 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 330 für Polen.[6] Kadlub verblieb beim Deutschen Reich. 1933 lebten im Ort 1003 Einwohner. Am 3. Juli 1936 wurde Kadlub in Starenheim umbenannt. 1939 hatte es 1088 Einwohner.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Kadlub/Starenheim 1945 mit dem größten Teil Schlesiens an Polen. Nachfolgend wurde es in Kadłub umbenannt. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.
↑Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 263.
↑Heinrich Lauterbach:Landhaus des Grafen Strachwitz in Kadlub OS. In: Karl Sczodrok (Hrsg.): Der Oberschlesier, 1929. Jg. 11, Nr.6, 1929, S.417 (org.pl[abgerufen am 25.März 2026]).
Orte in der Gemeinde Strzelce Opolskie (Groß Strehlitz)