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Judit Lannert

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Judith Lannert (ungarisch: Lannert Judit; * 1962) ist eine ungarische Bildungsforscherin, Soziologin und Ökonomin. Sie wurde am 24. April 2026 von Péter Magyar als Ministerin für Kinder und Bildung im künftigen Tisza‑Kabinett nominiert und trat ihr Amt am 13. Mai 2026 an.[1]

Lannert schloss 1985 ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der damaligen Karl‑Marx‑Universität für Wirtschaftswissenschaften in Budapest ab. 1990 erwarb sie einen Masterabschluss in Sozialpolitik an der Eötvös‑Loránd‑Universität. 2005 promovierte sie im Fach Soziologie an der Corvinus‑Universität Budapest.

Zwischen 1991 und 1992 absolvierte sie weiterführende Studien an der Princeton University, unter anderem an der Woodrow Wilson School of Public and International Affairs.

Wissenschaftliche Laufbahn

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Lannert ist seit 1990 in der empirischen Bildungsforschung tätig. Sie arbeitete über viele Jahre am Országos Közoktatási Intézet (OKI), später am Oktatáskutató és Fejlesztő Intézet, wo sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin, Forschungsdirektorin und stellvertretende wissenschaftliche Generaldirektorin tätig war.

2008 war sie Mitgründerin des Forschungszentrums T‑Tudok Tudásmenedzsment és Oktatáskutató Központ Zrt., dessen Geschäftsführerin sie bis 2012 war; seither ist sie dort Senior Researcher.[2]

Sie war Mitinitiatorin der ungarischen Bildungsberichtsreihe „Jelentés a magyar közoktatásról“, einer der wichtigsten systemischen Analysen des ungarischen Schulwesens.

Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Bildungssoziologie (Bildungsungleichheit, Systemdiagnostik), Übergänge zwischen Schule und Arbeitsmarkt, Evaluation von Bildungsprogrammen sowie Kreativitätsförderung und innovative Lernformen. Ihre wissenschaftlichen Publikationen sind u. a. über MTMT und ResearchGate dokumentiert.[3]

Politische Rolle

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Am 24. April 2026 nominierte Péter Magyar sie öffentlich als designierte Ministerin für Kinder und Bildung im Tisza‑Kabinett.[1] Die Tisza‑Partei bezeichnete sie als unabhängige Expertin mit langjähriger Erfahrung in der Bildungsforschung.[4]

In Interviews betonte Lannert die Notwendigkeit eines neuen nationalen Kerncurriculums, der Reduktion der Überlastung von Schülern und Lehrkräften, einer datengestützten Bildungspolitik sowie der Stärkung von Chancengleichheit. Internationale Vergleichsstudien wie PISA zeigten, dass der sozioökonomische Hintergrund in Ungarn besonders stark mit dem Bildungserfolg korreliere.[1]

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 https://telex.hu/belfold/2026/04/24/magyar-peter-tisza-kormany-miniszter-bejelentes
  2. https://m2.mtmt.hu/gui2/?type=authors&mode=browse&sel=10054051
  3. https://www.researchgate.net/profile/Judit-Lannert
  4. https://magyartisza.hu/hirek/ujsag/lannert-judit-a-tisza-korm%C3%A1ny-gyermek--%C3%A9s-oktat%C3%A1s%C3%BCgyi-miniszterjel%C3%B6ltje