Das Journal of Monetary Economics (JME) ist eine wirtschaftswissenschaftlicheFachzeitschrift, die sich mit Geldtheorie beschäftigt und durch Elsevier mit acht Ausgaben pro Jahr in englischer Sprache publiziert wird. Das Journal of Monetary Economics enthält zudem in den Januar- und Juli-Ausgaben die Carnegie-Rochester Conference Series on Public Policy als Beilage.
Das Journal of Monetary Economics wurde im Oktober 1973 durch Karl Brunner und Charles Plosser gegründet und erstmals ab 1975 mit vier Ausgaben pro Jahr durch den niederländischen Verlag North-Holland Publishing Co. veröffentlicht. Hintergrund für die Gründung des Journal of Monetary Economics war das gesteigerte Interesse der wirtschaftswissenschaftlichen Fachwelt an monetärer Analyse sowie an der Funktionsweise und Struktur finanzwirtschaftlicher Institutionen. Forschung zu diesen Themen eine Plattform zu bieten wurde durch Brunner als wichtigster Grund für die Schaffung einer neuen, auf geldtheoretische Problematiken spezialisierte Fachzeitschrift genannt.[2] In den Jahren nach 1975 wurde die Ausgabenzahl ab 1981 zunächst auf drei pro Band reduziert und die Anzahl der Bände pro Jahr verdoppelt, bevor 2002 schließlich die Anzahl der Bände halbiert wurde, die Anzahl an Ausgaben jedoch gleichzeitig auf acht pro Jahr erhöht wurde.
Gegenwärtiger Chefredakteur (Stand 2015) des Journal of Monetary Economics ist gemeinsam Boragan Aruoba und Eric T. Swanson. Der Redaktion gehören darüber hinaus sowie 35 Associate Editors an.[1]
In einer Studie von Kalaitzidakis et al. (2003) belegte das Journal of Monetary Economics Platz 10 von 159 ausgewerteten Publikationen,[4] konnte sich jedoch in einer aktualisierten Studie von Kalaitzidakis et al. (2011) auf Platz 6 von 209 verglichenen Publikationen steigern.[5] Im wirtschaftswissenschaftlichen Publikationsranking des Tinbergen-Instituts an der Universität Amsterdam wird das Journal of Monetary Economics in der KategorieA („sehr gute allgemeine wirtschaftswissenschaftliche Fachzeitschriften und Spitzenzeitschriften im jeweiligen Fachgebiet“) geführt.[6]
Eine weitere Studie der französischen Ökonomen Pierre-Phillippe Combes und Laurent Linnemer listet das Journal mit Rang 7 in die zweitbeste Kategorie AA ein.[7]
Die Zeitschrift besitzt einen Impaktfaktor von 1,892 (Stand 2011).[8]
↑Pierre-Philippe Combes, Laurent Linnemer:Inferring Missing Citations: A Quantitative Multi-Criteria Ranking of all Journals in Economics. In: GREQAM Document de Travail. Nr.2010-28, 2010, S.26–30 (englisch).