Johann Georg Trendelenburg
Johann Georg Trendelenburg (* 22. Februar 1757 in Lübeck; † 11. März 1825 in Goysk, heute Gójsk, Powiat Sierpecki) war ein deutscher Lehrer und Senator der Stadt Danzig.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Johann Georg Trendelenburg entstammte der norddeutschen Gelehrtenfamilie Trendelenburg. Er war eins von zehn Kindern des Lübecker Arztes und Stadtphysikus' Christian Friedrich Trendelenburg und dessen Frau Sophia Dorothea, geb. Schuhmacher. Zu seinen Geschwistern zählten Theodor Friedrich Trendelenburg (1755–1827), Stadtphysikus in Lübeck und Begründer des Ärztlichen Vereins, der Pädagoge Friedrich Schack Adolf Trendelenburg (1762–1830), Friedrich Wilhelm Trendelenburg (1761–1835), Jurist, Postkommissar in Eutin und Stammvater einer ganzen Reihe von Ärzten, darunter Friedrich Trendelenburg, und Caspar Heinrich Trendelenburg, der Jura in Göttingen studierte. Von seinen Schwestern heiratete Sophie Christine (1759–1821) den Apotheker Gabriel Ludolph Kindt (1748–1813) in Lübeck und wurde die Mutter der Apotheker und Naturforscher Franz Friedrich Kindt und Georg Christian Kindt.
Trendelenburg studierte Evangelische Theologie an der Universität Göttingen. Bereits als Student erhielt er seine Berufung als Lehrer (Professor) an das Akademische Gymnasium in Danzig, wo er die griechische und die orientalischen Sprachen lehrte. Er war 1801 Begründer des Lehrerseminars in Danzig und wurde besonders durch seine Grammatik Anfangsgründe der griechischen Sprache bekannt, die in fünf Auflagen zwischen 1782 und 1805 erschien.
In der Franzosenzeit wurde Trendelenburg 1807 Senator der napoleonischen Republik Danzig und blieb nach Rückkehr der Preußen 1814 als Stadtrat für das Schulwesen der Stadt weiter zuständig. Er verstarb auf einer Reise in Goysk an einem Nervenschlag.
Schriften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Vergleichung der Vorzüge der deutschen Sprache mit den Vorzügen der lateinischen und griechischen: Eine von der kurpfälzischen deutschen Gesellschaft im Jahr 1787 gekrönte Preisschrift, Mannheim 1788
- Chrestomathia Flaviana sive loci illustres ex Flavio Josepho delecti et animadversionibus illustrati à Joan. Georg. Trendelenburg, Haug, Leipzig 1789
- Commentatio Critica In Historiam Pugnae Davidis Cum Goliatho I. Sam. XVII. XVIII. ..., Wedel, Danzig 1792
- Chrestomathia Hexaplaris / Adornata ab Johanne Georgio Trendelenburg Lubecae, Bohn, Lipsiae 1794
- Anfangsgründe der griechischen Sprache, 4. verb. Aufl., Barth, Leipzig 1796
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Friedrich Koldewey: Trendelenburg, Johann Georg. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 38, Duncker & Humblot, Leipzig 1894, S. 572 f.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Werke von und über Johann Georg Trendelenburg in der Deutschen Digitalen Bibliothek
- Wilt Aden Schröder: Biogramm zu Johann Georg Trendelenburg in der Gelehrtengeschichtlichen Prosopographie des Teuchos-Zentrums
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Trendelenburg, Johann Georg |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Lehrer, Altphilologe und Senator der Stadt Danzig |
| GEBURTSDATUM | 22. Februar 1757 |
| GEBURTSORT | Lübeck |
| STERBEDATUM | 11. März 1825 |
| STERBEORT | Gójsk |