Jensen Interceptor
| Jensen | ||||
|---|---|---|---|---|
Jensen Interceptor S3 | ||||
| Interceptor | ||||
| Produktionszeitraum | 1966–1976 | |||
| Klasse | Sportwagen | |||
| Karosserieversionen | Kombicoupé, Coupé, Cabriolet | |||
| Motoren | Ottomotoren: 6,3–7,2 Liter (239–283 kW) | |||
| Länge | 4775 mm | |||
| Breite | 1750 mm | |||
| Höhe | 1350 mm | |||
| Radstand | 2670 mm | |||
| Leergewicht | 1800 kg | |||
| Vorgängermodell | Jensen C-V8 | |||
| Aufbau | Interceptor Mk.1 1966–1969 |
Interceptor Mk.2 1969–1971 |
Interceptor Mk.3 1971–1976 |
SP 1971–1972 |
| Saloon | 1024 | 1128 | 3701 | 232 |
| Convertible | – | – | 509 | – |
| Coupé | – | – | 46 | – |
Interceptor IV
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jensen Parts and Service, ein Nachfolger von Jensen Motors, produzierte von 1984 bis 1993 eine zweistellige Zahl weiterer Interceptor-Fahrzeuge, die als Interceptor Mark IV bezeichnet wurden und von einem 5,9 Liter großen Chrysler-Achtzylinder angetrieben wurden.
Interceptor S/R
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]2007 stellte der Kleinserienhersteller V Eight Ltd in Zusammenarbeit mit dem auf Jensen spezialisierten Restaurierungsbetrieb Cropredy Bridge Garage eine überarbeitete Version des Interceptors mit der Modellbezeichnung Interceptor S vor. Die Fahrzeuge wurden auf Basis originaler Karosserien mit modernen Fertigungsverfahren unter Verwendung neuer Bauteile neu aufgebaut. Außer einem modernen V8-Motor mit 305 kW von General Motors wurden andere Bremsen, 17-Zoll-Räder sowie ein modifiziertes Fahrwerk mit einzeln aufgehängten Hinterrädern verwendet, um Fahrleistungen und Fahrverhalten zu verbessern. Bis auf eine geänderte Frontschürze entsprach das Design weitgehend den originalen Fahrzeugen.[24]
Ein von V Eight Ltd angekündigtes neues Fahrzeug mit der Modellbezeichnung Interceptor SX wurde nie fertiggestellt, das Unternehmen meldete Insolvenz an. Die im Jahr 2010 gegründete Firma Jensen International Automotive übernahm die Rechte am Interceptor S. An dem Unternehmen ist Sir Charles Dunstone beteiligt.[25] Seitdem wird das Fahrzeug mit weiteren Änderungen als Interceptor R angeboten.[26]
Die heutige Marktlage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jensen Interceptor sind gesuchte Klassiker. Doch obwohl die Fahrzeuge zu ihrer Zeit ein ähnliches Ansehen genossen wie die Modelle von Aston Martin und teilweise deutlich teurer waren, sind sie als Oldtimer bei Weitem nicht so gefragt, was sich auch in den Preisen ausdrückt. Für einen Jensen Interceptor Mk. 3 in mangelfreiem Zustand wurde 2010 ein Preis von etwa 25.500 Euro veranschlagt; ein Aston Martin V8 in gleichem Zustand ist auf dem Gebrauchtwagenmarkt mehr als doppelt so teuer. Ein Interceptor Convertible ist deutlich teurer als die geschlossene Version, aber auch er bleibt weit hinter den Preisen für einen Aston Martin V8 Volante zurück.[27] Der Grund für die Preisdifferenz zwischen Jensen und Aston Martin wird in der Literatur zumeist in der Verwendung eines weniger prestigeträchtigen amerikanischen Motors gesehen.[28]
Medien
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Film Fast & Furious 6 aus dem Jahre 2013 fährt Dominic Torettos Freundin Letty Ortiz einen mattgrauen Jensen Interceptor. In dem Film Russisches Roulette, einer britisch-kanadischen Produktion (1975), fährt George Segal einen Jensen Interceptor Saloon. In den ersten beiden Staffeln der BBC-Produktion von Inspector Lynley fährt die Titelfigur einen blauen Interceptor Mk. 3. In der letzten Folge der dritten Staffel der BBC-Produktion Luther fährt Ruth Wilson einen Interceptor. Auch im Tatort: Die Liebe, ein seltsames Spiel fährt der Hauptverdächtige, Architekt Thomas Jacobi, einen Jensen Interceptor.
Bilder
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jensen Interceptor III Convertible (1974)
- Jensen Interceptor II (1970)
- Das Armaturenbrett des Interceptor III bis 1974
- Das edlere Armaturenbrett der späten Fahrzeuge
- Der 7,2 Liter Chrysler-Motor der Serie III (1974)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dean Bachelor, Chris Poole, Graham Robson: Das große Buch der Sportwagen. Müller, Erlangen 1990 (keine ISBN)
- Kevin Brazendale: Enzyklopädie Automobil von Alfa Romeo bis Zagato. Augsburg (Weltbild Verlag) 2000, ISBN 3-8289-5384-0.
- Kevin Brazendale: The Encyclopedia of classic cars. Advanced Marketing Services, London 1999, ISBN 1-57145-182-X (englisch).
- Martin Buckley, Chris Rees: Cars. An Encyclopedia Of The World’s Most Fabulous Automobiles, Hermes House, London 2002, ISBN 978-0-681-78322-5
- Dieter Günther: Vertane Chance? Die Jensen-Modelle 541, C-V8 und Interceptor, in: Oldtimer Markt Sonderheft 14 (Luxus, Leistung und vier Sitze. Gran Tourismo: Die großen Reisecoupés), 1994, S. 80 ff.
- David Lillywhite, Halwart Schrader: Klassische Automobile. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 3-613-02552-3.
- N.N.: Jensen Interceptor. Modellgeschichte in: Classic Cars Spezial: Englische Oldtimer. Heft Juni/Juli/August 1994, S. 66 ff.
- Frank Oleski, Hartmut Lehbrink: Seriensportwagen. Könemann, Köln 1993, ISBN 3-89508-000-4.
- John Tipler: Jensen Interceptor. The Complete Story. Crowood Press Ltd., Ramsbury 2004. ISBN 978-1-86126-711-5
- Car Story: Jensen Interceptor. In: British Classic Cars, Heft 3/1010 (April und Mai 2010), S. 34 ff.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 N.N.: Jensen Interceptor. Modellgeschichte in: Classic Cars Spezial: Englische Oldtimer. Heft Juni/Juli/August 1994, S. 68.
- ↑ Der Aston Martin DB6 und seine direkten Vorgänger hatten Aufbauten, die von der Mailänder Carrozzeria Touring gestaltet worden waren.
- ↑ Dieter Günther: Vertane Chance? Die Jensen-Modelle 541, C-V8 und Interceptor, in: Oldtimer Markt Sonderheft 14 (Luxus, Leistung und vier Sitze. Gran Tourismo: Die großen Reisecoupés), 1994, S. 83.
- 1 2 N.N.: Jensen Interceptor. Modellgeschichte in: Classic Cars Spezial: Englische Oldtimer. Heft Juni/Juli/August 1994, S. 69.
- ↑ John Tipler: Jensen Interceptor. The Complete Story. Crowood Press Ltd., Ramsbury 2004. ISBN 978-1-86126-711-5, S. 36 und 42.
- ↑ British Car Classic Cars 3/2010, S. 38.
- 1 2 Frank Oleski, Hartmut Lehbrink: Seriensportwagen. Könemann, Köln 1993, ISBN 3-89508-000-4. S. 310.
- ↑ Roger Gloor, C. L. Wagner: Monteverdi. Werdegang einer Schweizer Automarke, Eigenverlag Monteverdi Automobile, keine ISBN, S. 174.
- ↑ Eine Kernbelegschaft Tourings firmierte ab 1967 unter dem Namen Carrozzeria Marazzi.
- ↑ Beschreibung von Chryslers B- und RB-Motoren auf der Internetseite www.allpar.com (abgerufen am 15. Mai 2015).
- ↑ N.N.: Jensen Interceptors Introduction. Autocar vom 14. Oktober 1966.
- ↑ Richard Calver, Jensen History
- ↑ Das letzte serienmäßig lieferbare Cabriolet war die offene Version des Cadillac Eldorado; seine Produktion lief im Sommer 1976 aus.
- 1 2 3 John Tipler: Jensen Interceptor. The Complete Story. Crowood Press Ltd., Ramsbury 2004. ISBN 978-1-86126-711-5, S. 111.
- ↑ John Tipler: Jensen Interceptor. The Complete Story. Crowood Press Ltd., Ramsbury 2004. ISBN 978-1-86126-711-5, S. 114.
- ↑ N.N.: Jensen Interceptor III Convertible. Autocar Road Test vom 26. Oktober 1974.
- ↑ Richard Calver: A History of Jensen: All the Models, Melbourne 2007, S. 356, ISBN 978-0-9751291-1-1
- ↑ private Website zum Jensen Interceptor, richardcalver.com, abgerufen am 25. November 2013
- ↑ Zum Ganzen vgl. Tipler: Jensen Interceptor, S. 116 ff.
- 1 2 N.N.: Jensen SP Road Test. Motor, Heft vom 18. März 1972.
- ↑ Justin Haler: The Jensen SP – a true Grand Touring car. Vorstellung in: Competition Car, Heft April 1973.
- ↑ John Tipler: Jensen Interceptor. The Complete Story. Crowood Press Ltd., Ramsbury 2004. ISBN 978-1-86126-711-5, S. 110.
- ↑ Calver, Richard: Jensen History, Stand: 2014, http://richardcalver.com/ (abgerufen am 28. Mai 2015)
- ↑ The Jensen Interceptor S. 20. Dezember 2007, archiviert vom am 31. Mai 2015; abgerufen am 20. März 2024 (englisch).
- ↑ Jensen International Automotive: About us. Archiviert vom am 31. Mai 2015; abgerufen am 20. März 2024 (englisch).
- ↑ Ulrich Feld: Jensen Interceptor: Goldfischglas oder rasendes Gewächshaus? 26. Oktober 2012, abgerufen am 30. Mai 2015.
- ↑ Daten nach Zink: Oldtimer Katalog Nr. 19 (2010), S. 38 (Aston Martin) und 167 (Jensen).
- ↑ British Car Classic Cars 3/2010, S. 39. Dort heißt es: „Mit einem Wort: Hybrid“.







