Jean-Antoine Houdon


Jean-Antoine Houdon (* 20. März 1741 in Versailles; † 15. Juli 1828 in Paris) war ein französischer Bildhauer der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.[1][2] Sein facettenreiches Werk widmet sich sowohl religiösen als auch mythologischen Themen. Neue Maßstäbe setzte er im Fach des plastischen Porträts.
Vielfach replizierte Büsten prominenter Persönlichkeiten in Frankreich, Deutschland, Russland und den Vereinigten Staaten machten ihn einem breiten Publikum bekannt. In ihren individualistischen Physiognomien spiegelt sich der umfassende gesellschaftliche Wandel, der die Jahre der Aufklärung kennzeichnet. Jean-Antoine Houdon prägte die Gesichter einer neuen bürgerlichen Öffentlichkeit.[3]
Entsprechend internationaler Auftraggeber-Kreise sind Werke des Künstlers in vielen Sammlungen und an öffentlichen Plätzen in Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika zu sehen. Eine konzentrierte Präsentation, insbesondere der Frühwerke, zeigt das Herzogliche Museum Gotha.
Jean-Antoine Houdon war Mitglied im Bund der Freimaurer und Mitglied der sogenannten Philosophenloge Neuf Sœurs in Paris.
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jugend in Versailles und Paris
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jean-Antoine Houdon wuchs im Umfeld des französischen Hofes auf. Sein Vater, ein kleinerer Bediensteter, pflegte die Königlichen Gebäude und Gärten in Versailles.[4] Das änderte sich, als die Familie 1742 nach Paris zog. Houdons Vater übernahm die Stelle eines Concierge an der École royale des élèves protégés. In diesem Milieu wurden die Bahnen für die Karriere seines Sohnes gelegt:
Akademische Ausbildung in Paris und Rom: 1756–1768
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Erfolgreich bewarb sich Jean-Antoine Houdon mit 15 Jahren für eine Bildhauerlehre an der École de l`Acadèmie royale, einer der Akademie angegliederten Kunstschule. Bereits 1756 mit einer Silbermedaille ausgezeichnet, nahm ihn René-Michel Slodtz zwei Jahre später in seine Klasse auf. Zu den prägendsten Lehrern des talentierten Lehrlings zählten auch Jean-Baptiste Pigalle und Jean-Baptiste Lemoyne.
1761 gewann Jean-Antoine Houdon den ersten Preis für Skulptur. An diesen war ein dreijähriges Stipendium für den Besuch der École royale des élèves protégés geknüpft, der Arbeitgeberin seines Vaters. Mit ihm qualifizierten sich auch Pierre Julien, Martin-Claude Monot und Louis-Simon Boizot. Weiterhin unter den Besten, erhielt er 1764 das Brevet für einen dreijährigen Aufenthalt an der Académie de France à Rome. Hier bot sich die Möglichkeit, nicht nur die Antike zu studieren, sondern auch anatomische Studien zu betreiben.
Mit einem Bildhauerdiplom kehrte Jean-Antoine Houdon Ende des Jahres 1768 nach Paris zurück und wurde am 23. August 1769 als Agréé der Akademie de France bestätigt.
Erster Auftritt im Pariser Salon du Louvre 1769
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wenige Tage später waren einige seiner in Rom entstandenen Werke im Salon du Louvre zu sehen, darunter die Statuette eines Luperkalien-Priesters, die Statuen eines Johannes des Täufers und eines Heiligen Brunos. Besonderes Aufsehen erregte seine lebensgroße Anatomiestudie (Ecorché), für die er Chirurgen konsultiert hatte. Sie diente ihm zur Vorbereitung einer Statue des Johannes. Im Salon von 1771 präsentierte Houdon neben einer Büste Diderots den Gipsentwurf eines schlummernden Morpheus, dessen verkleinerte Marmorausführung 1777 als Aufnahmestück von der Akademie angenommen wurde.
Schlüsseljahre in Gotha 1771–1773: Der Traum von einer Bildhauerakademie
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Eine entscheidende Rolle für den weiteren Lebensweg sollte Friedrich Melchior Grimm spielen. Der Paris-Korrespondent und Herausgeber der exklusiven Correspondance littéraire, philosophique et critique war eine wichtige Vermittlerfigur zwischen dem aufblühenden intellektuellen Kulturzentrum Paris und verschiedenen deutschen Höfen, die die Ideale der Aufklärung teilten.
Auf Grimms Empfehlung hatte sich der junge Ernst II. (Sachsen-Gotha-Altenburg) 1768 auf Kavalierstour nach Paris begeben. Dort war er mit Denis Diderot und möglicherweise auch dem Bildhauer Jean-Antoine Houdon in Kontakt gekommen, der soeben aus Rom zurückgekehrt war.
1771 betraute Ernst II. diesen vielversprechenden ehemaligen Romresidenten mit einem Projekt, das ihm ein ernsteres Anliegen war. Seiner verstorbenen Mutter, der Voltaire-Freundin Luise Dorothea, sollte in der Gothaer Margarethenkirche ein Grabmal errichtet werden. Auf Kosten des Direktors der Batiments du Roi bereiste Houdon infolgedessen zwei Mal die thüringische Residenz.[5] Zwischen Künstler und Herzog entfaltete sich ein lebenslanges Freundschaftsverhältnis.
Ein erster Gotha-Aufenthalt des Bildhauers ist vom 12. Oktober bis zum 20. Dezember 1771 belegt. In seinem Gepäck führte er ein Terracotta-Modell für das geplante Grabmal mit.[6] Vor Ort traf er auf den ehemaligen Porzellanmaler Friedrich Wilhelm Eugen Doell, der ihm zur Seite stehen und später sein Lehrling in Paris werden sollte.
Jean-Antoine Houdons Aufenthalt verlängerte sich über das vorgesehene Maß hinaus. Zu sehr war er damit beschäftigt, verschiedene Mitglieder der herzoglichen Familie zu porträtieren, und auch befreundete Vertreter anderer deutscher Höfe warteten ihm auf.[7]
Zurück in Paris, sandte Jean-Antoine Houdon 1772 drei Kisten mit 16 Gipswerken in die thüringische Residenzstadt, darunter den soeben im Salon von 1771 präsentierten Morpheus.[6] Seine ungeschönten, zerlegten Gips-Modelle, so der Bildhauer in einer vorausgesandten Erklärung vom 20. Juli 1772, vermittelten auf authentische Weise seinen künstlerische Arbeitsstil. Über die Gipswerke hinaus enthielt die Lieferung auch Abgüsse nach der Antike, Drucke, Zeichnungen sowie Medaillen. Anhand des Schreibens identifizierte Anne L. Poulet den Inhalt der Sendung als Grundstock einer akademischen Lehr- und Vorbildersammlung.[6] Mit der Absicht, Künste und Handwerk am Ort seiner Residenz zu fördern, lag Ernst II. ganz in der Zeit, die einer Welle von Kunstschulgründungen entgegensah:
So war wenige Jahre zuvor in Dresden 1764 eine Akademie der zeichnenden und bildenden Künste für Maler, Bildhauer, Kupferstecher und Architekten gegründet worden und in Leipzig hatte Adam Friedrich Oeser soeben die Leitung einer Zeichenakademie übernommen.
Heute sind die überstellten Exponate im Herzoglichen Museum in Gotha zu sehen. Sie bieten nicht nur den vollständigsten Überblick über sein Frühwerk, sondern liefern der Forschung auch wichtige Anhaltspunkte, um die häufig und in unterschiedlichen Materialien und Größenverhältnissen wiederholten Werke Houdons zu datieren, zuzuschreiben und in ihrer Machart zu analysieren.
Ein zweites Mal kehrte Jean-Antoine Houdon vom 24. April 1773 bis zum 1. Juli 1773 nach Gotha zurück. Da auch der Herzogsvater, Friedrich III., unterdessen verstorben war, bedurfte das projektierte Grabmal weiterer Anpassungen. Beide Eltern sollten berücksichtigt werden. Letztendlich gelangte es nicht zur Ausführung, sondern mündete vielmehr einige Jahre später in den Auftrag für die Skulptur einer Diana (1776). Die griechische Göttin hätte in dem englischen Garten der Residenz Gotha Aufstellung finden sollen.[8]
Umzug in die Bibliothèque du Roi (1775): Das Pariser Houdon-Atelier wird zum Treffpunkt internationaler Eliten
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1775 bezog Jean-Antoine Houdon ein repräsentatives Atelier im Gebäude der Bibliothèque du Roi in der Rue Richelieu. Das Etablissement, das bald auch Funktionen eines Schauraumes erfüllte, wurde Treffpunkt politischer, künstlerischer und intellektueller Eliten aus aller Welt. Viele von ihnen bestellten Bildnis-Büsten, die der Bildhauer in unterschiedlichen Materialien (Gips, Terracotta, Bronze, Pappmaché) und Preislagen herzustellen und auch zu replizieren wusste. So etwa ließ die renommierte Opernsängerin Sophie Arnould, ihr Porträt in Marmor ausführen und wies das Atelier an, weitere 30 Kopien in Gips und Ton zu liefern. Auch von dem Komponisten Willibald Gluck, der der Sängerin mit der Rolle der Iphigénie zu ihrem sensationellen Erfolg verholfen hatte, fertigte der Bildhauer Büsten, die in dem Verismus seines pockennarbigen Antlitzes alle bisherigen Darstellungskonventionen sprengte. Wie Houdon die wirtschaftlichen, finanziellen und unternehmerischen Herausforderungen solcher Großbestellungen meisterte, ist bisher nicht bekannt.[9]
„Hier begegnen wir einer neuen Variante des Verhältnisses zwischen einem berühmten Gesicht [Sophie Arnould] und der hauptstädtischen Öffentlichkeit. Die Primadonna streut nach ihrem größten Bühnenerfolg ihr Bildnis unter Liebhaber und Verehrer aus. Tatsächlich entstanden Houdons aufregendste Büsten immer in der Aktualität der nach Ereignissen und Novitäten fiebernden Kapitale [Paris]“
Mit seinen plastischen Porträts kam Jean-Antoine Houdon einem Bedürfnis seiner Zeit zu neuen Formen der Öffentlichkeit entgegen, das sich besonders auf die Verbreitung von Gesichtern konzentrierte und dem modernen Starkult den Weg bereitete: Im Kern des Interesses standen nicht mehr die Repräsentation von Stand und Funktion einer Person, sondern die individuelle Physiognomie des freien, ungeschönten Menschen und eine situativ zu lesende Psychologie.
Aus Houdons Werk spricht, so der Kunsthistoriker Willibald Sauerländer, eine neue physiognomische Neugier, die nach dem Gesicht als dem Spiegel einer modernen beweglichen Intellektualität und der Sentimentalität des Genies fragt.[9]
Mit der dargestellten Prominenz wuchs auch jene des Bildhauers. Die Intellektuellen-Galerie in Gotha fand breite Resonanz in umliegenden deutschen Fürstenhöfen, die sich ebenfalls nach Paris orientierten und damit Gesinnungsloyalität zeigten. In der Stadt an der Seine war Houdon im Salon von 1775 mit 25 Exponaten stark vertreten.[10]
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Jean-Antoine Houdon, Porträtbüste Denis Diderot, Gips-Replik des im Salon 1771 präsentierten Terracotta-Modells, bestellt von Diderot-Freund, Herzog Ernst II.; Herzogliches Museum Gotha
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Jean-Antoine Houdon, Porträtbüste François-Marie Arouet, gen. Voltaire, Gips, gefasst, 1778; Herzogliches Museum Gotha
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Jean-Antoine Houdon, Sitzstatue François-Marie Arouet, gen. Voltaire, Terracotta, gefasst, 1780/90, Musée Fabre, Montpellier
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von Houdon abgenommene Totenmaske Jean-Jacques Rousseau, Bibliothéque publique et universitaire, Geneva. Der Philosoph hatte sich hatte sich zeit seines Lebens gewehrt, in Büstenform porträtiert zu werden.
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Jean-Antoine Houdon, Porträtbüste Jean-Jacques Rousseau, Gips, signiert: houdon f 1778, Herzogliches Museum Gotha
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Jean-Antoine Houdon, Büste Jean-Jacques Rousseau, gefasster Gips, Metropolitan Museum, New York
In die Weimarer Klassik ging Houdon insofern ein, als Carl August oder auch Anna Amalia von Sachsen-Weimar-Eisenach ihre Sammlungen mit seinen Werken vervollständigten. So schaffte u. a. Carl August eines jener Porträts des Komponisten Christoph Willibald Gluck an. 1775 hatte er ihn selbst kennengelernt. Houdons Porträtbüsten von Diderot, Voltaire und Rousseau zierten auch das Wittumspalais Anna Amalias.
Sinnlichkeit als Strategie – Appelle an das Einfühlungsvermögen
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Schon in der Entwurfsphase für die Skulptur einer Diana, mit der Houdon von Ernst II. 1775 beauftragt wurde, deutet sich eine entscheidende Entwicklung an. Das 1776 entstandene Gipsmodell zeigt eine jugendliche nackte Frauengestalt. Sie scheint herabzuschweben und hat kaum den linken Fuß auf die Erde gesetzt. Erkundend blickt sie in den Raum, Pfeil und Bogen in den Händen. Eine kleine Mondsichel schmückt ihr Haar und verrät ihre göttliches Herkommen.
Houdon löst sich von Überlieferungen, verschmilzt die nackte Diana im Bad mit der Jägerin, reduziert die Attribute und lässt vor allem den Körper in seiner Bewegung und Oberfläche sprechen. Schnell erreichten ihn weitere Nachfragen. Er reagierte mit Fassungen in Bronze und in Marmor. Zu den Interessenten zählte auch Katharina II. Kaiserin von Russland.[8]
1781 trat Anne-Charles Modenx de Saint-Wast in anderer Sache an Jean-Antoine Houdon heran. Der Ratssekretär des französischen Königs war vermögend und kunstsinnig. In der Rue Saint-Honoré, eine der ersten Adressen in Paris, besaß er ein elegantes Palais. Für seine Bibliothek wünschte er sich zwei Skulpturen.[11][12]
Schon bald entstanden erste Terracotta-Skizzen zu den Jahreszeiten-Allegorien Winter und Sommer in Gestalt zweier junger Mädchen, die Houdon in vielen Varianten und unterschiedlichen Materialien (Terracotta, Gips, Pappmaché, Marmor, Bronze) noch des Öfteren für weitere Interessenten wiederholen sollte. Die bekanntesten Ausführungen befinden sich in Musée Fabre, Montpellier (Terracotta und Marmor)[13] und im Museum of Modern Art, New York (Bronze)[14]. In Hinsicht auf Materialien zeigte sich das 18. Jahrhundert besonders experimentierfreudig und so hat sich im Herzoglichen Museum Gotha auch eine Fassung des Winters aus Bronze imitierendem Pappmaché (Ludwigsluster Carton) erhalten.[15]
In der Konzeption beider Figuren setzt sich Houdon auf innovative Weise von gängigen Darstellungstraditionen ab, wie sie beispielsweise in dem weit verbreiteten ikonographischen Nachschlagewerk der Iconologie des Cesare Ripa[16] kodifiziert worden war.[17][18] So erscheint bereits die Wahl junger Mädchen als Verkörperung jahreszeitlicher Stimmungen ungewöhnlich. Caesare Ripa etwa verglich den Winter mit einer alten Frau in wärmenden Pelzmantel. Houdon setzt dagegen sein junges Winter-Mädchen verletzlicher Nacktheit aus und verzichtet fast gänzlich oder wählt im Falle des Sommers ambivalente Attribute, die keine eindeutigen Zuweisungen zulassen. War dem Winter in der Marmorfassung in Montpellier (1783) noch ein durch gefrorenes Wasser zerborstenes Gefäß zugeordnet, so fehlt auch dieses in der New Yorker Bronzefassung (1787).
Maraike Bückling sieht Ideale des mit Houdon befreundeten Kunsttheoretikers Diderot verwirklicht: ohne literarisches Hintergrund-Wissen abzufragen, solle sich der Gehalt eines Kunstwerkes vermitteln. Über die Ausstrahlung von Empfindungen, die an das Einfühlungsvermögen appellieren, zielten die Houdonschen Jahreszeiten-Allegorien auf emotionale Assoziationen, die allerdings milieuabhängig und kulturell geformt sind. Im Falle der Frileuse rangieren sie zwischen Kälte, Scham, Naivität, Eros und Tod. Kunstkenner mochten sich darüber hinaus an ironischen Referenzen auf antike Vorbilder, wie die Aphrodite von Knidos oder die Aphrodite Kallipygos erheitern.[19]
Die Jahreszeiten-Pendants fielen durch die Vorjury des Salons 1785, erfreuten sich jedoch später zunehmender Beliebtheit.
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Jean-Antoine Houdon, Der Winter (die Fröstelnde), Marmor, 1783, Musée Fabre, Montpellier
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Jean-Antoine Houdon, Der Sommer, Marmor, 1783, Musée Fabre, Montpellier
Der „beste“ Bildhauer der Welt: Aufträge im Namen George Washingtons (1784)
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„I find that a Monsieur Houdon of this place [Paris], possesses the reputation of being the first statuary in the world“
Ein Jahr nach Befriedung des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges in Paris erhielt Jean-Antoine Houdon 1784 einen Auftrag, den er selbst als seinen wichtigsten betrachtete: Thomas Jefferson, damals Botschafter in Paris, empfahl Georg Washington, sich von Jean-Antoine Houdon porträtieren zu lassen.[20]
Von dem ursprünglichen, im Kongress verabschiedeten Plan einer bronzenen Reiterstatue wurde aufgrund der Kriegsverschuldung Abstand genommen. Der amerikanische Künstler Charles Willson Peale sandte 1785 ein Ganzkörper-Porträt Washingtons nach Paris: Jean-Antoine Houdon bevorzugte es jedoch, den Gründungsvater der Vereinigten Staaten selbst aufzusuchen.
Gemeinsam mit Benjamin Franklin segelte er im Juli 1785 nach Philadelphia, zog weiter nach Mount Vernon und nahm am Weihnachtstag 1785 eine Lebendmaske Washingtons ab, um eine Gipsbüste anzufertigen. Auch vermass er seinen Auftraggeber von Kopf bis Fuß.
Die angefertigten Modelle und notierten Abmessungen dienten für verschiedene Ausführungen von Büsten und Statuen, an denen er noch über Jahre nach seiner baldigen Rückkehr nach Paris (1786) arbeitete.
Eine zentrale Debatte drehte sich um die passende Einkleidung. Während die meisten Büsten den prominenten Politiker und militärischen Helden in antikisch anmutender Toga zeigten, lehnte George Washington antike Gewandung für sein Standbild ab und wünschte ein zeitgemäßes Erscheinungsbild in Uniform als Kommandeur der Revolutionsgarden. Erst 1796 kam es schließlich zur Aufstellung des Marmorwerkes im Kapitol von Richmond.
Houdons Washington-Porträts prägten das offizielle Bild des Amerikaners und wurden im 19. Jahrhundert vielfach weiter reproduziert. Noch 1804 trat der Schweizer Bankier Rudolphe-Ferdinand Grand mit einem Vertrag an den französischen Bildhauer heran, der ihn zur Lieferung von mindestens 100 Gipsbüsten verpflichten sollte, doch wurde dieses Unternehmen nie verwirklicht.[20]
Bilder privaten Familienglücks: die Büsten der Mme Houdon und ihrer Kinder
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Höchster Anerkennung bewusst, nahm Jean-Antoine Houdon 1784 eine Aufstellung über sein bisher entstandenes Werk vor.[21][22] Auch bewogen ihn die gesicherten existenziellen Verhältnisse dazu, nach seiner Rückkehr aus Amerika, im Juni 1786 eine Familie zu gründen.
45-jährig ging er eine Ehe mit der jungen, erst 21-jährigen Marie-Ange-Cécile Langlois ein. Standesgemäß ebenbürtig, war sie Tochter eines Bediensteten des Königs. Über ihre Stiefmutter ergaben sich entfernte Beziehungen zu Horace Walpole. Anglophoner Umgang prädestinierten die junge Frau, ihrem Partner als Übersetzerin zur Seite zu stehen. Darüber hinaus kümmerte sie sich um dessen Korrespondenz, führte seine Geschäftsbücher und forderte Zahlungen säumiger Kunden ein. Gemeinsam hatte das Paar drei Töchter: Sabine Marguerite Joseph (1787), Anne-Ange (1788) und Antoine Claude, auch Claudine genannt (1790).[23]
Mit Büsten, für die ihm seine Frau, wie seine Töchter Modell standen, schenkt Houdon unmittelbare Einblicke in sein bürgerliches Privatleben. Die Porträts zählen zu seinen lebensvollsten und intimsten Werken überhaupt. In der Position eines arrivierten Künstlers konnte er sie in der Öffentlichkeit des Salon zeigen. Die beliebte Familie Houdon wurde zum Gespräch der Stadt. Ihr widmete Louis-Léopold Boilly eines seiner um 1803 entstandenen Genrebilder. Es zeigt Madame Houdon und ihre Töchtern im Atelier des Familienvaters. Aufmerksam beobachten sie, wie er die Büste von Pierre Simon Marquis de Laplace modelliert.
Mit der für seine Zeit ungewöhnlichen Darstellung unverfälschten Menschseins, teils auch von sehr kleinen Kindern, knüpfte er an ein Interesse an, das ihn bereits während seiner Studienjahre in Rom faszinierte: Damals (1768) hatte er an der Büste des sogenannten Bauernmädchen von Frascati gearbeitet, ein Studien-Kopf, mit dem er das Ideal eines jugendlichen, unverbildeten Mädchen-Antlitzes zu formen versuchte und zugleich auch antike Vorbilder anklingen ließ.[24] Sein Bemühen zielte auf die Vergegenwärtigung antiker Ideale im augenblicklich Erlebten. Oftmals hat er das heute im Herzoglichen Museum Gotha bewahrte Gips-Modell von 1768 in Marmor und Bronze wiederholt.[25]
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Jean-Antoine Houdon, Büste eines Bauernmädchen aus Frascati, Gips, um 1768, Gotha, Herzogliches Museum
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Jean-Antoine Houdon, Büste seiner Tochter Sabine Houdon, weißer Marmor auf grauem Marmorsockel, 1788, Metropolitan Museum of Art
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Jean-Antoine Houdon, Büste seiner Tochter Claudine Houdon, Gips, farbig gefasst, um 1790, Paris, Musée de la Vie romantique
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Louis-Léopold Boilly: Im Beisein seiner Familie arbeitet Houdon an der Büste Laplace´s, Öl auf Leinwand, um 1803, Paris, Musée des Arts décoratifs
Wechselvolle Revolutionsjahre
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Trotz prekärer Situationen konnte sich die Familie Houdon gut über die Revolutionswirren retten:
Noch 1790 war Jean-Antoine Houdon zum Commissaire académicien ernannt worden. Aus demselben Jahr stammt auch eine Marmorbüste Ludwig XVI, heute im Musée national des châteux de Versailles. 1792 erfolgte die Beförderung zum Korrektor der Académie Royale. 1793, im Jahr der Hinrichtungen des französischen Königspaares, legte Houdon sein Amt als Akademiemitglied nieder. Atelier und Wohnung im Louvre wurden ihm entzogen, doch gelang es ihm, unter Napoleon wieder an seine alten Erfolge anzuknüpfen. So wurde er 1795 zum Mitglied des Institut de France ernannt. Mit Eifer und Leidenschaft stürzte er sich auf den Unterricht und übergab am 22. Februar 1796 der Klasse für Bildhauerei zu Studienzwecken mehrere Gipsabgüsse antiker Torsi und Körperfragmente. 1801 zog er schließlich in das Collège des Quatre-Nations ein.
Am 17. Dezember 1804 wurde er zum Ritter der Ehrenlegion (Chevalier de la Légion d´honneur) erhoben, ein Titel, der 1816 sogar erblich gemacht wurde. 1805 erhielt er eine Professor für Bildhauerei an der École spéciale de peinture, de sculpture et d’architecture.
Prominente Aufträge folgten, etwa für eine kolossale Bronzestatue Napoleons. Sie sollte die Spitze einer Säule in Boulogne-sur-Mer krönen. Doch obwohl Houdon das gigantische Werk von 5 Metern Höhe 1813 vollenden konnte, wurde die Statue niemals auf die Säule gesetzt. Denn deren Fertigstellung gelang erst 1821, im Jahr als Napoleon im Exil verschied. So entschloss man sich, das Material einzuschmelzen und für eine Reiterstatue Heinrich IV. zu verwenden.[26][27]
Aus diesem Zusammenhang hat sich eine Hermenbüste aus Terracotta in Dijon erhalten. Ihre Inschrift verweist darauf, dass Houdon im August 1806 Napoleon persönlich in St. Cloud begegnete und ihn, wie vermutlich auch die Kaiserin nach dem Leben zeichnen konnte. Denn zusammen mit der Porträtbüste der Kaiserin war die Büste des Kaisers im Salon 1806 zu sehen.
Houdon wählte eine nahezu starre Frontalität und vereinfacht die Gesichtszüge zu einem idealtypischen Antlitz. Ein Haar-Band, dessen Enden pointiert zu beiden Seiten auf die Schultern fallen, verleiht der Porträt Büste antikischen Anschein, aber auch Lebendigkeit.
Noch 1814 erhielt Houdon Besuch vom russischen Kaiser, an den sich ein Auftrag für ein Porträt anschloss. 1815 besuchte ihn der König von Preußen in Begleitung Wilhelm von Humboldts. Allmählich versagten ihm jedoch die Kräfte und es fiel ihm schwer, Aufträge auszuführen. Die Ernennung zum Rektor der Ecole spéciale de peinture, de sculpture et d´architecture (1816) nahm er jedoch gerne an und wirkte noch bis zu seiner Emeritierung als Professor (1823).
Houdon starb 1828 und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Cimetière du Montparnasse. Sein Besitz wurde im Auftrag der drei Töchter veräußert.
1829 gab die Académie Royale des Beaux Arts einen Nachruf heraus.[28]
Sammlungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bode-Museum in Berlin
- Liebieghaus in Frankfurt am Main
- Herzogliches Museum Gotha in Gotha
- Staatliches Museum Schwerin
- Musée Fabre in Montpellier
- Louvre in Paris
Werke (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1765 Comte de la Tour d’Auvergne
- 1767 Muskelmann
- 1768 Mme Adélaïde
- 1771 Morpheus
- 1771 Denis Diderot
- 1771 Porträtbüste Isabelle de Charrière
- 1771–1773 Aufträge am Gothaer Hof (Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg)
- 1773 Büste Katharina II. von Russland
- 1776 Marmorbüste Christoph Willibald Gluck
- 1776 Statue Diana, im Herzoglichen Museum Gotha
- 1778 Statue Voltaire, Marmor, 63 cm
- 1778 Benjamin Franklin
- 1778 Porträtbüste Jean-Jacques Rousseau
- 1778 Porträtbüste Molière
- 1783 La Frileuse (Die Frierende), im Musée Fabre; kleinere Version von 1793 im Louvre.
- 1785 Büste Comtesse de Sabran
- 1784–1790 Büsten und Statue George Washington
- 1789 Prinz Heinrich von Preussen, im Park von Tamsel (poln. Dąbroszyn), heute verloren.
- 1789 Thomas Jefferson
- 1790 Bronzestatue Diana, im Musée du Louvre
- 1791 Porträtbüste Baron Otto Hermann von Vietinghoff
- 1791 Porträtbüste Anne-Ange Houdon im Alter von 15 Monaten.
- 1801 Porträtbüste Dorothea von Schlözer, ausgestellt im Pariser Salon, heute Universitätsbibliothek Göttingen
- 1803/1804 Porträtbüste Robert Fulton.
- 1806 Porträtbüste Napoléon Bonaparte
Ausstellung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2009/2010: Jean-Antoine Houdon. Die Sinnliche Skulptur, Liebieghaus, Frankfurt am Main[29]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Louis Réau: Houdon : sa vie et son œuvre ; ouvrage posthume suivi d'un catalogue systématique, publié avec le concours du Centre National de la Recherche Scientifique. 1/2, Sources; Biographie et étude de l'œuvre; 3/4, Catalogue de l'œuvre; Reproductions. F. de Nobele, Paris 1964.
- Thomas von Bogyay: Studien zu Jean-Antoine Houdons Werk in Deutschland. In: Zeitschrift für Kunstgeschichte. Band 27, 1964, S. 105–132.
- H.H. Arnason, The sculptures of Houdon. London, Phaidon, 1975. X, 294 p. ISBN 978-0-7148-1635-7
- Allmuth Schuttwolf: Sammlung der Plastik Schlossmuseum Gotha : [1150 - 1850]. Gothaer Kultur- und Fremdenverkehrsbetrieb, Gotha 1995, ISBN 978-3-00-000505-3.
- Kamen Pawlow: Individualität und Realismus. Jean-Antoine Houdon im Thüringischen Gotha. In: Europäisches Kultur- und Informationszentrum in Thüringen (Hrsg.): VIA REGIA – Blätter für internationale kulturelle Kommunikation. Heft 36/37, 1996.
- Sauerländer, Willibald: Ein Versuch über die Gesichter Houdons. Deutscher Kunstverlag, Berlin 2002. ISBN 3-422-06372-2
- Allmuth Schuttwolf, Juliane Brandsch: Die Gothaer Residenz zur Zeit Herzog Ernsts II. von Sachsen-Gotha-Altenburg (1772 - 1804). Hrsg.: Stiftung Schloss Friedenstein Gotha. Gotha 2004, ISBN 3-00-013939-7.
- Anne L. Poulet mit Guilhem Scherf [et al.]: Jean-Antoine Houdon. Sculptor of the Enlightment. Catalog of an exhibition held at National Gallery of Art, Washington/ The J. Paul Getty Museum, Los Angeles/ Musée et domaine national du château de Versailles. University of Chicago Press, Chicago 2003, ISBN 0-226-67647-1.
- Jean-Antoine Houdon: Die sinnliche Skulptur, hrsg. von Maraike Bückling und Guilhem Scherf, Ausst.-Kat. Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main, 29. Oktober 2009 bis 28. Februar 2010, Hirmer Verlag, München 2009. ISBN 978-3-7774-2332-6
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von und über Jean-Antoine Houdon im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Johanna Hecht, “Jean Antoine Houdon (1741–1828)”, in: Timeline of Art History. New York: The Metropolitan Museum of Art, (October 2008)
- Ausstellung Jean-Antoine Houdon: Die sinnliche Skulptur von 29. Oktober 2009 bis 28. Februar 2010 in der Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main
- Erwähnung in Anna Amalia, Carl August und das Ereignis Weimar
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Anne L. Poulet, Guilhelm Scherf: Jean-Antoine Houdon: sculptor of the Enlightenment. Published by the National Gallery of Art in association with the University of Chicago Press, Washington (DC) 2003, ISBN 978-0-89468-301-5.
- ↑ Maraike Bückling, Guilhem Scherf: Jean-Antoine Houdon: die sinnliche Skulptur ; Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main, 29. Oktober 2009 bis 28. Februar 2010 ; Musee Fabre, Montpellier, 16. März bis 27. Juni 2010. Hirmer, München 2009, ISBN 978-3-7774-2332-6.
- ↑ Willibald Sauerländer: Ein Versuch über die Gesichter Houdons. Hrsg.: Thomas W. Gaehtgens (= Passerelles. Nr. 1). Deutscher Kunstverlag, München 2002, ISBN 978-3-422-06372-3.
- ↑ Heike Höcherl: Jean Antoine Houdon (1741–1828). In: Mareike Bückling, Guilhelm Scherf (Hrsg.): Jean-Antoine Houdon: Die sinnliche Skulptur. Hirmer Verlag GmbH, München 2009, ISBN 978-3-7774-2332-6, S. 279–282.
- ↑ Ulrike D. Mathies: Houdon And The German Courts: Serving The Francophile Princes. In: Anne L. Poulet, Guilhelm Scherf (Hrsg.): Jean-Antoine Houdon: sculptor of the Enlightenment. Published by the National Gallery of Art in association with the University of Chicago Press, Washington (D.C.) 2003, ISBN 0-226-67647-1, S. 41–49.
- ↑ a b c Anne L. Poulet mit Ulrike D. Mathies und Christoph Frank: Etat des Choses: a recently discovered document by Houdon. In: Anne L. Poulet, Guilhelm Scherf (Hrsg.): Jean-Antoine Houdon: sculptor of the Enlightenment. Published by the National Gallery of Art in association with the University of Chicago Press, Washington (D.C.) 2003, ISBN 0-226-67647-1, S. 29–39.
- ↑ Mathies 2003, S. 42
- ↑ a b Anne L. Poulet: Diane the Huntress. In: Anne L. Poulet, Guilhelm Scherf (Hrsg.): Jean-Antoine Houdon: sculptor of the Enlightenment. Published by the National Gallery of Art in association with the University of Chicago Press, Washington (D.C.) 2003, ISBN 0-226-67647-1, S. 211–215.
- ↑ a b Willibald Sauerländer: Ein Versuch über die Gesichter Houdons. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 2002, ISBN 3-422-06372-2, S. 6.
- ↑ Höcherl 2009, S. 279
- ↑ Guilhelm Scherf: Winter, also called La Frileuse / Summer. In: Anne L. Poulet, Guilhelm Scherf (Hrsg.): Jean-Antoine Houdon: sculptor of the Enlightenment. Published by the National Gallery of Art in association with the University of Chicago Press, Washington (D.C.) 2003, ISBN 0-226-67647-1, S. 225–235.
- ↑ Maraike Bückling: Der Winter, genannt Frileuse (1783)/ der Sommer (1785). In: Maraike Bückling, Guilhelm Scherf (Hrsg.): Jean-Antoine Houdon: die sinnliche Skulptur ; Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main, 29. Oktober 2009 bis 28. Februar 2010 ; Musee Fabre, Montpellier, 16. März bis 27. Juni 2010. Hirmer, München 2009, ISBN 978-3-7774-2332-6, S. 66–70.
- ↑ L’Hiver dit La Frileuse | Musée Fabre. Abgerufen am 6. März 2026.
- ↑ Jean Antoine Houdon - Winter - French, Paris - The Metropolitan Museum of Art. Abgerufen am 6. März 2026 (englisch).
- ↑ Renate Krüger: Die herzogliche Kartonfabrik zu Ludwigslust. In: Wissenschaftliche Zeitschrift der Universität Rostock. Band 16, 1967, S. 577–582.
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- ↑ Jean-Antoine Houdon. Abgerufen am 6. März 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Houdon, Jean-Antoine |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Bildhauer |
| GEBURTSDATUM | 25. März 1741 |
| GEBURTSORT | Versailles |
| STERBEDATUM | 15. Juli 1828 |
| STERBEORT | Paris |