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James Rolph

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James Rolph Jr.

James Rolph Jr. (* 23. August 1869 in San Francisco, Kalifornien; † 2. Juni 1934 in Santa Clara, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Politiker. Er amtierte als 27. Gouverneur von Kalifornien sowie als Bürgermeister von San Francisco.

Rolph Jr. wuchs in San Francisco auf und besuchte dort auch die Schule. Im Jahr 1900 war er zusammen mit einem Partner namens George Hind im Versandhandel tätig. Er schaffte einen schnellen gesellschaftlichen Aufstieg und wurde Präsident zweier Banken.[1] 1911 wurde er zum Bürgermeister von San Francisco gewählt, was er bis 1930 blieb.[2][3] Dies ist bis heute die längste Amtszeit in der Geschichte der Bürgermeister dieser Stadt. Rolph Jr. galt als sehr charismatischer Bürgermeister. Schon 1915 präsentierte er sich selbst im Dokumentarfilm Mabel and Fatty Viewing the World's Fair at San Francisco[4]. Er ging als Sunny Jim in die Geschichte seiner Stadt ein.[2][5] Neben seinen Aufgaben als Bürgermeister war er unter anderem auch noch Direktor der Handelskammer und Vizepräsident der Panama-Pacific International Exposition, der Weltausstellung des Jahres 1915 in San Francisco. Sein Aufstieg setzte sich 1930 fort als die Republikanische Partei ihn für das Amt des Gouverneurs nominierte, nachdem Amtsinhaber C. C. Young in Ungnade gefallen war.

Rolph Jr. wurde gewählt und trat am 6. Januar 1931 sein Amt als 27. Gouverneur von Kalifornien an. Überschattet wurde seine gesamte Amtszeit von der Weltwirtschaftskrise, die auch Kalifornien nicht verschonte. Negative Schlagzeilen machte Rolph Jr. als Gouverneur, als er öffentlich Lynchjustiz verteidigte. In San José hatte ein Mob geständige Mörder gelyncht. Der Gouverneur versprach den Tätern sofortige Begnadigung im Falle einer Verurteilung.[6][7] Das brachte ihm den Spitznamen Governor Lynch ein.[8][9] Im Mai 1934 traten Hafenarbeiter in San Francisco in den Ausstand und lösten eine innenpolitische Krise aus. Rolph Jr. erlebte das Ende seiner Amtszeit nicht mehr. Er starb am 2. Juni 1934, nachdem er bereits zuvor mehrere Herzanfälle erlitten hatte.[10] Damit war er nach Washington Bartlett der zweite kalifornische Gouverneur, der im Amt verstarb. Seine Nachfolge trat Vizegouverneur Frank Merriam an.

Rolph Jr. war mit Annie Marshall Reid verheiratet (26. Juni 1900) und hatte drei Kinder (Annette, James Rolph III and Georgina). Rolph Jr.'s Bruder Thomas (1885–1956) war Kongressabgeordneter aus Kalifornien.

Commons: James Rolph – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Nancy Capace (1999). The Encyclopedia of California, 8th Edition. Native Amer Books Distributor.

Einzelnachweise

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  1. Kenneth J. Blume: Historical dictionary of the U.S. maritime industry. Scarecrow Press, Lanham 2012, ISBN 978-0-8108-5634-9, S. 417.
  2. 1 2 Carol Dunlap: California people. G.M. Smith, Salt Lake City 1982, ISBN 0-87905-091-8, S. 172.
  3. Mary Goodrich: James Rolph, Jr., Govenor. In: Bret Harte (Hrsg.): Overland Monthly and The Out West Magazine. Band 89. A. Roman and Company, 1931.
  4. Roscoe 'Fatty' Arbuckle, Mabel Normand: Mabel and Fatty Viewing the World's Fair at San Francisco. Keystone Film Company, 22. April 1915, abgerufen am 20. Februar 2026.
  5. Eugene B. Block: The immortal San Franciscans for whom the streets were named. 1971, S. 206.
  6. Manfred Berg, Manfred Berg: Lynchjustiz in den USA. Hamburger Ed., HIS Verl.-Ges, Hamburg 2014, ISBN 978-3-86854-620-0, S. 190.
  7. Charles Lam Markmann: The Noblest Cry. A History of the American Civil Liberties Union. St. Martin's Press, 1965, S. 280.
  8. Mark Arax: Risse in der Erde: Auf den Spuren von Wasser und Staub durch Kalifornien. 1st ed Auflage. Matthes & Seitz Berlin Verlag, Berlin 2023, ISBN 978-3-7518-2011-0.
  9. Scott Christianson: The last gasp: the rise and fall of the American gas chamber. University of California Press, Berkeley, Calif 2010, ISBN 978-0-520-94561-6, S. 119.
  10. James Worthen: Governor James Rolph and the Great Depression in California. McFarland & Co, Jefferson, N.C 2006, ISBN 0-7864-2574-1, S. 197.