Jacobina
| Município de Jacobina Jacobina | |||
|---|---|---|---|
Blick auf Jacobina | |||
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| Koordinaten | 11° 11′ S, 40° 31′ W | ||
| Symbole | |||
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| Gründung | 1722 (Vila), 1880 (Stadtrecht)[1] | ||
| Basisdaten | |||
| Staat | Brasilien | ||
| Bundesstaat | Bahia | ||
| ISO 3166-2 | BR-BA | ||
| Região intermediária | Feira de Santana (seit 2017) | ||
| Região imediata | Jacobina (seit 2017) | ||
| Höhe | 360 m | ||
| Gewässer | Rio Itapicuru | ||
| Klima | tropisches bis semiarides Klima | ||
| Fläche | 2.192,9 km² | ||
| Einwohner | 86.896 (2025[2]) | ||
| Dichte | 39,6 Ew./km² | ||
| Zeitzone | UTC−3 | ||
| Website | www.jacobina.ba.gov.br (brasilianisches Portugiesisch) | ||
| Wirtschaft | |||
| BIP | 2.030.142 Tsd. R$ 24.581 R$ pro Kopf (2023) | ||
| HDI | 0,687 (2010) | ||
Jacobina ist eine brasilianische Gemeinde im Bundesstaat Bahia im Nordosten des Landes. Sie liegt im Norden des Bundesstaates und ist ein wichtiges regionales Zentrum im Hinterland. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 87.000 geschätzt.[3]
Geografie und Klima
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jacobina liegt im Norden von Bahia und im äußersten Norden der Chapada Diamantina auf einer Höhe von etwa 360 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich im Einzugsgebiet des Rio Itapicuru. Die Landschaft ist durch Gebirgszüge wie die Serra de Jacobina sowie durch Übergangszonen zwischen Caatinga und feuchteren Gebieten geprägt. Die Stadt ist umgeben von Bergen, Hügeln, Seen, Flüssen, Quellen und Wasserfällen. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes gehören die zahlreichen spektakulären Wasserfälle in dem Gebiet.[4]
Das Klima ist tropisch bis semiarid mit warmen Temperaturen und unregelmäßigen Niederschlägen. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 16 und 34 °C.[5]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jacobina gehört zu den älteren Siedlungen im Inneren Bahias. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts strömten portugiesische Entdecker und Bandeirantes zu den Goldminen im Gebiet der heutigen Gemeinde. 1722 wurde die Siedlung unter dem Namen Santo Antônio de Jacobina zur Vila erhoben und entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum im Hinterland. Ab 1848 löste die Nachricht vom Diamantenfund in der Region Chapada Diamantina eine Massenabwanderung zahlreicher Bergleute aus, die stets auf der Suche nach neuen Abenteuern waren. Darauf folgte eine lange Phase der Stagnation, die einen Rückgang der lokalen Wirtschaftstätigkeit zur Folge hatte und die Erhebung des Dorfes zur Stadt verzögerte, die erst 1880 erfolgte.[6]
Demografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 87.000 Personen geschätzt.[3] Die Bevölkerung ist zu 90 Prozent urban geprägt und verteilt sich neben Jacobina noch auf mehrere Dörfer. Während die meisten indigenen Völker der Region durch portugiesische Siedler ausgerottet oder absorbiert wurden, siedelten diese afrikanische Sklaven für Bergbau und Landwirtschaft an. Mit der Zeit bildete sich eine mehrheitlich gemischte Bevölkerung. Ethnisch gehörten 2022 knapp 59 Prozent der Bevölkerung zur Gruppe der Pardo (Farbige), 21 Prozent waren Weiße und 20 Prozent Schwarze (Afrobrasilianer).[7]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1991 | 76.518 |
| 2000 | 76.492 |
| 2010 | 77.758 |
| 2022 | 82.590 |
| Volkszählungen | |
Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Wirtschaft von Jacobina basiert auf Bergbau, Landwirtschaft sowie Handel und Dienstleistungen. Neben dem Abbau von Gold spielen landwirtschaftliche Produkte wie Bohnen, Mais und Viehzucht eine wichtige Rolle. Seit 2023 wird die Goldmine in Jacobina von Pan American Silver betrieben.[8]
Darüber hinaus fungiert die Stadt als regionales Handels- und Dienstleistungszentrum.
Religion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jacobina gehört zum römisch-katholischen Bistum Bonfim. Neben der katholischen Kirche sind auch protestantisch-freikirchliche Gemeinden vertreten.
Bilder
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kirche Santo Antônio de Jacobina
- Blick auf die Siedlung
- Landschaft
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Jacobina – Histórico. In: IBGE. Abgerufen am 21. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ Jacobina – Panorama. IBGE, abgerufen am 21. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- 1 2 Jacobina – Panorama. In: IBGE. Abgerufen am 21. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
- ↑ Wasserfälle Distrikt Jacobina. In: BrasilienPortal. (brasilienportal.ch [abgerufen am 21. April 2026]).
- ↑ Jacobina Climate, Weather By Month. In: WeatherSpark. Abgerufen am 21. April 2026 (englisch).
- ↑ Jacobina – Histórico. In: IBGE. Abgerufen am 21. April 2026.
- ↑ City Population: Jacobina. Abgerufen am 21. April 2026.
- ↑ Mineração: NE cresce 30% em royalties e Jacobina (BA) lidera arrecadação. 22. September 2025, abgerufen am 21. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).

