Dieser Artikel behandelt den Nebenfluss der Selbitz in Bayern. Zu anderen Bedeutungen siehe Issig (Begriffsklärung).
Issig Issigbach
IssiggrundbeiReitzenstein,inderBildmittederBach,imVordergrundeinehemaligerMühlgrabenIssiggrund bei Reitzenstein, in der Bildmitte der Bach, im Vordergrund ein ehemaliger Mühlgraben
Die Issig, die auch Issigbach genannt wird, ist ein knapp acht Kilometer langer rechter Nebenfluss der Selbitz im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken.
Der Flussname wurde aus dem Ortsnamen Issigau rückgebildet. Der Name leitet sich entweder vom slawischen Wort *izgarЪ für 'Schlacke' ab, was einen Bergbau in Issigau voraussetzen würde, oder von einem althochdeutschen Personennamen *Issigēr oder Isgēr.[1]
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Der Name "Heimliches Bächlein" für den zweiten Quellbach ist unbelegt
Die Quellbäche der Issig entspringen bei Berg. Bis zur Querung der Straße Berg–Rothleiten nahe dem Steinbruch Beyer werden die Gewässer als Krebsbach (von Osten kommend, Quelle ca. 500 m südlich von Berg) und Heimliches Bächlein (Quelle im Südwesten bei Rothleiten) bezeichnet. Das Einzel Steingrün mit dem Hofnamen Mohrnhaus liegt oberhalb des Baches. Früher wurde das Haus über einen hydraulischen Widder mit Wasser aus der Issig versorgt. Bei Reitzenstein trieb die Issig die außerhalb des Dorfes gelegene Mühle an. Auch im nächsten Ort, Issigau, wurde das Wasser des Baches zum Mahlen genutzt. Die Issigauer Mühle stand im Ortskern. Kurz nach Issigau trieb die Issig eine weitere Mühle, die Neuenmühle (ca. 510 m Höhe), eine Schneidemühle. Im nächsten Ort Hölle, einem Ortsteil der Stadt Naila am Eingang zum Höllental unterquert die Issig eine Wohnstraße und anschließend einen stillgelegten Abschnitt der Bahnstrecke Triptis–Marxgrün und mündet auf ca. 485 m Höhe gegenüber dem Stebenbach in die Selbitz.
Otto Knopf, Helmut Süssmann: Thüringer Schiefergebirge, Frankenwald, Obermainisches Bruchschollenland. Lexikon. Ackermann-Verlag, Hof 1993, ISBN 3-929364-08-5.