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Issam Ammour

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Issam Ammour
Nation Deutschland Deutschland
Geburtstag 14. April 1993 (33 Jahre)
Geburtsort Gießen, Deutschland
Gewicht 100 kg
Beruf Sportsoldat
Karriere
Disziplin Zweierbob, Viererbob
Position Anschieber
Verein Eintracht Frankfurt
Trainer Tim Restle
Nationalkader seit 2016
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 0 × Goldmedaille 1 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
EM-Medaillen 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
JWM-Medaillen 2 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
 Bob-Weltmeisterschaften
Silber Winterberg 2024 Zweierbob
Bronze Winterberg 2024 Viererbob
 Bob-Europameisterschaften
Gold Sigulda 2024 Zweierbob
Gold St. Moritz 2026 Viererbob
 Bob-Junioren-WM
Gold 2019 Königssee Zweierbob
Gold 2019 Königssee Viererbob
Platzierungen im Bob-Weltcup
 Debüt im Weltcup 8. Dezember 2018 (Sigulda)
 Weltcupsiege 2
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Zweierbob 0 2 1
 Viererbob 2 1 2
letzte Änderung: 2. Februar 2026

Issam Ammour (* 14. April 1993 in Gießen) ist ein deutscher Bobfahrer. Er ist Bruder und Besatzungsmitglied des Bobpiloten Adam Ammour. Im Schlitten seines Bruders wurde er 2024 Europameister und Vizeweltmeister im Zweierbob, 2026 Europameister im Viererbob.

Ammour nahm als Jugendlicher regelmäßig an Leichtathletikwettkämpfen teil, in denen er national als 60- und 100-Meter-Sprinter[1] bekannt wurde. Zwischenzeitlich spielte er American Football bei den Gießen Golden Dragons und wechselte 2015 in den Bobsport. Dort gehört er seit Beginn[2] zu den schnellsten Anschiebern Deutschlands. Er gewann mehrmals[3] beim zentralen Leistungstest, in der die Anschubgeschwindigkeit der deutschen Bobsportler zum Saisonstart ermittelt wird.

In seiner Zeit als Bobfahrer ist Ammour für verschiedene Piloten im Zweier- und Viererbob gefahren. Mit Richard Oelsner wurde Ammour 2019 Juniorenweltmeister im Zweier- und Viererbob. Zuletzt saß er im Schlitten des Piloten Hans-Peter Hannighofer.

Seit 2023 ist Ammour Besatzungsmitglied bei seinem Bruder[4] und Piloten Adam Ammour, mit dem er auf Anhieb große Erfolge auf Weltebene einfahren konnte. In der Saison 2023/24 gewannen die Ammours erstmals die Selektion und Deutsche Meisterschaft in Winterberg[5] in beiden Schlitten. Im Februar 2024 wurden sie Europameister[6] sowie Vizeweltmeister[7] im Zweierbob. Außerdem belegten die Brüder zusammen mit Benedikt Hertel und Rupert Schenk den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft[8] im Viererbob in Winterberg.

In der Saison 2025/26 erreichte Issam Ammour in Lillehammer im Bob von Adam Ammour erstmalig im Viererbob Platz zwei in einem Weltcuprennen. Beim Weltcup in St. Moritz am 11. Januar 2026, welcher als Race-in Race auch als kontinentale Meisterschaft ausgetragen wurde, gewann er erstmalig ein Weltcuprennen im Viererbob und gewann damit auch den Europameisterschaftstitel.[9] Eine Woche später in Altenberg gewann er sein zweites Weltcuprennen im Viererbob.

Seit 2019 übt Issam Ammour seine Tätigkeit als Sportsoldat bei der Bundeswehr aus.

Einzelnachweise

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  1. Lisa Mayer mit einer Hundertstel Sekunde vorn. In: giessener-allgemeine.de. 2. April 2019, abgerufen am 6. Juni 2024.
  2. Issam Ammour sorgt für Paukenschlag. In: hbs-verband.de. Abgerufen am 6. Juni 2024.
  3. Gießener Issam Ammour gewinnt Leistungstest. In: giessener-allgemeine.de. 20. September 2019, abgerufen am 6. Juni 2024.
  4. Ammour brothers plan to compete as bobsleigh team next season. 10. April 2023, abgerufen am 6. Juni 2024 (englisch).
  5. dpa: Wintersport: Deutsche Meistertitel im Bob an Nolte und Ammour. In: Die Zeit. 19. November 2023, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 6. Juni 2024]).
  6. Ammour brothers win 2-man bob gold at BMW IBSF European Championships 2024. 4. Februar 2024, abgerufen am 6. Juni 2024 (englisch).
  7. WM-Silber im Zweierbob: Adam und Issam Ammour feiern ihren „großen Wurf“. In: hessenschau.de. 26. Februar 2024, abgerufen am 6. Juni 2024 (deutsch).
  8. Bronze für Ammour-Brüder. In: giessener-allgemeine.de. 3. März 2024, abgerufen am 6. Juni 2024.
  9. Bobpilot Adam Ammour feiert ersten Weltcupsieg und ersten EM-Titel im Viererbob. IBSF, 11. Januar 2026, abgerufen am 2. Februar 2026.