Isjaslaw (ukrainischІзяславⓘ/?; russischИзяслав, polnischZasław) ist eine Stadt in der Oblast Chmelnyzkyj der Ukraine mit 16.162 Einwohnern (01.09.2025)[1]. Sie liegt am Fluss Horyn und seinen Zuflüssen Ponora und Soscha, etwa 100 Kilometer nördlich der Oblasthauptstadt Chmelnyzkyj. Andere nichtoffizielle Schreibweisen für den Ort sind Saslaw/Заслав und Scheslaw/Жеслав. Bis Juli 2020 war sie das Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons Isjaslaw.
Alt-Isjaslaw (Старий Заслав) als ältester Teil der Stadt liegt am linken Hochufer des Horyn und wurde 1386 erstmals erwähnt. Neu-Isjaslaw (Новий Заслав) auf der anderen Flussseite wurde 1589 erstmals erwähnt. Dieser Stadtteil wiederum wird durch den Ponora in das nördlich gelegene Seredmistja (Середмістя) und das südliche Majdan (Майдан) unterteilt.
Während des Chmelnyzkyj-Aufstands wurde Isjaslaw 1648 und 1650 zweimal verwüstet. 1685 wurde der Ort durch die Tataren niedergebrannt.[2]
Vor dem Ersten Weltkrieg war der Ort Kreisstadt: Der Kreis (im Südteil des Gouvernements Wolhynien) hatte 3477 km² und 210.770 Einwohner. 1897 hatte die Stadt 12.688 Einwohner, vier russisch-orthodoxe und zwei katholische Kirchen, ein katholisches Kloster, drei Synagogen, sieben israelitische Betschulen, eine Eisengießerei, vier Ziegeleien und zwei Ölmühlen, in Garnison lag das 128. russische Infanterie-Regiment „Starooskolski“.[3] Nach dem Ersten Weltkrieg verblieb die Stadt bei Russland und wurde Teil der Sozialistischen Sowjet-Republik Ukraine.
Am 12. Juni 2020 wurde die Stadt zum Zentrum der neugegründeten Stadtgemeinde Isjaslaw (Ізяславська міська громада/Isjaslawska miska hromada). Zu dieser zählen auch die 45 in der untenstehenden Tabelle aufgelisteten Dörfer,[4] bis dahin bildete sie die gleichnamige Stadtratsgemeinde Isjaslaw (Ізяславська міська рада/Isjaslawska miska rada) im Osten des Rajons Isjaslaw.
Am 17. Juli 2020 kam es im Zuge einer großen Rajonsreform zum Anschluss des Rajonsgebietes an den Rajon Schepetiwka.[5]
Folgende Orte sind neben dem Hauptort Isjaslaw Teil der Gemeinde:
↑Sergey R. Kravtsov, Vladimir Levin. Synagogues in Ukraine VOLHYNIA Vol. 1, S. 267 ff. The Center Of Jewish Art. ISBN 978-965-227-342-0. Geschichte Isjaslaws.