Zum Inhalt springen

Interstellar Mapping and Acceleration Probe

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
IMAP vor dem Start

Die Interstellar Mapping and Acceleration Probe (IMAP) ist eine Raumsonde der US-Raumfahrtbehörde NASA zur Erforschung der Heliosphäre. Beteiligt sind auch die Princeton University und die Johns Hopkins University.

Der Sonde kreist 1,5 Millionen km von der Erde entfernt, in einem Lissajous-Orbit um den Lagrange-Punkt L1, innerhalb der Erdumlaufbahn synchron mit der Erde um die Sonne und untersucht Interaktionen zwischen dem Sonnenwind und dem interstellaren Medium.[1][2]

Instrumente und Messungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sonde trägt insgesamt zehn Messinstrumente.[3][4] Drei von diesen sollen Teilchen detektieren, die elektrisch neutral sind und damit nicht vom interplanetaren Magnetfeld abgelenkt werden. Andere Detektoren sollen Sonnenwind messen (Weltraumwetter) und wieder andere interstellaren Staub.

Instrument gebaut von Beschreibung
IMAP-Lo University of New Hampshire[5] messen elektrisch neutrale Atome (ENAs), die am Rand der Heliosphäre entstehen, in drei Energiebereichen (niedrig, hoch, extrem hoch). IMAP-Lo vermisst auch neutrale Atome aus dem interstellaren Medium, die das Sonnensystem durchqueren.
IMAP-Hi
IMAP-Ultra Johns Hopkins University
MAG Magnetometer Magnetometer zum Studium des solaren Magnetfelds
SWE Solar Wind Electron instrument misst Elektronen im Sonnenwind
SWAPI Solar Wind And Pickup Ion messen Masse, Ladung und Energie von Ionen aus dem Sonnenwird und aus dem interstellaren Raum
CoDICE Compact Dual Ion Composition Experiment University of Texas at San Antonio[6]
HIT High-energy Ion Telescope
GLOWS GLObal Solar Wind Structure Zentrum für Weltraum­forschung der PAN[7][5] Photometer zur Messung von UV-Strahlung, die durch den Sonnenwind entsteht[7]
IDEX Interstellar Dust Experiment misst die Zusammensetzung von kosmischem Staub aus dem interstellaren Raum

Missionsverlauf

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Start erfolgte am 24. September 2025 mit einer Trägerrakete vom Typ Falcon 9. Am 10. Januar 2026 wurde der Lagrange-Punkt L1 erreicht.[2]

Commons: Interstellar Mapping and Acceleration Probe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Dwayne Brown: NASA Selects Mission to Study Solar Wind Boundary of Outer Solar System. In: NASA.gov. 15. August 2019, abgerufen am 11. Oktober 2019 (englisch).
  2. 1 2 NASA: NASA’s IMAP Mission Reaches Its Destination. 11. Januar 2026, abgerufen am 3. Februar 2026 (englisch).
  3. NASA: NASA’s IMAP Mission to Study Boundaries of Our Home in Space. 7. September 2025, abgerufen am 3. Februar 2026 (englisch).
  4. Princeton University: IMAP instruments. Abgerufen am 7. Februar 2026 (englisch).
  5. 1 2 NASA: IMAP Press Kit
  6. UTSA-SwRI IMAP
  7. 1 2 Polish-Developed GLOWS Instrument Integrated on IMAP Spacecraft