Indochinamon
| Indochinamon | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Indochinamon khinpyae, Ober- und Unterseite | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Indochinamon | ||||||||||||
| Yeo & Ng, 2007 |
Indochinamon ist eine Gattung von Süßwasserkrabben mit 56 rezenten Arten.[1] Sie sind in Indochina verbreitet.[2]
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Carapax ist etwas bis deutlich breiter als lang und relativ flach. Die epigastrischen Kämme sind kräftig und gut entwickelt, etwas vor den postorbitalen Leisten angeordnet und von diesen durch eine kurze deutliche Rinne abgegrenzt. Letztere gehen nicht in den Epibranchialzahn über, sondern verlieren sich in einzelnen Körnern. Stirn und Augenhöhlen sind breit. Die Antennulengruben sind nahezu rechteckig. Der äußere Augenhöhlenwinkel ist gut entwickelt, der Epibranchialzahn niedrig. Der vordere Seitenrand ist kammartig und leicht konvex. Die hinteren Seitenränder konvergieren nach hinten. Die Kiemenregion ist körnig bis runzelig. Der Hinterrand des Epistoms ist mit einem deutlichen mittigen Zahn bewehrt, der äußere Teil ist nicht konkav und gerade oder seitlich leicht abfallend. Das Ischium des dritten Maxillipeden ist rechteckig, die mittige Längsrinne deutlich. Der Exopodit ist lang und überragt die körperferne Kante des Ischiums, die Geißel ist gut entwickelt und nicht länger als der Merus breit.[2]
Der Carpus der Scherenbeine ist am Innenrand mit einem kräftigen, schräg orientierten Dorn bewehrt, der Merus ohne Dorn. Die Schreitbeine sind relativ kurz und kräftig und auch die Zehen sind kurz und kräftig. Die Naht zwischen den thorakalen Sterniten 2 und 3 ist vollständig und deutlich, die zwischen S3 und S4 bis auf kleine seitliche Kerben kaum erkennbar. Der achte Sternit ist durch eine mittige Längslinie vollständig geteilt. Die Sternoabdominalhöhle der Männchen reicht bis zu einer gedachten Linie durch die Mitte der Basis beider Scherenbeine. Der Hinterleib der Männchen ist schmal-dreieckig. Das Endglied des ersten Gonopodiums ist kurz, gerade, konisch und ohne breite rückenseitige Falte. Die Rinne für das zweite Gonopodium ist randständig. Das Endsegment des zweiten Gonopodiums ist deutlich länger als das halbe Basalglied. Letzteres hat einen erweiterten Außenrand.[2]
Die Gattung ähnelt weitestgehend der Gattung Doimon, beide unterscheiden sich in der Struktur des Endglieds des ersten Gonopodiums.[2]
Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Gattung gehören folgende rezente Arten:[1]
- Indochinamon ahkense Naruse, Chia & Zhou, 2018
- Indochinamon andersonianum (Wood-Mason, 1871)
- Indochinamon angustum Tan, Ngo & Ng, 2026
- Indochinamon asperatum (Alcock, 1909)
- Indochinamon bavi Naruse, Nguyen & Yeo, 2011
- Indochinamon beieri (Pretzmann, 1966)
- Indochinamon bhumibol (Naiyanetr, 2001)
- Indochinamon boshanense (Dai & Chen, 1985)
- Indochinamon changpoense (Dai, 1995)
- Indochinamon chinghungense (Dai, Song, He, Cao, Xu & Zhong, 1975)
- Indochinamon chuahuong Do, Nguyen & Le, 2016
- Indochinamon cua (Yeo & Ng, 1998)
- Indochinamon dampaense Mitra & Khamo, 2024
- Indochinamon dangi Naruse, Nguyen & Yeo, 2011
- Indochinamon datii Dang, Hoang & Do, 2024
- Indochinamon daweishanense (Dai, 1995)
- Indochinamon edwardsii (Wood-Mason, 1871)
- Indochinamon erythreum Tan, Ngo & Ng, 2026
- Indochinamon falx Tan, Ngo & Ng, 2026
- Indochinamon flexum (Dai, Song, Li & Liang, 1980)
- Indochinamon frontatum Shi, Pan & Sun, 2023
- Indochinamon gengmaense (Dai, 1995)
- Indochinamon granulatum Tan, Ngo & Ng, 2026
- Indochinamon guttum (Yeo & Ng), 1998
- Indochinamon hamyenense Tan, Ngo & Ng, 2026
- Indochinamon hirtum (Alcock, 1909)
- Indochinamon hispidum (Wood-Mason, 1871)
- Indochinamon jianchuanense (Dai & Chen, 1985)
- Indochinamon jinpingense (Dai, 1995)
- Indochinamon khinpyae Ng & Win Mar, 2018
- Indochinamon kimboiense (Đăng, 1975)
- Indochinamon lacertosum Tan, Ngo & Ng, 2026
- Indochinamon laevimarginatum Tan, Ngo & Ng, 2026
- Indochinamon lanae Ng & Ngo, 2023
- Indochinamon lipkei (Ng & Naiyanetr, 1993)
- Indochinamon lui Naruse, Chia & Zhou, 2018
- Indochinamon malipoense Zang & Sun in Zhang, Pan, Hao & Sun, 2020
- Indochinamon menglaense (Dai & Cai, 1998)
- Indochinamon mieni (Đăng, 1967)
- Indochinamon olivaceum Tan, Ngo & Ng, 2026
- Indochinamon orleansi (Rathbun, 1904)
- Indochinamon ou (Yeo & Ng, 1998)
- Indochinamon parpidum Naruse, Chia & Zhou, 2018
- Indochinamon phongnha Naruse, Nguyen & Yeo, 2011
- Indochinamon prolatum (Brandis, 2000)
- Indochinamon scimitar Tan, Ngo & Ng, 2026
- Indochinamon septentrionum Tan, Ngo & Ng, 2026
- Indochinamon signum Ng & Ngo, 2023
- Indochinamon tannanti (Rathbun, 1904)
- Indochinamon thienkense Tan, Ngo & Ng, 2026
- Indochinamon tritum (Alcock, 1909)
- Indochinamon tujiense Naruse, Chia & Zhou, 2018
- Indochinamon villosum (Yeo & Ng, 1998)
- Indochinamon xinpingense (Dai & Bo, 1994)
- Indochinamon yensonense Tan, Ngo & Ng, 2026
- Indochinamon yunlongense (Dai, 1995)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Indochinamon Yeo & Ng, 2007. In: World Register of Marine Species. Abgerufen am 26. Juni 2026 (englisch).
- 1 2 3 4 Darren C. J. Yeo, Peter K. L. Ng: On the genus “Potamon” and allies in Indochina (Crustacea: Decapoda: Brachyura: Potamidae). In: Raffles Bulletin of Zoology. Supplement 16, 2007, S. 273–308 (englisch, science.nus.edu.sg [PDF]).