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Indaial

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Município de Indaial
Indaial

Blick auf Indaial
Indaial (Brasilien)
Indaial (Brasilien)
Indaial
Koordinaten 26° 54′ S, 49° 14′ WKoordinaten: 26° 54′ S, 49° 14′ W
Lage des Munizips im Bundesstaat Santa Catarina
Symbole
Wappen
Flagge
Gründung 28. Februar 1934[1]Vorlage:Infobox Ort in Brasilien/Wartung
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Santa Catarina
Região intermediária Blumenau (seit 2017)
Região imediata Blumenau (seit 2017)
Höhe 64 m
Gewässer Rio Itajaí-Açu
Klima subtropisches Klima
Fläche 430,8 km²
Einwohner 77.888 (2025[2])
Dichte 180,8 Ew./km²
Zeitzone UTC−3
Website www.indaial.sc.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Wirtschaft
BIP 4.484.717 Tsd. R$
62.680 R$ pro Kopf
(2023)
HDI 0,755 (2010)
Karte

Indaial ist eine brasilianische Stadt im Bundesstaat Santa Catarina im Süden des Landes. Sie liegt im Vale do Itajaí und gehört zur Region um Blumenau. Die Einwohnerzahl wurde vom Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE) im Jahr 2025 auf rund 78.000 geschätzt.[3] Die von deutschen Siedlern begründete Stadt ist 20 km von Blumenau und 160 km von der Landeshauptstadt Florianópolis entfernt.

Geografie und Klima

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Indaial liegt im Bundesstaat Santa Catarina auf einer Höhe von etwa 64 Metern über dem Meeresspiegel. Die Gemeinde befindet sich am linken Ufer des Rio Itajaí-Açu, einem der wichtigsten Flüsse der Region.

Das Klima ist subtropisch mit milden Temperaturen und ganzjährig relativ gleichmäßig verteilten Niederschlägen. Die Durchschnittstemperaturen liegen meist zwischen 13 und 30 °C.[4] Die Region ist von Resten der Mata Atlântica geprägt.

Die Ortschaft geht auf den Hamburger Apotheker Hermann Blumenau zurück, der 1848 das lokale Land erwarb und die Region bereiste. 1850 kamen die ersten deutschen Siedler an und die Kolonisierung begann. 1875 trafen italienische Einwanderer in Blumenau ein, die hier Reisanbau betrieben. 1878 kamen auch die ersten Polen.[5][6]

1934 wurde Indaial offiziell zur Gemeinde erhoben. Der Ort hatte davor zu Blumenau gehört.[7] Die Stadt entwickelte sich in der Folgezeit zu einem wichtigen industriellen Zentrum im Vale do Itajaí.

Die Einwohnerzahl wurde 2025 auf etwa 78.000 Personen geschätzt. Die Bevölkerung lebt überwiegend in der urbanisierten Kernstadt. Knapp 80 Prozent der Bevölkerung sind europäischer Abstammung, während knapp ein Fünftel ethnisch gemischter Abstammung oder Afrobrasilianer sind.[8]

Jahr Einwohner
1991 30.158
2000 40.194
2010 54.854
2022 71.549
Volkszählungen

Die Landwirtschaft in Indaial ist von Kleinbetrieben geprägt, deren Hauptanbauprodukte Reis, Maniok, Mais, Tabak, Zuckerrohr, Bohnen und Kartoffeln sind. Außerdem wird Viehzucht (Schweine, Rinder, Hühner) betrieben. Die Industrie ist breit gefächert und umfasst insbesondere die Textil- und Metallindustrie, Bekleidung, Lebensmittel, Industrie- und Landwirtschaftsausrüstung sowie die Holzindustrie. Fachwerkhäuser und die grüne Landschaft ziehen außerdem Touristen an.[9]

Der Ort verfügt über ein hohes sozioökonomisches Entwicklungsniveau. 1998 wurde die Stadt von den Vereinten Nationen als viertbeste Stadt Brasiliens in Bezug auf Lebensqualität eingestuft.[9]

Indaial gehört zum römisch-katholischen Bistum Blumenau. Neben der katholischen Kirche sind auch evangelische Gemeinden vertreten.

Commons: Indaial – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Indaial – Histórico. In: IBGE. Abgerufen am 19. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. Indaial – Panorama. IBGE, abgerufen am 19. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. Indaial – Panorama. In: IBGE. Abgerufen am 19. April 2026 (brasilianisches Portugiesisch).
  4. Indaial Climate, Weather By Month, Average Temperature (Santa Catarina, Brazil) - Weather Spark. Abgerufen am 19. April 2026 (englisch).
  5. Indaial, eine reizende Stadt. Abgerufen am 19. April 2026 (portugiesisch).
  6. História. Abgerufen am 19. April 2026 (portugiesisch).
  7. Indaial – Histórico. In: IBGE. Abgerufen am 19. April 2026.
  8. City Population: Indaial. Abgerufen am 19. April 2026.
  9. 1 2 Um encanto de cidade. Abgerufen am 19. April 2026 (portugiesisch).