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Roda (Ilmenau)

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Roda
Stadt Ilmenau
Koordinaten: 50° 42′ N, 10° 53′ OKoordinaten: 50° 41′ 49″ N, 10° 53′ 29″ O
Höhe: 504 m
Einwohner: 471 (31. Dez. 2025)[1]
Eingemeindung: 1939
Postleitzahl: 98693
Vorwahl: 03677
Karte
Lage von Roda in Ilmenau

Roda (bis 1952 Roda bei Ilmenau) ist ein Ortsteil der Stadt Ilmenau im Ilm-Kreis (Thüringen).

Dorfkirche (Nordseite)
Dorfkirche (Südwestseite)

Roda liegt im Quelltal des Reichenbaches 2 km nordwestlich von Ilmenau. Südlich erheben sich die Berge des Thüringer Waldes. Roda liegt in etwa 520 Metern Höhe.

Von der Ersterwähnung bis zur Gegenwart

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Roda wurde 1351 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort war früher vom Bergbau geprägt. In der südlich gelegenen Sturmheide wurden verschiedene Erze wie Mangan gefördert. Als der Bergbau Ende des 18. Jahrhunderts zusammenbrach, verarmte der Ort. Der Ort kam 1508 an das Amt Ilmenau in der Grafschaft Henneberg-Schleusingen und gehörte mit diesem seit 1660 zu Sachsen-Weimar, später zu Sachsen-Weimar-Eisenach.

Zwischen 1573 und etwa 1630 wurde die Kirche gebaut.

Das Staatshandbuch für das Großherzogtum Sachsen von 1840 nennt als ältere Bezeichnungen des Ortes zur Unterscheidung von gleichnamigen Dörfern die Namen „Finnroda“, „Nagelroda“ und Rödlitz.[2]

1879 brachte der Bau der Bahnstrecke Erfurt–Ilmenau mit einem Bahnhof in Roda die Wende. Nun siedelten sich viele Glasbetriebe und einige metallverarbeitende Betriebe an. 1929 kam die nächste Krise. Die Industrie im Ort wurde von der Weltwirtschaftskrise schwer getroffen. Dadurch geriet die Gemeinde in finanzielle Probleme, was sie 1939 dazu zwang, die Stadt Ilmenau zu bitten, Roda aufzunehmen. Die Ilmenauer Stadtverwaltung willigte ein und übernahm auch die Rodaer Schulden. So wurde Roda 1939 nach Ilmenau eingemeindet. Es war bis 1981 der einzige Ilmenauer Ortsteil.

Einwohnerentwicklung

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In der nachstehenden Tabelle ist die Entwicklung der Einwohnerzahl seit 1804 dargestellt. Ermittelt wurden die Werte ab 2002 jeweils zum Stichtag 31. Dezember.

Jahr Einwohner
1804 351
1843 410
1855 357
1900 671
1910 808
1932 1016
1938 914
Jahr Einwohner
2002 540
2005 551 a)
2011 517[3]
2015 489[4]
2020 480[5]
2025 471[1]
a) 
Stand 30. Juni 2005

Der ehemalige Ortsteilbürgermeister Mathias Hoffmann kandidierte 2024 nach über 30 Jahren im Amt nicht erneut. Zu seinem Nachfolger wurde bei den Kommunalwahlen in Thüringen am 26. Mai 2024 Marcus Fricke gewählt.[6] Gemeinsam mit vier weiteren Mitgliedern bildet er den Ortsteilrat.[7]

Wirtschaft und Verkehr

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Viele Rodaer pendeln nach Ilmenau zur Arbeit. Größter Betrieb im Ort ist ein großes Möbelhaus.

Roda liegt an der ehemaligen B4 (Ilmenau–Erfurt) und an der B 88 (Ilmenau–Gotha). Seit 1879 besitzt Roda einen Bahnhof an der Bahnstrecke Erfurt–Ilmenau. Durch den Ort führt der Radfernweg Waldrandroute.

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Stadtverwaltung Ilmenau (Hrsg.): Amtsblatt der Stadt Ilmenau. Nr. 1/2026, 21. Januar 2026, S. 17 (Online [PDF; 3,7 MB; abgerufen am 13. Juni 2026]).
  2. ↑ Staatshandbuch für das Großherzogtum Sachsen. Weimar, 1840. S. 143
  3. ↑ Stadtverwaltung Ilmenau, Strukturdaten zum Stichtag 31. Dezember 2011 (Memento vom 12. Juli 2012 im Internet Archive)
  4. ↑ Stadtverwaltung Ilmenau, Strukturdaten zum Stichtag 31. Dezember 2015 (Memento vom 7. März 2016 im Internet Archive)
  5. ↑ Stadtverwaltung Ilmenau, Einwohnerstatistik zum Stichtag 31. Dezember 2020 (Memento vom 27. Februar 2021 im Internet Archive)
  6. ↑ Wahlen in Thüringen, Ortsteil-/Ortschaftsbürgermeisterwahl 2024 in Thüringen, Ilmenau OT Roda. Thüringer Landesamt für Statistik, abgerufen am 4. Juni 2024.
  7. ↑ Stadtverwaltung Ilmenau (Hrsg.): Amtsblatt der Stadt Ilmenau 06/2024. 27. Juni 2024, S. 11–15 (Online [PDF; 6,9 MB; abgerufen am 1. Februar 2025]).
Commons: Ilmenau-Roda – Sammlung von Bildern