Ider:BlickwestwärtsetwavomNordostendedervon1940stammendenIderbrückenaheDschargalantIder: Blick westwärts etwa vom Nordostende der von 1940 stammenden Iderbrücke nahe Dschargalant
Teil des Hydrologischen Hauptstrangs im Jenissei-System
Verlauf Ider (Daten aus Wikidata und OSM)
Brücke(von1940)beiDschargalant;BlicknachWestsüdwestenBrücke (von 1940) bei Dschargalant; Blick nach Westsüdwesten
LagederIderimEinzugsgebietderSelenga(links)Lage der Ider im Einzugsgebiet der Selenga (links)
Die Ider (mongolischИдэр гол oder Идэрийн голIderiin gol) ist mit 57m³/s der größere und mit 452km[1] auch der längere der beiden Quellflüsse der Selenga in der Mongolei (Asien) und damit hydrologisch der Hauptstrang des Jenissei-Flusssystems. Die zumeist ostwärts strömende Ider vereinigt sich mit dem zuletzt südostwärts fließenden zweiten Quellfluss Delgermörön zur Selenge.
Die Ider entsteht im Osten des Dsawchan-Aimag im Changai-Gebirge etwa 50km nordöstlich von dessen höchstem Berg, dem Otgon Tenger Uul. Sie führt ihren Namen ab der Vereinigung zweier Quellbäche auf rund 2330m Höhe.
Anfangs fließt die Ider im Naturschutzgebiet Tarwagatain-Gebirge in den Ausläufern des Changai-Gebirges in nordwestlicher, dann in nördlicher Richtung. Danach fließt sie überwiegend nach Ostnordosten und wendet sich dann auf ihren letzten Kilometern bei der Einmündung ihres wichtigsten Nebenflusses Tschuluut nach Norden.
Schließlich vereinigt sich die Ider im Südteil des Chöwsgöl-Aimag mit dem von Norden kommenden Delgermörön, der zuvor, etwa 1,5km flussaufwärts, den von Westen kommenden Bügsiin aufgenommen hat, auf 1176m Höhe zur Selenga, dem von Südwesten mündenden wichtigsten Zufluss des Baikalsees.
Das Einzugsgebiet der Ider ist etwa 24.600km²[1] groß. Der Fluss ist alljährlich etwa von November bis April von Eis bedeckt. Wenn im Frühling und Sommer Eis und Schnee schmelzen, entstehen am Fluss oft Hochwasser. Der Mittel- und Unterlauf der Ider sind schiffbar.
Etwa 3km nordwestlich der am Ider-Zufluss Chundschuliin-Gol gelegenen Kreisstadt Dschargalant wird die Ider von einer 1940 errichteten Holzbrücke überquert, neben der seit 2011 eine neue Brücke aus Stahlbeton im Bau ist. Eine weitere Betonbrücke über die Ider befindet sich in Galt.