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Ichor

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Darstellung der Aphrodite (im Archäologischen Nationalmuseum in Athen)

Mit dem Namen Ichor (griechisch ἰχώρ ichōr ‚Blutwasser‘, ‚Eiter', ‚Blutsaft‘[1]) wird in der griechischen Mythologie die Flüssigkeit bezeichnet, welche die Götter statt des Blutes der Menschen durchströmt (Götterblut[2]).

In Homers Ilias wird der austretende Ichor als klarer Saft beschrieben. Im fünften Gesang wird Aphrodite von einer Lanze des Diomedes verletzt. Dort heißt es:[3]

„Nah am gelenk in der fläche: da rann unsterbliches blut ihr
Klarer saft, so lauter er fleußt den seligen göttern;
Denn nicht kosten sie brot, noch trinken sie funkelndes weines;
Blutlos sind sie daher, und heißen unsterbliche götter.“

Andere Bedeutungen

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  1. ↑ Gerhard Wahrig: Deutsches Wörterbuch. Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh / Berlin / München / Wien 1972, ISBN 3-570-06588-X, Spalte 1853.
  2. ↑ Lutz Mackensen: Das moderne Fremdwörter-Lexikon. 3. Auflage, VMA-Verlag, Wiesbaden 1971, Nachdruck 1988, S. 212.
  3. ↑ Homers Ilias, V. Gesang, 339–342, nach Johann Heinrich Voss, 5. Auflage, Stuttgart / Tübingen 1821, S. 124.
  4. ↑ Lingen Lexikon in 20 Bänden, Helmut Lingen Verlag, F. A. Brockhaus, Band 9, Köln ohne Jahr, S. 109.
  5. ↑ Duden: Der Große Duden. Band 5: Fremdwörterbuch. 2. Auflage. Bibliographisches Institut, Mannheim / Wien / Zürich 1971, ISBN 3-411-00905-5, S. 290.
  6. ↑ Ludwig August Kraus: Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon. 3. Auflage, Verlag der Deuerlich- und Dieterichschen Buchhandlung, Göttingen 1844, S. 522. Digitalisat der Ausgabe von 1844, Internet Archive.
  7. ↑ https://www.textlog.de/10106.html
  8. ↑ Heinz Walter, Günter Thiele (Hrsg.): Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete, Loseblattsammlung, 4. Band, Urban & Schwarzenberg, München / Berlin / Wien 1971, ISBN 3-541-84004-8, S. I 3.
  9. ↑ Christoph Ernst Steinbach: deutsches wörter-buch, vel lexicon latino-germanicum secundum methodum grammaticae ejusdem autoris. Breslau 1725.
  10. ↑ Lutz Mackensen: Das moderne Fremdwörter-Lexikon. 3. Auflage, VMA-Verlag, Wiesbaden 1971, Nachdruck 1988, S. 212.
  11. ↑ Wilhelm Dultz (Hrsg.): DBG-Fremdwörterlexikon. Deutsche Buch-Gemeinschaft, Berlin / Darmstadt / Wien, Ullstein, Frankfurt / Berlin 1965, S. 321.
  12. ↑ Otto Dornblüth: Wörterbuch der medizinischen Kunstausdrücke. 1. Auflage, Verlag von Veit & Comp., Leipzig 1894, S. 58.
  13. ↑ Herbert Volkmann (Hrsg.): Kurt Hoffmann: Medizinische Terminologie, begründet von Walter Guttmann, 35. Auflage, Urban & Schwarzenberg, München / Berlin 1951, Spalte 460.
  14. ↑ Eduard Strauß: Medizinische Fachsprache … verständlich gemacht! Verlag Alwin Fröhlich, 22. Auflage, Hamburg 1954, S. 31.
  15. ↑ Otto Roth: Klinische Terminologie. 10. Auflage, von Karl Doll und Hermann Doll, Georg Thieme Verlag, Leipzig 1925, S. 238 f.
  16. ↑ Julius Mahler: Kurzes Repetitorium der medizinischen Terminologie. 4. Auflage, Verlag von Johann Ambrosius Barth, Leipzig 1922, S. 107.
  17. ↑ Albert Eulenburg (Hrsg.): Real-Encyclopädie der gesammten Heilkunde. 2. Auflage. 10. Band, Verlag Urban & Schwarzenberg, Wien / Leipzig 1887, S. 223.
  18. ↑ Wilhelm Zuelzer: Abdominaltyphus. In: Albert Eulenburg (Hrsg.): Real-Encyclopädie der gesammten Heilkunde. 2. Auflage. 1. Band, Verlag Urban & Schwarzenberg, Wien / Leipzig 1885, S. 18–69, Zitat S. 46. – Erste Auflage: (Digitalisat).
  19. ↑ Medizin-Duden: Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe, Dudenverlag, 10. Auflage, Berlin 2021, ISBN 978-3-411-04837-3, S. 394.
  20. ↑ Herbert Schöffler, Erich Weis: Wörterbuch der englischen und deutschen Sprache. Band I (Englisch – Deutsch), Ernst-Klett-Verlag, 1. Auflage, Stuttgart 1967, S. 484.
  21. ↑ https://www.thefreedictionary.com/ichor. Abgerufen am 26. April 2025.
  22. ↑ Dirk Göttsche, Florian Krobb, Rolf Parr: Raabe-Handbuch Leben – Werk – Wirkung. Verlag J. B. Metzler, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-476-05382-4, doi:10.1007/978-3-476-05382-4, S. 166.
  23. ↑ Brockhaus Enzyklopädie in 24 Bänden. 19. Auflage, 10. Band, Verlag Friedrich Arnold Brockhaus, Mannheim 1989, ISBN 3-7653-1110-3, S. 369.
  24. ↑ Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache, DWDS, abgerufen am 26. April 2025.
  25. ↑ Karl Sachs, Césaire Villatte, Erich Weis (Hrsg.): Langenscheidts Großwörterbuch Französisch. Teil I (Französisch-Deutsch), 5. Auflage, Langenscheidt, Berlin / München / Wien / Zürich 1987, ISBN 3-468-02151-8, S. 486.
  26. ↑ Ernst Erwin Lange-Kowal: Langenscheidts Handwörterbuch Französisch. Teil I (Französisch – Deutsch), Langenscheidt, 12. Auflage, Berlin / München / Wien / Zürich 1982, ISBN 3-468-04151-9, S. 326.
  27. ↑ Gerhard Wahrig: Deutsches Wörterbuch. Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh / Berlin / München / Wien 1972, ISBN 3-570-06588-X, Spalte 1853.