Hülsa liegt im nördlichen Teil des Knüllgebirges auf 465mü.NN, etwa 12km südsüdöstlich des Zentrums der Kreisstadt Homberg (Efze).
Das Dorf besteht aus den direkt aneinanderstoßenden Ortslagen Niederhülsa und Oberhülsa. Im Norden der Gemarkung liegt die WüstungGershagen und südwestlich zwischen Gershagen und Oberhülsa befindet sich noch die Wüstung Volpertsfeld (Volprachtsfeld).[2]
Um den Ort entspringen die Gewässer Rinnebach, Klingelbach, Ripperswasser und der Lochbach als westliche (linksseitige) Zuflüsse zur Efze mit der in Nordhessen einzigartigen Lochbachklamm, einer der schönsten Wanderstrecken im Naturpark Knüll.
Das Hülsaer Köpfchen ist mit 522 m der höchste Punkt der Gemarkung. Unterhalb liegt das NaturschutzgebietSchwärzwiesen bei Hülsa. Aufgrund der topografischen Lage hat der flächenmäßig größte und höchstgelegene Stadtteil Hombergs überdurchschnittlich viele Sonnenstunden und in den Wintermonaten eine hohe Schneewahrscheinlichkeit.
Hülsa entstand am 15. September 1960 durch die Zusammenlegung der Gemeinden Niederhülsa und Oberhülsa.
Die erste bekannte urkundliche Erwähnung von Niederhülsa und Oberhülsa findet sich im Jahre 1249.[3][4] In historischen Dokumenten ist der Ort unter folgenden Ortsnamen belegt (in Klammern das Jahr der Erwähnung):[3]de Hulse (1249) [Landau, Hessengau S. 163]; zcu Hulße (1477); zu Hulsße (1501); zu Holse (1535); Hoelße (1559); Hölße (1573); Hülsa (1575/85); vor und im Holssen (1576); Hülse (1611); Hils (1774).
Hülsa besitzt eine Parkanlage und ein Bewegungsbad (Hallenbad) und war von 1974 an staatlich anerkannter Luftkurort. Heute trägt der Ort das Prädikat staatlich anerkannter Familienferienort.[1]
Mit dem Gedicht "Mein Dörflein am Knüll" verfasste Pfarrer Samuel Raith während seiner Amtszeit in Hülsa (1904–1912) die heute als Musikstück bekannte inoffizielle Hymne der Region.
Seit 1991 findet jährlich – am ersten Adventswochenende – der durch die Vereinsgemeinschaft Hülsa veranstaltete traditionelle Weihnachtsmarkt vor der Kirche statt, auf dem das original Hülsaer Heißgetränk "Trompetentraum" ausgeschenkt wird.
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Hülsa 456 Einwohner. Darunter waren 9 (= 2,0%) Ausländer.
Nach dem Lebensalter waren 99 Einwohner unter 18 Jahren, 171 zwischen 18 und 49, 90 zwischen 50 und 64 und 99 Einwohner waren älter.[8] Die Einwohner lebten in 180 Haushalten. Davon waren 42 Singlehaushalte, 57 Paare ohne Kinder und 60 Paare mit Kindern, sowie 21 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 39 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 105 Haushaltungen lebten keine Senioren.[8]
Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt,1968. Weitere Quellen: [3]
Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt,1968. Weitere Quellen: [4]
Hülsa
Hülsa: Einwohnerzahlen von 1961 bis 2015
Jahr
Einwohner
1961
426
1967
452
1980
?
1990
?
2000
?
2011
456
2015
574
Datenquelle: Historisches Gemeindeverzeichnis für Hessen: Die Bevölkerung der Gemeinden 1834 bis 1967. Wiesbaden: Hessisches Statistisches Landesamt,1968. Weitere Quellen: [9]; Zensus 2011[8]; Stadt Homberg (Efze)[1]
Für Hülsa besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Hülsa) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern.[7]
Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Hülsa 41,77%. Alle Kandidaten gehörten der Liste „Dorfgemeinschaft Hülsa“ an.[10] Der Ortsbeirat wählte Gert Freund zum Ortsvorsteher.[11]
↑Gemeindegebietsreform in Hessen: Zusammenschlüsse und Eingliederungen in Hessen vom 14.Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr.01, S.5, Punkt 8; Abs. 49. (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags[PDF; 4,9MB]).