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Hubert Aust

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Architekt Hubert Aust

Hubert Bohumír Aust (* 31. Oktober 1891 in Chválkovice, jetzt Ortsteil von Olomouc; † 20. Dezember 1955 in Olomouc) war ein mährischer Architekt.[1][2]

Leben und Wirken

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Sein Vater Alois Aust war in einem Sägewerk beschäftigt. Von dessen sieben Kindern erhielt nur Hubert eine höhere Ausbildung. Er besuchte drei Jahre die Realschule und zwei Jahre die Berufsschule in Valašské Meziříčí. Von 1911 bis 1914 studierte er an der Kunstgewerbeschule Prag und war dort auch Schüler des Architekten Josef Plečnik (1872–1957). In der Zwischenkriegszeit arbeitete Aust als freiberuflicher Architekt in Olmütz, wo er seine bedeutendsten Bauten entworfen hat, die Hussitenkirche und das Mausoleum der jugoslawischen Soldaten in Olmütz. Weitere Bauten von ihm befinden sich in den umliegenden Städten, in Mohelnice, Bystřice pod Hostýnem, Bohuňovice, Prostějov und Uničov. Er war seit 1915 mit Bohumila Anna Dvořáková (1887–1928) verheiratet, mit der er zwei Kinder hatte. Im Jahr 1929 heiratete er Anna Bartoňková (1896–?). In den 1930er Jahren erbaute er seine Familienvilla in Holice (Přerovská 1117/52, ehemals 370/52), wo er sich mit seiner Frau und den Kindern niederließ. Ab Ende der 1940er Jahre arbeitete er als Architekt bei der Firma Stavoprojekt. Hubert Aust starb am 20. Dezember 1955 in Olomouc. Seine Urne befindet sich im Kolumbarium der Hussitenkirche von Olomouc.

Seine Bauten waren anfänglich vom Neoklassizismus geprägt, wandelten sich aber später hin zum Rondokubismus. Um die Mitte der 1920er Jahre verwendete er in einigen Wohnhäusern (z. B. bei der Wohnanlage Nová rodina) auch Elemente des Dekorativismus. Später bevorzugte er schlichtere Architekturkonzepte, z. B. den sogenannten niederländischen Neoplastizismus mit spätfunktionalistischen Elementen (wie beim Wohnhaus von 1938 in Lazce, Vlkova 289/27).

Bauten (Auswahl)

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  • 1924/25: Entwurf der Hussitenkirche (Husův sbor) in Olomouc, errichtet 1925/26 durch František Petřík
  • 1925: Wohnhäuser der Wohnanlage Neue Heimat (Nová rodina)[3]
  • 1926: Grundschule in Olomouc-Povel, Holečkova 193/10[4][5]
  • 1926: Mausoleum der jugoslawischen Soldaten im Bezruč-Park in Olomouc
  • 1927/28: Geschäfts- und Wohngebäude von V. Svoboda in Olomouc, Legionářská 797/3, mit Skulpturenschmuck von Karel Lenhart[6]
  • 1927/28: Umbau des Hotels Palac in Olmütz, 1. máje 869/27
  • 1927/28: Bürgerschule in Olomouc-Pavlovičky, Gorkého 96/39[7]
  • 1930: Hussitenkirche in Liptovská Osada[8]
  • 1930er Jahre: Villa der Familie Aust in Holice, Přerovská 1117/52
  • 1935: Umbau des Bürgerhauses in Olmütz, Horní náměstí 366/6 zur Sparkasse (Rolnická spořitelna), jetzt CSOB-Bank[9]
  • 1938: Entwurf des Kolumbariums unter der Hussitenkirche in Olomouc, errichtet 1940–1942 durch Jan Komrska
  • 1938: Wohnhaus E. Obrtel in Olomouc-Lazce, Vlkova 289/27[10]
  • 1948: Umbau der Ersten Tschechoslowakischen Versicherung (Nadstavba první československé pojišťovny) in Olmütz, 1. máje 877/42[11]
  • Martina Tošovská: Hubert Aust. Architektura v Olomouc. Olomouc 2017, Univerzita Palacký-Universität Olomouc, Bakalaureus-Arbeit, siehe als PDF-Datei (tschech.)
Commons: Hubert Aust – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ abArt: Hubert Aust (tschech.) (abgerufen am 2. Oktober 2026)
  2. ↑ Martina Tošovská: Hubert Aust. Architektura v Olomouc. Olomouc 2017, Univerzita Palacký-Universität Olomouc, Bakalaureus-Arbeit, siehe als PDF-Datei (tschech.) (abgerufen am 2. Oktober 2026)
  3. ↑ Tošovská, S. 77
  4. ↑ Tošovská, S. 80
  5. ↑ Grundschule in Povel (tschech.) (abgerufen am 2. Oktober 2026)
  6. ↑ Tošovská, S. 83/84
  7. ↑ Tošovská, S. 88
  8. ↑ Tošovská, S. 89/90
  9. ↑ Tošovská, S. 98/99
  10. ↑ Tošovská, S. 102
  11. ↑ Tošovská, S. 108/09