Das Einzugsgebiet des Huab reicht von der Atlantikküste ostwärts über den südlichen Grootberg bis 50km hinter Kamanjab im Norden und nach Süden bis etwa 20km südlich von Fransfontein und Khorixas und umfasst 16.466km²[1]. Der höchste Punkt des Einzugsgebiets liegt auf etwa 1600m. Der Jahresniederschlag ist unregelmäßig und variiert von 0mm an der Küste bis 350mm im östlichen Einzugsgebiet, wobei nur etwa 13% der Fläche einen Jahresniederschlag über 300mm erfahren. In 80% des Einzugsgebiets liegt die Niederschlagsmenge unter 100mm/a. Insbesondere im Unterlauf und im Mündungsbereich des Huab befinden sich Grundwasseraustritte und größere Feuchtgebiete. Bedeutendster Zufluss ist der Aba-Huab, dessen Abfluss aber im Oberlauf durch zahlreiche Farmdämme abgefangen wird, so dass der Huab nur noch selten die Mündung erreicht.[3]
36% des Einzugsgebiets des Huab verteilen sich auf 95 kommerzielle und private Farmen östlich von Khorixas und Fransfontein, wo die Jahresniederschläge über 300mm liegen. 62% des Einzugsgebiets sind Gemeinschaftsland, während die restlichen 2% in Bereich des Skeleton Coast Parks liegen. Während der östliche Teil des Einzugsgebiets akzeptable Bedingungen für Landwirtschaft bietet, erlaubt das aride Klima in den unteren Bereichen des Huab nur Wanderweidewirtschaft. Der kommerzielle Farmbetrieb und die Dämme im Bereich des Aba-Huab, der steigende Wasserverbrauch im östlichen Huabtal und in Khorixas sowie der erhöhte Weidedruck haben zu einem Absinken des Grundwasserspiegels im Unterlauf und zum Trockenfallen zahlreicher Quellen geführt. Diese Abnahme gefährdet zunehmend die Population der Wüstenelefanten, für die der Huab zusammen mit den anderen Rivieren die Lebensgrundlage darstellt.
Mary Seely, Kathryn M. Jacobson, Peter J. Jacobson: Ephemeral Rivers and Their Catchments – Sustaining People and Development in Western Namibia. Desert Research Foundation of Namibia, 1995, ISBN 978-99916-709-4-2
Klaus Hüser, Helga Besler, Wolf Dieter Blümel, Klaus Heine, Hartmut Leser, Uwe Rust: Namibia – Eine Landschaftskunde in Bildern. Klaus Hess, Göttingen/Windhoek 2001, ISBN 978-3-933117-14-4
↑Klaus Hüser, Helga Besler, Wolf Dieter Blümel, Klaus Heine, Hartmut Leser, Uwe Rust: Namibia – Eine Landschaftskunde in Bildern. Klaus Hess Verlag, Göttingen/Windhoek 2001, ISBN 978-3-933117-14-4.