Als die Amerikaner im Vietnamkonflikt das M14 durch das M16 ersetzten, wurde das Kaliber 5,56 × 45 mm NATO neue NATO-Standardmunition. Deshalb begann Japan ein neues Sturmgewehr zu entwickeln, um die alten Gewehre im Kaliber 7,62 × 51 mm NATO zu ersetzen.
Die Firma Hōwa Kōgyō wurde damit beauftragt, da diese bereits die Lizenz zur Produktion von AR-18 Gewehren besaß. Die dadurch gewonnenen Erkenntnisse flossen in die Entwicklung ein. Nach den Prototypen HR-11, HR-13, HR-15 und HR-16 (HR1604) wurde das Endprodukt als Typ 89 bezeichnet, nach dem Einführungsjahr 1989.
Wie alle modernen Sturmgewehre ist auch das Typ 89 ein Gasdrucklader mit Drehkopfverschluss, der Mechanismus entspricht dem des AR-18. Die Waffe hat eine feste Schulterstütze, die einen kleinen Stauraum enthält. Die Version Typ 89-F (früher Typ 89 Para) besitzt eine klappbare Schulterstütze und wird von Fahrzeugbesatzungen und Fallschirmspringern eingesetzt. Das dazugehörige Stangenmagazin fasst 30 Schuss, es können auch STANAG-Magazine verwendet werden, allerdings funktioniert dann der Verschlussfang nicht. Ein eigenes Bajonett wurde ebenfalls für die Waffe entwickelt, es kann ebenfalls das M-9 verwendet werden. Der GranatwerferM203 lässt sich mit Hilfe eines Adapters befestigen. Der Feuerwahlhebel befindet sich nur auf der rechten Seite des Sturmgewehres.