Horstfelde
Horstfelde Stadt Zossen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 52° 13′ N, 13° 24′ O |
| Höhe: | 39 m |
| Fläche: | 8,38 km²[1] |
| Einwohner: | ca. 364 (2011)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 43 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 31. Dezember 1997 |
| Eingemeindet nach: | Glienick |
| Postleitzahl: | 15806 |
| Vorwahl: | 03377 |
Dorfaue von Südosten | |
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1583 | ca. 60 bis 75 (11 Bauern, 4 Kossäten) |
| 1734 | 112 |
| 1772 | 138 |
| 1801 | 130 |
| 1817 | 116 |
| 1840 | 158 |
| 1858 | 184 |
| 1895 | 245 |
| 1925 | 231 |
| 1939 | 305 |
| 1946 | 432 |
| 1964 | 325 |
| 1971 | 300 |
| 1981 | 311 |
| 1991 | 356 |
| 1996 | 393 |
| 2010 | 367 |
| 2022 | 328 |
Politische Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zum Zeitpunkt der ersten urkundlichen Nennung gehörte Dergischow zur Herrschaft Zossen, die 1490 vom brandenburgischen Kurfürsten Johann Cicero gekauft und in ein Amt umgewandelt wurde. Das Amt Zossen wurde im Verlauf des 17. Jahrhunderts Bestandteil des Kreises Teltow; es wurde im Jahr 1872 aufgelöst. Der Kreis Teltow bestand bis 1952, als er im Zuge der Kreisreform in der damaligen DDR aufgelöst und in drei kleinere Kreise aufgeteilt wurde. Horstfelde kam damals zum Kreis Zossen (von 1990 bis 1993 Landkreis Zossen).
Nach der Wende schloss sich Horstfelde im Rahmen der neuen Kommunalverfassung des Landes Brandenburg mit elf anderen Gemeinden zum (neuen) Amt Zossen zusammen[7]. 1993 entstand aus den drei Altkreisen Jüterbog, Luckenwalde und Zossen der neue Landkreis Teltow-Fläming. Zum 31. Dezember 1997 schlossen sich Glienick, Horstfelde und Schünow zur neuen (Groß-)Gemeinde Glienick zusammen[8]. Am 26. Oktober 2003 wurde die (Groß-)Gemeinde Glienick per Gesetz in die Stadt Zossen eingegliedert und aufgelöst. Zum selben Zeitpunkt wurde auch das Amt Zossen aufgelöst und die Stadt Zossen amtsfrei.[9] Horstfelde, ebenso Glienick und Schünow wurden eigenständige Ortsteile innerhalb der Stadt Zossen. Gegen die Auflösung der (Groß-)Gemeinde Glienick und deren Eingliederung in die amtsfreie Stadt Zossen erhob die Gemeinde Glienick 2003 Kommunalverfassungsbeschwerde vor dem Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, die jedoch 2005 abgelehnt wurde[10]. Ortsvorsteher ist derzeit (2024) Herr Michael Tesch[11].
Kirchliche Verhältnisse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Horstfelde hat keine eigene Kirche und hatte wahrscheinlich auch nie eine Kirche, sondern war immer nach Zossen eingepfarrt. 1780 musste der Ort zum Kirchenbau in Zossen 400 Dachsteine heranschaffen[5].
Tourismus und Wirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Horstfelde ist ein „Pferdedorf“. 1991 entstand aus einem Resthof mit 80 Hektar Nutzfläche, und der von der LPG (Tierproduktion) bewirtschaftet wurde, das Gestüt Horstfelde[12]. Außerdem sind zwei weitere Reiterhöfe im Dorf ansässig.
An der B246 zwischen Horstfelde und Schünow wird in einer größeren Grube Sand und Kies abgebaut. Gegenüber dem heutigen aktiven Abbau wird die alte, mit Wasser vollgelaufene Abbaugrube für Wasserskisport genutzt.
Denkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bodendenkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Denkmalliste führt keine Baudenkmale auf, dafür die folgende Bodendenkmale auf[13]:
- Flur 1,2: eine Siedlung der Bronzezeit, den Dorfkern aus dem Mittelalter und der Neuzeit, ein Einzelfund aus der Steinzeit, ein Einzelfund aus der Bronzezeit, eine Siedlung der Steinzeit, eine Siedlung der römischen Kaiserzeit
- Flur 1: ein Gräberfeld der Bronzezeit
- Flur 1: eine Siedlung der Bronzezeit
- Flur 2: eine Siedlung der Urgeschichte
- Flur 2: eine weitere Siedlung der Urgeschichte
- Flur 1: eine dritte Siedlung der Urgeschichte
- Flur 2,3: eine Siedlung der Eisenzeit, eine weitere Siedlung der Urgeschichte
- Flur 3: eine Siedlung der Bronzezeit
- Flur 2: eine weitere Siedlung der Urgeschichte
- Flur 2: eine Siedlung der Bronzezeit, eine weitere Siedlung der Urgeschichte
- Flur 2: eine weitere Siedlung der Bronzezeit, eine Siedlung der Urgeschichte
Naturdenkmal
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der südlichen Dorflage (vor Saalower Str. 10) steht ein Maulbeerbaum, der wegen seiner wissenschaftlichen Bedeutung für die Dendrologie als Naturdenkmal klassifiziert ist[14]. Weiterhin liegt in der Nähe des Naturschutzgebiets Horstfelder und Hechtsee.
Belege
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Lieselott Enders und Margot Beck: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil IV. Teltow. 395 S., Hermann Böhlaus Nachfolger Weimar, 1976
- Gerhard Schlimpert: Brandenburgisches Namenbuch Teil 3 Die Ortsnamen des Teltow. 368 S., Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1972.
- Wilhelm Spatz: Der Teltow. Teil T. 3., Geschichte der Ortschaften des Kreises Teltow. 384 S., Berlin, Rohde, 1912.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Gemarkung Horstfelde, Stadt Zossen. In: GEOindex. Abgerufen im September 2025.
- ↑ Hauptsatzung der Stadt Zossen vom 4. März 2009 PDF ( vom 13. Dezember 2015 im Internet Archive)
- ↑ Schlimpert (1972: S. 96/7)
- 1 2 Enders und Beck (1976: S. 108/9)
- 1 2 Spatz (1912: S. 50)
- ↑ Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg für 1875 bis 2005. 19.14 Landkreis Teltow-Fläming PDF
- ↑ Bildung der Ämter Blankenfelde/Mahlow und Zossen. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 13. Februar 1992. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 3. Jahrgang, Nummer 11, 28. Februar 1992, S. 194.
- ↑ Zusammenschluss der Gemeinden Glienick, Horstfelde und Schönow (Amt Zossen) zu der neuen Gemeinde Glienick. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 23. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 2, 22. Januar 1998, S. 24.
- ↑ Viertes Gesetz zur landesweiten Gemeindegebietsreform betreffend die Landkreise Havelland, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming (4.GemGebRefGBbg) vom 24. März 2003
- ↑ Auflösung der Gemeinde Glienick (Amt Zossen) durch Eingliederung in die neu gebildete amtsfreie Stadt Zossen ( des vom 25. Februar 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Die Ortsteile der Stadt Zossen und ihre Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher ( vom 1. Mai 2012 im Internet Archive)
- ↑ Homepage des Gestüts Horstfelde ( vom 18. September 2012 im Internet Archive)
- ↑ Denkmalliste des Landes Brandenburg für den Landkreis Teltow-Fläming (Stand: 31. Dezember 2011) PDF ( vom 23. September 2015 im Internet Archive)
- ↑ Landkreis Teltow-Fläming Naturdenkmale - Bäume PDF ( vom 14. Dezember 2007 im Internet Archive)



