Zum Inhalt springen

Horst Friebolin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Horst Friebolin (* 15. September 1933 in Villingen; † 31. Januar 2026 in Heidelberg)[1] war ein deutscher Chemiker und Hochschullehrer, der auf dem Gebiet der NMR-Spektroskopie arbeitete und Lehrbücher zu diesem Thema veröffentlichte, die zu Standardwerken wurden.[2]

Horst Friebolin studierte von 1953 bis 1963 an der Universität Freiburg Chemie und promovierte 1963 bei Reinhard Mecke mit dem Thema Protonenresonanzuntersuchungen über innermolekulare Beweglichkeit und Konformationen von Sechs- und Siebenringen. Von 1963 bis 1968 war er am Institut für Elektrowerkstoffe der Fraunhofer-Gesellschaft in Freiburg tätig, von 1968 bis 1970 am Institut für Makromolekulare Chemie der Universität Freiburg beschäftigt. Von 1970 bis 1971 arbeitete er bei der BASF. Er habilitierte sich 1971 in Freiburg und wechselte 1972 an die Universität Heidelberg, wo er als Nachfolger von Albrecht Mannschreck die Abteilung NMR-Spektroskopie übernahm.[3] 1974 wurde er dort Professor[4] und mit dem Eintritt in den Ruhestand emeritiert.[5] Seine Arbeitsschwerpunkte waren NMR-spektroskopische Untersuchungen von dynamischen chemischen Prozessen und enzymatisch katalysierten Reaktionen. Seine Bücher über die NMR-Spektroskopie wurden Standardlehrbücher, erfuhren mehrere Auflagen und wurden ins Englische übersetzt.

Veröffentlichungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Horst Friebolin: NMR-Spektroskopie : eine Einführung mit Übungen. Verlag Chemie, Weinheim (Bergstr.) 1974, ISBN 978-3-527-21011-4.
  • Horst Friebolin: Ein- und zweidimensionale NMR-Spektroskopie : Eine Einführung. 5. Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 2013, ISBN 978-3-527-33492-6, S. 429. (Onlineausgabe ISBN 978-3-527-67051-2)
  • Horst Friebolin: Basic one- and two-dimensional NMR spectroscopy. 5. Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 2011, ISBN 978-3-527-32782-9, S. 418.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Traueranzeige von Horst Friebolin. In: Trauer.rnz.de. 4. Februar 2026, abgerufen am 6. Februar 2026.
  2. Heidelberger Gelehrtenlexikon 1933-1986. Springer, Berlin, Heidelberg 2009, ISBN 978-3-540-88835-2, Professorenbiographien in alphabetischer Reihenfolge, S. 203, doi:10.1007/978-3-540-88835-2_7.
  3. H. Günther: Horst Fribolin wird 75. In: MARS Newsletter. Gesellschaft Deutscher Chemiker, September 2008, abgerufen am 8. März 2023.
  4. Arbeitsgruppe Prof. Dr. Horst Friebolin. In: Organisch-Chemisches Institut. Universität Heidelberg, abgerufen am 9. März 2023.
  5. Ehemalige Dozentinnen und Dozenten des Organisch-Chemischen Instituts. In: Organisch-Chemisches Institut. Universität Heidelberg, abgerufen am 8. März 2023.