Hollerath
Hollerath Gemeinde Hellenthal | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 27′ N, 6° 24′ O |
| Höhe: | 599 m ü. NHN |
| Fläche: | 31,8 km² |
| Einwohner: | 514 (31. Dez. 2020)[1] |
| Bevölkerungsdichte: | 16 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1969 |
| Postleitzahl: | 53940 |
| Vorwahl: | 02482 |
Hollerath von Südwesten | |
| Blasonierung: „In Gold (Gelb) über einem erhöhten schwarzen Dreiberg, darin gekreuzte silberne (weiße) Köhlerhacken, drei rote Flammen.“[3] | |
| Wappenbegründung: Das Wappen wurde 1966 vom nordrhein-westfälischen Innenminister verliehen. Es erinnert an die frühzeitliche Köhlerwirtschaft in der Gemeinde. |
Tourismus und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hollerath
- Ortskern
- Pfarrkirche St. Bernhard
- Wegekreuz
- Kriegsopfer-Denkmal
- Fachwerkhaus, Kirchstraße
Überregional bekannt ist Hollerath (früher: Luftkurort Hollerath) für sein Wintersportgebiet und seinen Skilift (⊙). Skiläufer der Langlaufabteilung des Sportvereins DJK Hollerath[4] haben bei regionalen, deutschen und europäischen Meisterschaften und Wettkämpfen Siege erringen können.[5] Der Skiclub Bonn e. V. von 1907[6] unterhält in Hollerath die „Bonner Skihütte“, ein im Jahre 1913 erbautes Fachwerkhaus. Der Wintersport-Verein Köln e. V.[7] unterhält ebenfalls seine Skihütte in Hollerath, 1948 auf den Grundmauern eines im Krieg stark zerstörten ehemaligen Polizeihauses vom WSV Köln aufgebaut.[8] Überreste einer bereits 1934 als "Adolf-Hitler-Schanze" eröffneten und im Zweiten Weltkrieg zerstörten Skisprungschanze des WSV Köln von 18 Metern Höhe und 90 Metern Länge sind heute noch im Wald bei Hollerath gut zu erkennen.[9] Jahrzehntelang, bis in das Jahr 2016, unterhielten die Duisburger Realschulen eines ihrer Schullandheime in Hollerath.[10]
Hollerath wird auch mit den Narzissenwiesen am oberen Lauf der Olef assoziiert, von welchen Teile als Stiftungsfläche unter der Schirmherrschaft der Loki Schmidt Stiftung stehen.[11] Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Katholische Pfarrkirche. Sie ist St. Bernhard geweiht und wurde 1948–1950 erbaut.[12]
Nordwestlich von Hollerath gibt es eine Höckerlinie des Westwalls, eine Panzersperre. Der Kölner Philosoph und Künstler Ralf Peters nutzte sie 2016 für eine Kunst-Performance für den Frieden.[13] Es gibt einen 13 km langen Wander-Rundweg.[14]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die VRS-Buslinie 839 der RVK verbindet den Ort, überwiegend als TaxiBusPlus nach Bedarf, mit seinen Nachbarorten und mit Hellenthal.
| Linie | Verlauf |
|---|---|
| 839 | MiKE (außer im Schülerverkehr): Hellenthal Busbf – Platiß – (Unterpreth –) Hollerath – Ramscheid – Ramscheiderhöhe – (Miescheid –) Udenbreth – Losheimergraben – Losheim – Kehr |
Zuletzt 2021 verkehrte außerdem an Wochenenden von April bis Oktober die Fahrradbuslinie 771 von Schmidtheim nach Hellenthal und zurück.
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Walter Hanf: Chronik von Hollerath. Selbstverlag, Hollerath 1990, DNB 995462372.
- Walter Hanf: Aufkommender Sommer- und Wintertourismus im Schleidener Tal und im Höhengebiet um Hollerath. In: Im Kaiserreich – die Zeit Wilhelms II. im Kreis Euskirchen (= Geschichte im Kreis Euskirchen – Jahresschrift Geschichtsverein des Kreises Euskirchen e. V. Jahrgang 13). Euskirchen, ISBN 3-930137-91-7.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen (HW). In: hellenthal.de. Gemeindeverwaltung Hellenthal, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 9. Mai 2021; abgerufen am 7. Juli 2021. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 100.
- ↑ BR 2496 / Hauptstaatsarchiv Düsseldorf, Wappenzentralkartei BR 2496, Nr. 209
- ↑ Sportvereine und -verbände. In: hellenthal.de. Gemeinde Hellenthal, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 9. Juli 2021; abgerufen am 8. Juli 2021. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Leo Knips: DJK ehrte Maria und Bruno Dahm. In: rundschau-online.de. Kölnische Rundschau, 23. Januar 2004, abgerufen am 8. Juli 2021.
- ↑ Willkommen beim Skiclub Bonn. Abgerufen am 8. Juli 2021.
- ↑ Verein: Wir über uns. In: wsv-koeln.de. Wintersport-Verein-Köln e. V., abgerufen am 8. Juli 2021.
- ↑ Festschrift: 100 Jahre Wintersport-Verein-Köln e. V. (PDF; 2,6 MB) Wintersport-Verein Köln e. V., abgerufen am 8. Juli 2021.
- ↑ Skisprungschanze des Wintersportvereins Köln in Hollerath. Eintrag in der Datenbank „KuLaDig“ des Landschaftsverbands Rheinland. Abgerufen am 2. Januar 2026.
- ↑ Klaus Pesch: Flüchtlinge: Die Gemeinde Hellenthal nimmt weitere 90 Asylbewerber auf. In: ksta.de. Kölner Stadt-Anzeiger, 5. August 2016, abgerufen am 8. Juli 2021.
- ↑ Projekte / Stiftungsland Westdeutschland / Narzissenwiesen Oleftal. Loki Schmidt Stiftung, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 25. September 2015; abgerufen am 25. September 2015. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Walter Hanf: Die Verehrung des heiligen Bernhard von Clairvaux. Helfer bei Lähmungen und Kinderkrämpfen. In: Eifeljahrbuch. Eifelverein, 2001, ISSN 0424-687X, S. 67–70.
- ↑ Zum ewigen Frieden. Abgerufen am 8. Juli 2021.
- ↑ Eifelspur Westwall
- ↑ Bernhard Kirfel: Eisvogel. Der Seher, Dichter und Heiler Hubert Wachtendonk (1928–1985). Verlag Clemens Zerling, Berlin, ISBN 978-3-88468-039-1.
- ↑ Goldenes Priesterjubiläum von Pater Herbert Becker. Gemeinschaft der Gemeinden Hellenthal/Schleiden, 9. September 2017, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 6. Oktober 2017. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
- ↑ Pater Herbert Becker SVD erhält chilenische Ehrenbürgerschaft. Steyler Missionare, 24. November 2008, abgerufen am 6. Oktober 2017.

