Hinterhornbach
Hinterhornbach | |||
|---|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | ||
| Basisdaten | |||
| Staat: | |||
| Land: | |||
| Politischer Bezirk: | Reutte | ||
| Kfz-Kennzeichen: | RE | ||
| Fläche: | 50,55 km² | ||
| Koordinaten: | 47° 21′ N, 10° 27′ O | ||
| Höhe: | 1101 m ü. A. | ||
| Einwohner: | 89 (1. Jän. 2025) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 1,8 Einw. pro km² | ||
| Postleitzahl: | 6646 | ||
| Vorwahl: | 05632 | ||
| Gemeindekennziffer: | 7 08 15 | ||
| NUTS-Region | AT331 | ||
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Gemeindehaus 18 6646 Hinterhornbach | ||
| Website: | |||
| Politik | |||
| Bürgermeister: | Martin Kärle (Gemeinsam für Hinterhornbach) | ||
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2022) (9 Mitglieder) |
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| Lage von Hinterhornbach im Bezirk Reutte | |||
Hinterhornbach im Hornbachtal | |||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | |||
| Bad Hindelang (Lkr. Oberallgäu., BY, DE) | ||
| Oberstdorf (Lkr. Oberallgäu., BY, DE) | Elmen | |
| Holzgau | Elbigenalp | Häselgehr |
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ort wurde 1235 erstmals urkundlich erwähnt.[2] Die Besiedlung erfolgte als Almgebiet vom Allgäu her über die Joche. Die ursprünglichen Einzelhöfe wandelten sich zu Hofgruppen und weilerartigen Siedlungen.
Hinterhornbach war von alters her der Pfarre Elbigenalp, ab 1515 Elmen (1758 Kuratie, 1761/64 Widum) und der Gerichtsbarkeit Ehrenberg unterstellt, und gehörte zur Anwaltschaft Unterlechtal der Region Lechtal. 1810–1833 (davon 1806–1814 im Innkreis des Königreichs Bayern, danach wieder österreichisch) war die Ortschaft mit Vorderhornbach zum Steuerdistrikt (österreichisch Steuergemeinde) Hornbach vereinigt. 1883 entstand aus Hinterhornbach eine eigene Gemeinde. 1891 wurde es zur Pfarre erhoben.[3]
Abwanderungen der 1950er und 1960er Jahre konnten durch Infrastrukturmaßnahmen, wie dem Straßenausbau im Tal, gestoppt werden.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Katholische Pfarrkirche Hinterhornbach Unsere Liebe Frau vom Guten Rat
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Hinterhornbach gibt es zwanzig landwirtschaftliche Betriebe, wovon zwölf Nebenerwerbsbauern sind. Diese bewirtschaften insgesamt nur ein Prozent der landwirtschaftlichen Fläche (Stand 2010).[4]
Von den 39 Gebäuden des Ortes sind 31 Wohngebäude, sieben Hotels und ein allgemeines Gebäude.[5] Die Anzahl der Übernachtungen stieg von 6000 im Jahr 2010 auf 13.000 im Jahr 2019. Der Großteil der Gäste kommt in den Sommermonaten.[6]
Die einzige Straßenverbindung ist die Hornbacher Straße L264, die talauswärts nach Vorderhornbach und ins Lechtal führt.
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den Gemeinderat werden 9 Mandatare gewählt. Die letzten Wahlen ergaben folgende Ergebnisse:
| 2010[7] | 2016[8] | 2022[9] | |
|---|---|---|---|
| ÖVP Gemeinsam für Hinterhornbach | 5 | 9 | 9 |
| ÖVP Gemeindeliste Hinterhornbach | 4 | – | – |
| Gemeinderat-Mitglieder | 9 | 9 | 9 |
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- bis 2010 Wilfried Lechleitner (ÖVP)
- seit 2010 Martin Kärle (ÖVP Gemeinsam für Hinterhornbach)
Wappen
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- In Blau über zwei schmalen schrägrechten Wellenbalken ein silberner Widderkopf.
Das 1979 verliehene Gemeindewappen[10] symbolisiert als redendes Wappen den Ortsnamen und erinnert außerdem an die früher bedeutende Schafzucht.[11]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johann Kärle (1835–1913), Maler
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gustav und Georg Dinger: Natur- und kulturkundlicher Wanderführer Hinterhornbach. Hrsg. von der Sektion Donauwörth des Deutschen Alpenvereins. Verlag Ludwig Auer, 2002, ISBN 3-9807169-6-1.
- Sebastian Hölzl: Die Gemeindearchive des Bezirkes Reutte. Band 1: Ohne Markt Reutte und Stadt Vils (= Edition Atelier: Tiroler Geschichtsquellen. Band 37). Tiroler Landesarchiv, Innsbruck 1997, ISBN 3-901464-06-9, S. 232 ff. Hinterhornbach.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Kontaktdaten der Gemeinde, auf tirol.gv.at
- Eintrag zu Hinterhornbach im Austria-Forum (im AEIOU-Österreich-Lexikon)
- Hinterhornbach. In: geschichte-tirol.com, Datenbank des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“.
- Geschichte zu Hinterhornbach des DAV Donauwörth
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Hinterhornbach, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 2. August 2021.
- ↑ Peter Anreiter, Christian Chapman, Gerhard Rampl: Die Gemeindenamen Tirols: Herkunft und Bedeutung (= Veröffentlichungen des Tiroler Landesarchivs. Band 17). Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0449-0, S. 508 ff. Abschnitt Hornbach (Vorder-, Hinter-).
- ↑ Michael Fritz: Hinterhornbach. In: geschichte-tirol.com, Datenbank des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Hinterhornbach, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 2. August 2021.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Hinterhornbach, Gebäude nach Gebäudenutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 2. August 2021.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Hinterhornbach, Übernachtungen. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 2. August 2021.
- ↑ Land Tirol - Wahlen 2010. Abgerufen am 28. August 2022.
- ↑ Land Tirol - Wahlen 2016. Abgerufen am 28. August 2022.
- ↑ Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen 2022 | Gemeinde Hinterhornbach. Land Tirol, abgerufen am 28. August 2022.
- ↑ Landesgesetzblatt für Tirol. Nr. 26/1979 (Digitalisat).
- ↑ Hinterhornbach (Tirol) im Tirol Atlas des Instituts für Geographie an der Universität Innsbruck.


