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Hilpoltstein

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Wappen Deutschlandkarte
Hilpoltstein
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hilpoltstein hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 49° 11′ N, 11° 11′ OKoordinaten: 49° 11′ N, 11° 11′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Roth
Höhe: 380 m ü. NHN
Fläche: 89,72 km²
Einwohner: 13.707 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 153 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91161
Vorwahlen: 09174 Hilpoltstein
09177 Oberrödel, Unterrödel, Zell
09179 MeckenhausenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: RH, HIP
Gemeindeschlüssel: 09 5 76 127
Stadtgliederung: 49 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstr. 1
91161 Hilpoltstein
Website: www.hilpoltstein.de
Erster Bürgermeister: Felix Erbe[2] (Bündnis 90/Die Grünen)
Lage der Stadt Hilpoltstein im Landkreis Roth
KarteNürnbergLandkreis Nürnberger LandLandkreis FürthSchwabachLandkreis AnsbachLandkreis Weißenburg-GunzenhausenLandkreis Neumarkt in der OberpfalzSoosAbenberger WaldDechenwaldHeidenbergForst KleinschwarzenloheBüchenbachGeorgensgmündKammersteinSchwanstettenRednitzhembachRohr (Mittelfranken)Rohr (Mittelfranken)RothThalmässingWendelstein (Mittelfranken)SpaltRöttenbach (Landkreis Roth)HilpoltsteinHeideckGredingAllersbergAbenberg
Karte
Luftaufnahme aus Norden

Hilpoltstein ([ˈhɪlpɔltˌʃtaɪ̯n] ) ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Roth in Bayern und ist Teil der Europäischen Metropolregion Nürnberg.

Hilpoltstein liegt rund 30 Kilometer südlich des Zentrums der Stadt Nürnberg und ca. 50 km nördlich von Ingolstadt am Fluss Roth in der mittelfränkischen Keuperbucht (vgl. Keuper) am östlichen Rand des Fränkischen Seenlandes. Am nordöstliche Rand des städtischen Bebauung verläuft der Main-Donau-Kanal.[3]

Gemeindegliederung

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Es gibt 49 Gemeindeteile (in Klammern der Siedlungstyp):[4][5]

Es gibt auf dem Gemeindegebiet 18 Gemarkungen: Hagenbuch, Heuberg, Hilpoltstein, Hofstetten, Jahrsdorf, Karm, Lampersdorf (Gemarkungsteil 1), Lay, Meckenhausen, Mindorf, Mörlach, Patersholz, Pierheim, Sindersdorf, Solar, Tiefenbach (Gemarkungsteil 0), Unterrödel und Weinsfeld.[6] Die Gemarkung Hilpoltstein hat eine Fläche von 8,415 km². Sie ist in 4551 Flurstücke aufgeteilt.[7] In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Aumühle, Knabenmühle, Lösmühle, Seitzenmühle, Stephansmühle und Weiherhaus.[8]

Nachbargemeinden

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Angrenzende Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn von Norden beginnend die Marktgemeinde Allersberg, die Städte Freystadt (im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz) und Greding, der Markt Thalmässing sowie die Städte Heideck und Roth.

Roth

Allersberg

Heideck

Kompass Freystadt

Thalmässing

Greding

Ruine Burg Hilpoltstein

Stadtgründung durch die Herren von Stein

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Die Anfänge der Burg Hilpoltstein und der zu Füßen der Burg entstandenen Stadt reichen bis ins 10. Jahrhundert zurück. Bemerkenswert ist, dass sowohl Burg als auch die Stadt auf Besitzungen des Hochstifts Eichstätt errichtet wurden, die den Herren von Stein als Lehen überlassen wurden.[9.1]

Aus dem 12. Jahrhundert ist eine Fülle von Urkunden erhalten, in deren Zeugenreihe zahlreiche Vertreter von Adelsgeschlechtern mit dem Namen von Stein vorkommen. Da aber eine Vielzahl von Orten den Namen „Stein“ tragen, kann erst ein um das Jahr 1139 genannter „Vdalricus qidam de Hilteboldestein“ mit großer Wahrscheinlichkeit dem hiesigen Adelsgeschlecht zugerechnet werden.[10]

Erstmals nachvollziehbar wurde Hilpoltstein im Jahre 1142 in einer Urkunde des Ludwig von Oettingen erwähnt, als dort der Zeuge „Vdalricus de Stein“ auftrat.[10] In den folgenden beiden Jahrhunderten war die Burg der Sitz der Herren von Stein.[10]

Zwar gibt es keine Zeugnisse über eine vorgotische Kirche in Hilpoltstein, jedoch wird in einer Urkunde des Jahres 1279 erstmals ein Pfarrer „plebanus Heinricus“ genannt.[11]

Um das Jahr 1280 wird die Siedlung unterhalb der Burg als „opidum in lapide“ (Stadt aus Stein) bezeichnet und erhielt um diese Zeit ein eigenes Stadtgericht, das jedoch nicht der Stadt, sondern noch den Herren von Stein unterstellt war. Zu dieser Zeit wurde auch eine Stadtmauer errichtet, die in das Befestigungssystem der Burg einbezogen wurde. Erstmals als Stadt urkundlich beglaubigt wurde Hilpoltstein im Jahre 1354.[9.2]

Hilpoltstein wird wittelsbachisch

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Wittelsbacher Wappenstein bei Seligenporten

Nachdem das Geschlecht der „Hilpoltsteiner“ mit dem Tode Hilpolts IV. von Stein am 20. Juli 1385 am Mannesstamme erloschen war, gingen Burg und Stadt Hilpoltstein auf dem Erbwege zunächst an dessen Neffen (mütterlicherseits) Schweiger d. J. von Gundelfingen, der die Burg und die Stadt samt allen „Zugehörungen“ zwei Jahre darauf an die Wittelsbacher Herzöge Stephan, Johann und Friedrich für 16.000 Gulden verkaufte. Bei der im Jahre 1392 vorgenommenen Teilung des Herzogtums Bayern kam Hilpoltstein zur wittelsbachischen Linie Bayern-Ingolstadt des Herzogs Stephan III.[9.3]

Ebenfalls 1392 bestätigte Herzog Stephan die Hilpoltsteiner Stadtrechte und verlieh der Stadt Hilpoltstein und ihren Bürgern neben anderen Freiheiten vor allem das Recht, von einem eigenen Stadtgericht gerichtet zu werden. Ausdrücklich vermerkt ist, dass von der Bayern-Herzögen nur mit Zustimmung des Rats der Bürger ein Richter eingesetzt werden dürfe.[9.4]

Mit dem Tode Herzog Ludwigs VII. im Mai 1447 erlosch der wittelsbachische Familienstamm Bayern-Ingolstadt. Herzog Heinrich XVI. von Bayern-Landshut übernahm daraufhin nahezu das gesamte Territorium des bisherigen Teilherzogtums Bayern-Ingolstadt und damit auch Burg und Stadt Hilpoltstein. Sein Sohn Herzog Ludwig IX. von Bayern-Landshut baute 1473 in Hilpoltstein die Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer[9.5] und den „Traidkasten“ an der Burg, der heute als Haus des Gastes genutzt wird.

Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg im Jahr 1505 wurde Hilpoltstein dem neu entstandenen Fürstentum Pfalz-Neuburg zugeschlagen und 1512 in den Baierischen Kreis eingefügt.[9.6]

Der zweite Markgrafenkrieg

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Albrecht Alcibiades

Aufgrund nachhaltiger Geldnot, die durch die anhaltenden Auseinandersetzungen mit seinen Vettern entstand, verpfändete Pfalzgraf Ottheinrich Hilpoltstein zusammen mit Heideck und Allersberg im Jahre 1542 an die Freie Reichsstadt Nürnberg. Mit Dekret vom 22. Juni 1542 führte die neue Grundherrin in Hilpoltstein die protestantische Glaubensrichtung ein.[9.6]

In der Fehde zwischen Markgraf Albrecht Alcibiades und der Stadt Nürnberg war auch Hilpoltstein betroffen, da es zu jener Zeit – wie vorstehend beschrieben – unter der Pfandschaft Nürnbergs stand. Bereits in den Jahren 1552/1553 musste Hilpoltstein zusammen mit Allersberg und Heideck zehntausend Gulden Brandschatzung an den Markgrafen Albrecht zahlen. Im Jahr 1554 wurde Hilpoltstein dann vom Albrecht Alcibiades eingenommen und um neuntausend Gulden gebrandschatzt.[9.7]

Residenzstadt Hilpoltstein

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Ehemalige pfalzgräfliche Residenz Johann Friedrichs von 1618–1644 (ehemals Amtsgericht) und Stadtpfarrkirche St. Johannes der Täufer (von 1473)

Herzog Philipp Ludwig löste die Ämter Hilpoltstein und Allersberg im Jahre 1578 und Heideck im Jahre 1585 wieder aus der Nürnberger Pfandschaft[9.6] und überließ sie zusammen mit Sulzbach seinem Bruder, Pfalzgraf Ottheinrich II. Dieser gab Burg und Herrschaft von Hilpoltstein seiner Gemahlin Maria Dorothea von Württemberg als Witwensitz. Nach Tode Ottheinrichs und dem Umbau der Burg traf die verwitwete „erlauchte Pfalzgräfin“ im Jahr 1606 in Hilpoltstein ein; dies ist noch heute der Anlass für das weithin bekannte alljährliche Hilpoltsteiner Burgfest.

Im Jahr 1615 setzte Herzog Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg seinen Bruder Johann Friedrich in das Deputat Hilpoltstein ein, womit die Stadt zur Nebenresidenz des Hauses Pfalz-Neuburg wurde. Nach dem Übertritt Herzog Wolfgang Wilhelms zur „alten Kirche“ wurde im Jahre 1627 in Hilpoltstein die Gegenreformation durchgeführt, obwohl Johann Friedrich von Pfalz-Neuburg und seine Gemahlin weiterhin dem Protestantismus anhingen.[9.6]

Nach dem Tode der Pfalzgrafenwitwe Maria Dorothea von Württemberg im Jahre 1639 wurde die Burg dem Verfall preisgegeben.[9.6]

Da alle 8 Kinder des Johann Friedrich, die aus der Ehe mit Sophie Agnes von Hessen-Darmstadt hervorgingen, noch als Kleinkinder verstarben, fiel das Deputat Hilpoltstein mit dem Tode Johann Friedrichs am 19. Oktober 1644 zurück an des Herzogtum Pfalz-Neuburg. Hilpoltstein verlor damit seine Funktion als Residenzstadt obwohl die Witwe des verstorbenen Johann Friedrich noch bis zu ihrem Tode im Jahre 1664 das Pfalzgrafenschloss in Hilpoltstein bewohnte. Mit dem Tode der Sophie Agnes von Hessen-Darmstadt am 8. September 1664 erlosch in Hilpoltstein auch die protestantische Glaubensrichtung.[9.6]

Dreißigjähriger Krieg

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Zwar blieben die Pfalzgrafen von Neuburg im Dreißigjährigen Krieg neutral, sie konnten aber ihre Territorien letztlich nicht vor Schaden bewahren. So erlitt Hilpoltstein im Jahre 1632 eine kaiserliche Brandschatzung. Durch Krankheiten, vor allem durch die Pest, wurde auch in Hilpoltstein die Bevölkerung stark dezimiert.[9.6]

Hilpoltstein in der Neuzeit

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Mit dem Tode Karls III. Phillip am 31. Dezember 1742 erlosch die wittelsbachische Linie Pfalz-Neuburg am Mannesstamme. Die Nachfolge trat der Gemahl dessen Enkelin Elisabeth Auguste, Pfalzgraf Karl Theodor aus der Wittelsbacher Linie Pfalz-Sulzbach an. Er war damit auch der neue Grundherr Hilpoltsteins. Karl Theodor beerbte auch den am 30. Dezember 1777 verstorbenen Maximilian III. Joseph, Kurfürst von Bayern, so dass unter der Linie Pfalz-Sulzbach die großen wittelsbachischen Länder mit Kurpfalz-Bayern wiedervereinigt wurden.

Im Zuge einer ersten Verwaltungsreform wurden im Jahre 1803 die bisherigen Pflegämter Allersberg, Heideck und Hilpoltstein zum Landgericht Hilpoltstein zusammengefasst.[9.8] Nach Proklamation des Königreichs Bayern am 1. Januar 1806 entstand mit den königlichen Gemeindeedikten der Jahre 1808 und 1818 die Munizipalgemeinde Hilpoltstein, die zunächst dem Altmühlkreis und ab dem Jahre 1817 dem Rezatkreis angehörte. Mit der Verwaltungsreform des Jahres 1837 wurde Hilpoltstein aus dem Rezatkreis herausgelöst und der Oberpfalz zugeordnet.[9.9]

Mit Verordnung vom 24. Februar 1862 wurden Justiz und Verwaltung getrennt. Dies hatte zur Folge, dass das Landgericht Hilpoltstein in einer neuerlichen Anpassung der Verwaltungsorganisation nunmehr dem Bezirksamt Neumarkt in der Oberpfalz angegliedert wurde. In den Jahren 1879/1880 wurde das Bezirksamt Hilpoltstein mit den Amtsgerichtsbezirken Hilpoltstein und Greding gebildet. Im Zuge einer Grenzbegradigung wurde das neue Bezirksamt im Jahre 1880 dem Bezirk Mittelfranken zugeordnet. Der aus diesem Bezirksamt entstandene Landkreis Hilpoltstein bestand von 1939 bis 1972.[9.9]

Mit der Gemeindegebietsreform wurden am 1. Juli 1972 die beiden Landkreise Hilpoltstein und Schwabach zum Landkreis Roth zusammengelegt und die Stadt Roth als Sitz der Kreisverwaltung bestimmt.[9.9] Die Stadt Hilpoltstein wurde in den Jahren 1972 bis 1978 mit der Eingemeindung von 47 Dörfern, Weiler und Einzelsiedlungen zur Großgemeinde.

Historische Einwohnerzahlen Hilpoltsteins nach dem jeweiligen Gebietsstand
Hauptort[12] Gemeinde[13] Amtsgerichtsbezirk[14] Altlandkreis[15]
Berichtsjahr Einwohner Berichtsjahr Einwohner Berichtsjahr Einwohner Berichtsjahr Einwohner
1808[9.10] 1104 1805[9.10] 9471
1820[9.11] 1190
1871 1446 1871 1511 1871 13141
1888[16] 1551 1888[16] 13632
1925 1575 1925 1620 1925 13728 1925 24274
1950 3027 1950 3092 1950 33620
1970 4705 1970 9002
1987 4973

Eingemeindungen

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Folgende Orte wurden im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Stadt Hilpoltstein eingegliedert:

Panoramabild Hilpoltsteins, Blick von der Burg

Hilpoltstein heute

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Am 2. September 2006 stellte eine Lokomotive vom Typ ES 64 U4 mit 357 km/h einen neuen Geschwindigkeits-Weltrekord für konventionelle Elektrolokomotiven im Gebiet der Stadt Hilpoltstein auf Höhe der Autobahn-Raststätte Hilpoltstein an der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt auf.

Hilpoltstein entwickelte sich zum Unterzentrum, erfüllt aber insbesondere hinsichtlich der ärztlichen und schulischen Versorgung der Bevölkerung sowie im Dienstleistungssektor auch Funktionen eines Mittelzentrums.

Bevölkerungsentwicklung

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Dargestellt wird hier die summarische Entwicklung der Hauptwohnsitze aller heutigen Ortsteile Hilpoltsteins. Zwischen 1987 und 2024 wuchs die Einwohnerzahl der Stadt Hilpoltstein von 10127 auf 13654 um 3527 Einwohner bzw. um 34,8 %.

Quellen: 1840–1987[19] / 2010–2015[19] / 2020–2024[20]

Gebäudeverteilung

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Gebäude- und Wohnungsbestand am 31.12.2024[20]
Anzahl der Wohngebäude 4.075
Anteil der Gebäude mit 1 Wohnung 75,5 %
Anteil der Gebäude mit 2 Wohnungen 16,5 %
Anteil der Gebäude mit 3 oder mehr Wohnungen 8,0 %
Anzahl der Wohnungen in Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden 6.080
Durchschnitt Einwohner je Wohnung 2,24
Durchschnittl. Wohnfläche je Wohnung 119,9 m²

Der Haushaltsplan 2026 der Stadt umfasst ein Volumen Gesamtvolumen von 60,7 Millionen Euro. Davon entfallen mehr als zwei Drittel auf ständige und laufende Kosten. Die Stadt ist nahezu schuldenfrei.[21]

Stadtratswahl 2026
Wahlbeteiligung: 69,9 %
(2020: 65,2 %)
 %
40
30
20
10
0
35,4 %
16,8 %
25,9 %
17,9 %
4,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2020
 %p
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
+3,5 %p
−7,1 %p
−1,5 %p
+1,0 %p
+4,1 %p

Seit 2026 ist Felix Erbe (Bündnis 90/Die Grünen) Erster Bürgermeister.[2]

Sein Vorgänger, Markus Mahl, kündigte am 18. September 2025 an, insbesondere aus Altersgründen bei der Kommunalwahl 2026 nicht nochmals anzutreten.[22] Am 22. März 2026 wurde Felix Erbe (GRÜNE/SPD) in einer Stichwahl mit 50,4 Prozent gewählt.[23] Er trat das Amt zum 1. Mai 2026 an.

Die letzten Kommunalwahlen führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Stadtrat (n. k. = nicht kandidiert):[24][25][26][27]

2008 2014 2020[28] 2026[29]
CSU 11 8 8 9
SPD 7 9 6 4
Freie Wähler (FW) 6 7 6 6
FDP 0 n. k. n. k. 1
Bündnis 90/Die Grünen n. k. n. k. 4 4
Summe 24 24 24 24

Wappen und Flagge

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Wappen
Wappen von Hilpoltstein
Wappen von Hilpoltstein
Blasonierung: „Unter dreimal von Silber und Blau geteiltem Schildhaupt in Gold ein rot gezungter schwarzer Adler.“[30]
Wappenbegründung: Hilpoltstein war Sitz der Herren von Stein. Der Adler und das Schildhaupt sind dem Wappen der Herren von Stein entnommen. Gleiches gilt für die Farben Silber und Blau. Sie werden auch als Hinweis auf die wittelsbachische Herrschaft seit 1386 gedeutet.

Hilpoltstein führt seit dem 14. Jahrhundert ein Wappen.

Flagge

Die Gemeindeflagge ist schwarz-gelb.[31]

Städtepartnerschaften

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Eine Städtepartnerschaft besteht seit dem Jahr 2000 mit der Gemeinde Seilhac[32] im französischen Limousin.[33]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Burg und Traidkasten
Rathaus Hilpoltstein mit Rathaus II und Schmidhaus im Hintergrund

Sehenswürdigkeiten

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  • Burgareal
  • Mittelalterlich geprägte Bürgerstadt
    • Stadtmauer
    • Stadtkirche St. Johannes der Täufer von 1473, neues Langhaus von 1732, reich barockisiert
    • Rathaus, 1417 als Handelshaus erbaut
    • Chorherrenhaus von 1491
    • Gasthof Schwarzes Ross, romanische Kellergewölbe, hochmittelalterliche Stadtbefestigung mit Wehrgang, Fachwerkbauten des 16. Jahrhunderts und Baureste einer Brauerei aus der Renaissancezeit
    • Museum „Schwarzes Roß“: altes Handwerk, Stadtgeschichte, historische Braustätte
    • Etliche alte Bürgerhäuser, teilweise Fachwerk
  • Adelsviertel
    • Jahrsdorferhaus, Edelsitz der Jahrsdorfer von 1523
    • Residenz, erbaut 1618 bis 1624, wurde 2010–2011 saniert, jetzt sind die Stadtbücherei und das Kulturzentrum dort untergebracht
  • Die Stadt hat mit der Stadtkapelle eine der ältesten musikalischen Vereinigungen Deutschlands mit einer nachgewiesenen Tradition seit 1552.

Regelmäßige Veranstaltungen

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  • ResidenzKultur mit regelmäßigen Kulturveranstaltungen in der Residenz Hilpoltstein und an anderen Spielorten sowie Ausstellungen
  • Frühlingskonzert der Stadtkapelle Hilpoltstein im April
  • Duathlon-Day: Duathlon für Schüler und Jugendliche (vormittags) und Erwachsene (nachmittags, mit Einzel- und Staffelwettbewerb) am letzten Sonntag im April
  • Mali-Fest: Benefiz-Open-Air am Freitag nach Christi Himmelfahrt (Mai)
  • Mittelalterfest „Ritter, Barden, Beutelschneider“ alljährlich im Mai; mit Lagerleben, mittelalterlichen Konzerten, Mittelaltermarkt sowie Schwertkämpfen und Ritterturnieren
  • Katastrophenturnier im Mai
  • Standkonzert der Stadtkapelle Hilpoltstein am Abend vor Fronleichnam
  • Kellerfest der Stadtkapelle Hilpoltstein im Juni/Juli
  • Challenge Roth: Triathlon am ersten Sonntag im Juli
  • Burgspiel (Aufführungen ab Mitte Juli bis zum Burgfestsonntag)
  • Burgfest am ersten Wochenende im August
    • Freitag: Zapfenstreich, Eröffnung am Marktplatz, Bierprobe im Festzelt, Festzeltbetrieb
    • Samstag: Burgfest-Trödelmarkt in der Altstadt, Sautrogrennen am Stadtweiher, Festzeltbetrieb
    • Sonntag: Weckruf der Turmbläser, Burgfestlauf, Standkonzert der Stadtkapelle Hilpoltstein, Einzug der Pfalzgräfin auf den Marktplatz, historisches Festspiel am Marktplatz, historischer Festzug durch die Altstadt zum Festplatz, Festzeltbetrieb
    • Montag: Traditioneller Frühschoppen, Kindernachmittag, Festzeltbetrieb, Brillanthochfeuerwerk
  • Rock hinter der Burg im August
  • Benefizkonzert, Veranstalter: Lions Club Roth-Hilpoltstein, im Oktober/November mit Unterstützung der Stadtkapelle Hilpoltstein
  • „HIP live“ Musikfestival mit mehreren Bühnen in der Altstadt im September
  • Drachenfest am letzten Septemberwochenende mit Flugvorführungen von Drachen am Main-Donau-Kanal bei Heuberg[34]
  • Summer-End-Party auf dem Marktplatz im September/Oktober
  • Weihnachtsmarkt mit Adventskonzert am ersten Advent

Wirtschaft und Infrastruktur

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Bedeutende Erfindungen

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In Hilpoltstein wurde der Elsbett-Motor erfunden, der mit Rapsöl betrieben wird.

Main-Donau-Kanal-Brücke
  • In der Stadt Hilpoltstein sind vier Schularten vertreten. Nachstehend die betreffenden Eckdaten des Schuljahres 2024/2025:
  • Hinzu kommen die
    • Comenius-Schule (staatlich anerkanntes Förderzentrum); 152 Schüler; 28 Lehrkräfte[47]
    • Sonderberufsschule für Hörgeschädigte der Regens-Wagner-Stiftung; 23 Schüler; 6 Lehrkräfte[48]
    • Gehörlosenschule Zell der Regens-Wagner-Stiftung; 91 Schüler; 21 Lehrkräfte, die
    • Förderschule Weinsfeld, die Musikschule Hilpoltstein und die Volkshochschule Hilpoltstein, eine Außenstelle der VHS Roth.

Die Stadt verfügt über die folgenden zwei Gewerbegebiete:[49]

  • An der Autobahn: Nettobaufläche ca. 22 ha, davon 5,5 ha. Sondergebiet als Autorasthof (A9)
  • Am Kränzleinsberg: Geltung des Bebauungsplanes ca. 40 ha zzgl. 9,28 ha Erweiterungsflächen

Im Jahre 2023 wurden in Hilpoltstein knapp 50.800 Übernachtungen (in Herbergen mit wenigstens zehn Betten) gezählt. Dies war die zweithöchste Zahl im Landkreis Roth.[50]

Landeszentrale des LBV

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Im Ort befindet sich die Landeszentrale des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern e. V.

Es gibt zwei Tageszeitungen, die über Hilpoltstein und die nähere Umgebung berichten:

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Stadt

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Personen, die vor Ort wirken oder gewirkt haben

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  • Amt für Kultur und Tourismus (Hrsg.): Burgruine Hilpoltstein. Ein kleiner geschichtlicher Überblick. Stadt Hilpoltstein, Hilpoltstein 1996.
  • Felix Mader: Bezirksamt Hilpoltstein (= Die Kunstdenkmäler von Bayern. Mittelfranken 3). R. Oldenbourg, München 1929, DNB 831022647, S. 154193.
  • Thomas Platz: Ausgrabungen auf der Burg Hilpoltstein, Gde. Hilpoltstein, Lkr. Roth, Mittelfranken. In: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Gesellschaft für Archäologie in Bayern (Hrsg.): Das archäologische Jahr in Bayern 1989. Theiss, Stuttgart 1990, S. 181–183.
  • Thomas Platz: Hilpoltstein vom Frühmittelalter bis zur frühen Neuzeit. Archäologische, baugeschichtliche und historische Aspekte zur Entwicklung einer mittelfränkischen Burg und Stadt Dr. Faustus, Büchenbach 2000, ISBN 3-933474-05-1 (Arbeiten zur Archäologie Süddeutschlands. Band 12).
  • Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 103.
  • Wolfgang Wiessner: Hilpoltstein (= Kommission für Bayerische Landesgeschichte [Hrsg.]: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 24). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1978, ISBN 3-7696-9908-4 (Digitalisat).
  • Ernst Wurdak: Das Hilpoltsteiner Land, altes Grenzland mitten in Bayern. In: Arno Guder (Redaktion): Hilpoltstein feiert. Festschrift zum Stadtjubiläum 1992. Hilpoltstein 1992.
  • Martin Zeiller: Hilpoltstein. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Franconiae (= Topographia Germaniae. Band 9). 1. Auflage. Matthaeus Merian, Frankfurt am Main 1648, S. 48 (Volltext [Wikisource]).
Commons: Hilpoltstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Hilpoltstein – Reiseführer

Einzelnachweise

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  1. Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
  2. 1 2 Grußwort des Bürgermeisters. Stadt Hilpoltstein, abgerufen am 2. Mai 2026.
  3. 1 2 Hilpoltstein im BayernAtlas
  4. Gemeinde Hilpoltstein in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 24. September 2019.
  5. Gemeinde Hilpoltstein, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 25. November 2021.
  6. Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. (zip; 85 kB) Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 14. Juli 2020, archiviert vom Original am 7. Februar 2021; abgerufen am 29. April 2021.
  7. Gemarkung Hilpoltstein (093844). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 12. Oktober 2024.
  8. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 12. Oktober 2024.
  9. Wolfgang Wiessner: Hilpoltstein (= Kommission für Bayerische Landesgeschichte [Hrsg.]: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 24). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1978, ISBN 3-7696-9908-4 (Digitalisat).
    1. S. 151, 190.
    2. S. 62.
    3. S. 73.
    4. S. 192.
    5. S. 168.
    6. 1 2 3 4 5 6 7 S. 168, 176–179.
    7. S. 178.
    8. S. 242.
    9. 1 2 3 S. 244 ff.
    10. 1 2 S. 185.
    11. S. 253.
  10. 1 2 3 Wolfgang Wiessner: Historischer Atlas von Bayern / Teil Franken / Reihe I / Heft 24 / Hilpoltstein / Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.) / Michael Lassleben, Kallmünz (Verlag) / München 1978. In: MDZ Münchener DigitalisierungsZentrum. BSB Bayerische StaatsBibliothek, abgerufen am 7. Mai 2026.
  11. Franz Heidingsfelder: Die Regesten der Bischöfe von Eichstätt, 4. Lieferung, Bogen 31-40, 1921, Nr. 906. In: Digitale Sammlungen. Goethe Universität Frankfurt am Main, abgerufen am 13. Mai 2026.
  12. Einwohner Hauptort. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 7. Mai 2026.
  13. Einwohner Gemeinde. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 7. Mai 2026.
  14. Einwohner Amtsgerichtsbezirk. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 7. Mai 2026.
  15. Einwohner Landkreis. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 7. Mai 2026.
  16. 1 2 Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern mit alphabetischen Ortsregister; herausgegeben vom k. bayer. statistischen Bureau; München Januar 1888: Einwohner 1888. In: MDZ Münchener DigitalisierungsZentrum, Digitale Bibliothek. BSB Bayerische StaatsBibliothek, abgerufen am 15. Mai 2026.
  17. 1 2 3 Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 483.
  18. 1 2 Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 733 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
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