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Henry Barniville

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Henry Leo „Harry“ Barniville (* 10. April 1887 in Belfast; † 23. September 1960 in Dublin) war ein irischer Chirurg, Hochschullehrer und Politiker der Cumann na nGaedheal und später der Fine Gael. Er war von Dezember 1922 bis ai 1936 Mitglied des Seanad Éireann des irischen Freistaats und von April 1938 bis zu seinem Tod im September 1960 Mitglied des Seanad Éireann, dem Oberhaus des irischen Parlaments.

Barniwill ging zum katholischen Rockwell College im County Tipperary zur Schule und studierte dann Medizin, u. a. an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Ab 1916 arbeitete er im Universitätskrankenhaus Mater Misericordiae in Dublin. Während des irischen Unabhängigkeitskrieges behandelte er IRA-Kämpfer und verschwieg ihre Identität gegenüber den britischen Behörden. Von 1928 bis 1958 war er Professor für Chirurgie am University College Dublin.

Er wurde 1922 in den neugeschaffenen Seanad Éireann des irischen Freistaats für drei Jahre gewählt. 1925 wurde er für zwölf Jahre wiedergewählt. 1936 wurde der Seanad Éireann zunächst im Hinblick auf die für 1937 erwartete irische Verfassung abgeschafft. Barniville verlor damit auch sein Mandat. Die irische Verfassung, die am 29. Dezember 1937 in Kraft trat, enthielt dann schließlich nach intensiver Beratung doch wieder einen Seanad Éireann als Oberhaus, dessen erste Periode „2. Seanad Éireann“ in der Nachfolge des Seanads des irischen Freistaats genannt wurde. So wurde Barniville dann auch wieder in diesen Seanad gewählt. Er konnte dann bei jeder Wahl, 1938, 1943, 1944, 1948, 1951, 1954 und 1957 in den Seanad über den Wahlbereich der national University einziehen. In seiner letzten Amtszeit, im 9. Seanad Éireann, verstarb er noch vor deren Ende im September 1960.

Barniville war seit 1919 mit Brigid Wymes verheiratet und hatte mit ihr drei Kinder. Sein Enkel ist der Richter David Barniville.