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Helmut Kirchmeyer

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Helmut Kirchmeyer (2005)

Helmut Kirchmeyer (* 30. Juni 1930 in Düsseldorf) ist ein deutscher Musikwissenschaftler und Hochschullehrer.[1]

Leben und Wirken

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Helmut Kirchmeyer studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der Universität zu Köln. Dort promovierte er 1954 zum Dr. phil. mit einer Dissertation über Igor Strawinski. Anschließend studierte er noch Rechtswissenschaft, Soziologie und Kirchengeschichte an den Universitäten Köln und Bonn. Längere Zeit arbeitete Kirchmeyer als freischaffender Musikkritiker für Zeitungen in Düsseldorf und Köln, außerdem als Mitarbeiter der GEMA und des Westdeutschen Rundfunks. Er gehörte zu den Gründern der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, die er als Professor von 1972 bis 1995 als Direktor leitete. Im Jahre 1982 habilitierte er sich für das Fach Musikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und lehrte dort fortan als Privatdozent. Von 1987 bis 1998 war er außerdem Gründungsrektor der Staatlichen Hochschule für Musik Rheinland (Köln). Außerdem hatte er einen Lehrauftrag an der Fachhochschule für Bibliotheks- und Dokumentationswesen in Köln inne. 1992 wurde er korrespondierendes Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.[2] 1995 empfing er das Ritterkreuz des päpstlichen Gregoriusordens. Da er sich auch für die Militärmusik einsetzte, wurde Kirchmeyer 2006 mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold ausgezeichnet. Helmut Kirchmeyer beschäftigte sich in seinen Veröffentlichungen vor allem mit Igor Strawinsky und der Musik des 19. und des 20. Jahrhunderts.

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • Igor Strawinsky. Zeitgeschichte im Persönlichkeitsbild. Grundlagen und Voraussetzungen zur modernen Konstruktionstechnik (= Kölner Beiträge zur Musikforschung, Bd. 10). Bosse, Regensburg 1958 (= Dissertation an der Universität zu Köln).
  • Liturgie am Scheideweg. Betrachtungen zur Situation der katholischen Kirchenmusik aus Anlass des Kölner Kongresses. Bosse, Regensburg 1962.
  • Situationsgeschichte der Musikkritik und des musikalischen Pressewesens in Deutschland. Dargestellt vom Ausgange des 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Mehrere Bände. Bosse, Regensburg 1967–2017.
  • Wagner in Dresden. Fünf Bände. Bosse, Regensburg 1972.
  • Strawinskys russische Ballette. Der Feuervogel, Petruschka, Le Sacre du Printemps. Reclam, Stuttgart 1974, ISBN 3-15-010247-2.
  • (mit Hugo Wolfram Schmidt): Aufbruch der jungen Musik von Webern bis Stockhausen. 6. Aufl. Gerig, Köln 1979, ISBN 3-87252-024-5.
  • Robert Schumanns Düsseldorfer Brahms-Aufsatz „Neue Bahnen“ und die Ausbreitung der Wagnerschen Opern bis 1856. Psychogramm eines „letzten“ Artikels. Akademie-Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-05-002457-7.
  • Kleine Monographie über Herbert Eimert. Hirzel, Stuttgart/Leipzig 1998, ISBN 3-7776-0925-0.
  • Kommentiertes Verzeichnis der Werke und Werkausgaben Igor Strawinskys bis 1971. Hirzel, Stuttgart/Leipzig 2002, ISBN 3-7776-1156-5.
  • Hugo Balzer. Eine Gedenkschrift aus Anlaß seines 25. Todestages in Verbindung mit einer Studie zum Thema Künstler im Nationalsozialismus. Steiner, Stuttgart 2012, ISBN 3-515-10182-9.
  • Vom Zimmermann-Debakel zum Stockhausen-Skandal. Archivstudie nach Aktenlage über den Großen Musikpreis von Nordrhein-Westfalen 1953–1968 in Verbindung mit einem Stück Autobiografie / Helmut Kirchmeyer. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-8305-5030-3.
  • (Hrsg.): Der Eimert-Nachlaß. Books on Demand, Norderstedt 2022, ISBN 978-3-7562-5769-0.
  • (mit Eva Maria Kirchmeyer): Kompendium Musiker-Anekdoten. Vier Bände. Books on Demand, Norderstedt 2023–2026.
Commons: Helmut Kirchmeyer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Kirchmeyer, Helmut. In: Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender 2025. Bd. 2. de Gruyter, Berlin 2025, S. 1756f.; Gründer der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf Prof. Dr. Helmut Kirchmeyer wird 95. In: Heinrich Heine Universität Düsseldorf / News vom 30. Juni 2025 (mit Foto u. a., abgerufen am 19. Juli 2026).
  2. ↑ https://www.saw-leipzig.de/de/personen/kirchmeyerh