Helmut Dittler
Helmut Rolf Peter Dittler (* 20. Februar 1913 in Straßburg; † 17. Mai 1988 in Kempten) war ein deutscher Generalarzt der Luftwaffe der Bundeswehr.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Dittler, Sohn eines Obersts und späteren Oberregierungsrates, trat am 1. April 1931 in die Reichswehr ein und war bis September 1931 Sanitätsoffizier-Anwärter im Ausbildungs-Bataillon des Infanterie-Regiments 5 in Greifswald. Von 1932 bis August 1936 studierte er Humanmedizin an den Universitäten in Greifswald, Königsberg, München und Würzburg, unterbrochen von Kommandierungen an die Sanitäts-Abteilung München, die Sanitäts-Abteilung 1 und die Infanterieschule der Reichswehr in Dresden. Am 29. August 1936 erfolgte die Approbation zum Arzt und im September 1936 wurde er Unterarzt. Von September 1936 bis März 1938 erfolgte die ärztliche Ausbildung am Standort-Lazarett in Königsberg, am 31. August 1937 die Promotion zum Doktor der Medizin und am Folgetag die Ernennung in den Wehrmachts-Dienstgrad eines Assistenzarztes. Von April 1938 bis Januar 1939 war er Truppenarzt in der Sanitäts-Staffel in Heidelberg der Sanitäts-Abteilung 33, wo er im Juni 1938 den Dienstgrad Oberarzt erhielt, von Februar bis April 1939 Truppenarzt im Feldlazarett der Legion Condor in Saragossa und Avila, wo er am spanischen Bürgerkrieg teilnahm und durchlief von Mai bis August 1939 eine weitere ärztliche Ausbildung am Standort-Lazarett in Königsberg.[1][2]
Zum Beginn des Zweiten Weltkrieges war Dittler von September 1939 bis März 1940 Adjutant des Divisionsarztes der 206. Infanterie-Division in Polen und der Eifel, wurde im April 1940 Stabsarzt, war von April 1940 bis März 1941 Chirurg und Zugführer der Sanitäts-Kompanie 206 und von April bis Oktober 1941 Regimentsarzt des Infanterie-Regiments 413 in der Sowjetunion im Raum Rshew. Nach schwerer Verwundung durch einen Beckenweichteilschuss war er vom 16. Oktober 1941 bis Januar 1942 in Lazaretten in Freiberg und Königsberg. Von Februar bis Juni 1943 war er Kompaniechef in der Sanitäts-Ersatz-Abteilung 1, wo er im April 1943 zum Oberstabsarzt befördert wurde, von Juli 1943 bis Januar 1945 Gruppenkommando zur chirurgischen Universitätsklinik in Königsberg und von März bis September 1945, also über das Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 1945 hinaus, Leitender Arzt in der chirurgischen Abteilung des Reserve-Lazaretts in Celle.[1][2]
Von September 1945 bis Dezember 1957 war Dittler Oberarzt in der chirurgischen Abteilung des Allgemeinen Krankenhauses Celle, wo er am 18. Juni 1947 Facharzt für Chirurgie wurde.[1][2]
Am 3. Januar 1958 trat Dittler als Oberfeldarzt in die Bundeswehr ein, absolvierte bis Ende Februar 1958 den Einweisungslehrgang an der Sanitätsschule der Bundeswehr in München und war von März 1958 bis 1961 Chef des Chirurgischen Lazaretts 441 und Leitender Chirurg des Lazaretts 4 in Amberg.[1][2] Von 1961 bis September 1966 war er Chefarzt des Bundeswehrkrankenhauses Kempten.[3]
Im Oktober 1966 wurde Dittler Chefarzt des Bundeswehrzentralkrankenhauses Koblenz[3] und am 6. Oktober 1966 zum Generalarzt ernannt.[1] Mit Ablauf des September 1971 wurde er in den Ruhestand versetzt.[4]
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1939: Spanienkreuz mit Schwertern[2]
- 1941: Kriegsverdienstkreuz mit Schwertern II. Klasse[2]
- 1941: Eisernes Kreuz II. Klasse[2]
- 1941: Verwundetenabzeichen in Schwarz[2]
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schriften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Zur Photographie von Lumineszenz-Erscheinungen an der menschlichen Haut. Berlin 1937, DNB 571895670 (25 S., Dissertation).
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Dermot Bradley, Heinz-Peter Würzenthal, Hansgeorg Model: Die Generale und Admirale der Bundeswehr 1955–1997 – Die militärischen Werdegänge (= Dermot Bradley [Hrsg.]: Deutschlands Generale und Admirale. Teil VIb). Band 1, Adam – Fuhr. Biblio-Verlag, Osnabrück 1998, ISBN 978-3-7648-2492-1, S. 388–389.
- Clemens Range: Kriegsgedient – Die Generale und Admirale der Bundeswehr. Translimes Media Verlag, Müllheim-Britzingen 2013, ISBN 978-3-00-043646-8, S. 111.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 4 5 Bradley et al. 1998 a. a. O.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 Range 2013 a. a. O.
- 1 2 Reinhard Teuber: Die Bundeswehr 1955–1995 (= Kurt Mehner und Reinhard Teuber [Hrsg.]: Schriftenreihe Führung und Truppe. Band 5). Militair-Verlag Klaus D. Patzwall, Norderstedt 1996, ISBN 978-3-931533-03-8, S. 29.
- ↑ Clemens Range: Die geduldete Armee: 50 Jahre Bundeswehr. Translimes Media, Berlin 2005, ISBN 978-3-00-015382-2, S. 271.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dittler, Helmut |
| ALTERNATIVNAMEN | Dittler, Helmut Rolf Peter (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Generalarzt der Luftwaffe der Bundeswehr |
| GEBURTSDATUM | 20. Februar 1913 |
| GEBURTSORT | Straßburg |
| STERBEDATUM | 17. Mai 1988 |
| STERBEORT | Kempten |