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Helmut Behr

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Helmut Behr (* 17. September 1952; † 14. Mai 2026[1]) war ein deutscher Fußballspieler, der als Aktiver des Karlsruher SC von 1978 bis 1980 in der 2. Fußball-Bundesliga 34 Spiele bestritt und dabei zwei Tore erzielte. Zuletzt war Helmut Behr Vereinskoordinator beim Frauen-Zweitligisten, SC Sand, Abteilungsleiter Frauen beim FC Phönix Bellheim und Sportlicher Berater bei den SÜDWESTGIRLS in Landau.

Sportliche Laufbahn

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Helmut Behr war Anfang und Mitte der 1970er-Jahre Spieler in einer erfolgreichen Zeit des FC Phönix Bellheim (Regionalliga Südwest). In seinem ersten Jahr als Vertragsspieler gelang es ihm in der Regionalliga Südwest (Saison 1971/72) beim Heimspiel des FC Phönix Bellheim Anfang November 1971 gegen Borussia Neunkirchen nach etwa 5 Minuten mit einem spektakulären Treffer die Serie von Torwart Willi Ertz, der bis dahin 995 Minuten ohne Gegentreffer geblieben war, zu beenden.[2]

Über die Stationen SV Viktoria Herxheim und Hassia Bingen kam er zur Runde 1978/79 mit seinem Mannschaftskameraden Gerhard Bold von Bingen als Neuzugang zum Karlsruher SC in die 2. Liga. Trainer Manfred Krafft setzte den schnellen linken Flügelstürmer in der Saison in 18 Begegnungen ein. Der KSC belegte den fünften Tabellenplatz. In seiner zweiten Saison in Karlsruhe belegte der KSC hinter Meister 1. FC Nürnberg den zweiten Platz und trug deshalb gegen den Nordvizemeister Rot-Weiss Essen Entscheidungsspiele für den dritten Aufstiegsplatz in die Fußball-Bundesliga aus. In der Runde hatte Helmut Behr 16 Spiele bestritten. Im Hinspiel am 6. Juni 1980 im heimischen Wildparkstadion, beim entscheidenden 5:1-Sieg, wurde Behr in der 83. Minute für Linksaußen Raimund Krauth eingewechselt.

Im Wildparkstadion verkörperte er den klassischen Einwechselspieler, der gegen Ende eines Spiels die gegnerische Abwehr noch einmal gehörig durch seine Schnelligkeit durcheinanderwirbelte. Bei seinen 34 Einsätzen war er 26-mal eingewechselt worden. Eine „Sternstunde“ erlebte der Pfälzer in der dritten Hauptrunde im DFB-Pokal 1980, als er am 12. Januar 1980 vor 30.000 Zuschauern in der 113. Spielminute das Tor zum 1:0-Heimerfolg gegen Borussia Mönchengladbach erzielte. In der 112. Minute war er für Edmund Becker eingewechselt worden. Nach dem Aufstieg kehrte er zur Runde 1980/81 wieder nach Bingen zurück.

Als Südwest-Auswahlspieler (SWFV) wurde Helmut Behr 1981 und 1982 zwei Mal hintereinander Deutscher Amateur-Länderpokalsieger[3]. Beim Endspiel um den Verbandspokal 1981 zwischen Hassia Bingen und dem FV Pirmasens erzielte Helmut Behr in der 89. Minute den 3:2-Siegtreffer.[4]

Trainerlaufbahn und weiterer Werdegang

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Später war er Trainer unter anderem beim ASV Landau, SV Weingarten,[5] den er in die Oberliga führte, TuS Niederkirchen, Viktoria Herxheim (2008–2010), seit der Saison 2010/2011 beim VfR Rheinsheim. Außerdem trainierte Behr den Bellheimer 1. FC Kaiserslautern-Fanclub „Bellemer Deifel“ und war 17 Jahre sportlicher Leiter der Frauenabteilung des Karlsruher SC.[6] Auch die Jugend förderte Helmut Behr: Er hatte eine Fußballschule für Kinder und Jugendliche. Des Weiteren war er Betreiber eines Sport- und Keramikladens in seinem Heimatort Bellheim. Ab Juli 2022 war Helmut Behr Vereinskoordinator beim Frauen-Zweitligisten SC Sand. Er starb Mitte Mai 2026 im Alter von 73 Jahren.[7]

  • Matthias Kropp, Deutschlands große Fußballmannschaften, Teil 11: Karlsruher SC, Agon-Verlag, 1998, ISBN 3-89609-115-8
  • Raphael Keppel, Chronik der 2. Fußball-Bundesliga 1974-1989, Sport- und Spielverlag Edgar Hitzel, 1990, ISBN 3-9802172-7-2

Einzelnachweise

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  1. KSC trauert um Helmut Behr. Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix GmbH & Co. KGaA, 15. Mai 2026, abgerufen am 15. Mai 2026.
  2. Rheinpfalz Redaktion: Fußball: „Der Bu bleibt do“. In: DIE RHEINPFALZ Lokalsport Südpfalz. Abgerufen am 9. Januar 2026.
  3. Walter Grünig / Uli Gerke: KICKER REGIONAL.
  4. Horst Konzol: Nr.138 DIE RHEINPFALZ.
  5. Axel Roos Thema bei Extraklasse-Sommerfest des SVWeingarten (Memento vom 12. Februar 2013 im Webarchiv archive.today)
  6. Kader Frauen I (Memento vom 29. September 2011 im Internet Archive)
  7. SC Sand trauert um Helmut Behr. SC Sand, 16. Mai 2026, abgerufen am 18. Mai 2026.