Helico
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Helico war ein bei Plinius dem Älteren überlieferter sagenhafter helvetischer Schmied, der aus Rom getrocknete Feigen, Trauben, Olivenöl und Wein in seine Heimat gebracht haben soll. Die Kelten, denen diese Leckereien bislang unbekannt waren, sollen daraufhin beschlossen haben, die Alpen zu überqueren, um in Italien einzufallen.
Historischer Hintergrund dieser Überlieferung ist die Südwanderung der Kelten nach Gallia cisalpina, die auch mit anderen sagenhaften Gestalten wie Bellovesus verbunden ist. Historisch ist Helico nicht belegbar, er ist der Sage zuzuordnen. Die Herkunft der Sage ist unbekannt.
Quelle
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gerhard Dobesch: Zur Einwanderung der Kelten in Oberitalien. In: Tyche. Band 4, 1989, S. 35–85, hier S. 69 ff., doi:10.15661/tyche.1989.004.06
- Friedrich Münzer: Helico 1. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band VII,2, Stuttgart 1912, Sp. 2855.