Heinrichsthal
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
| ||
| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 50° 4′ N, 9° 21′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Unterfranken | |
| Landkreis: | Aschaffenburg | |
| Verwaltungsgemeinschaft: | Heigenbrücken | |
| Höhe: | 436 m ü. NHN | |
| Fläche: | 4,52 km² | |
| Einwohner: | 816 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 181 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 63871 | |
| Vorwahl: | 06020 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AB, ALZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 6 71 128 | |
| Gemeindegliederung: | 3 Gemeindeteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Schulstraße 9 63871 Heinrichsthal | |
| Website: | heinrichsthal.de | |
| Erster Bürgermeister: | Udo Kunkel[2] (Unabhängige Bürger) | |
| Lage der Gemeinde Heinrichsthal im Landkreis Aschaffenburg | ||
Heinrichsthal ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Heigenbrücken. Es ist die höchstgelegene Gemeinde im gesamten Spessart und die kleinste Gemeinde im Landkreis Aschaffenburg.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde liegt in der Region Bayerischer Untermain am oberen Ende des Lohrbachtals. Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung ist der Gipfel der Schindershöh mit 522 m ü. NHN (Lage), der niedrigste liegt am Lohrbach bei Unterlohrgrund auf 313 m ü. NHN (Lage). Durch den Ort führt der Kahltal-Spessart-Radweg. In Heinrichsthal endete bis 2011 der Degen-Weg.
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt drei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3][4]
- Heinrichsthal (Kirchdorf)
- Oberlohrgrund (Weiler)
- Unterlohrgrund (Einöde)
Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Heinrichsthal.[5] Sie hat eine Fläche von 4,516 km² und ist in 1976 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2285,43 m² haben.[6][7]
Ortsbild
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Heinrichsthal hat dank seiner Hochplateaulage ein für Spessartorte ungewöhnliches Ortsbild und liegt nicht – wie der Name vermuten lässt – in einem typischen Spessarttal. Die Straßen gehen sternförmig vom Dorfplatz aus in die vergleichsweise sanften Höhenlagen des Ortes. Da der Fremdenverkehr in Heinrichsthal noch nie eine Rolle spielte, ist das Ortsbild überwiegend von Ein- und Zweifamilienhäusern geprägt.
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Schöllkrippener Forst (Gemeindefreies Gebiet) |
Wiesener Forst (Gemeindefreies Gebiet) |
|
| Heinrichsthaler Forst (Gemeindefreies Gebiet) |
Heinrichsthaler Forst (Gemeindefreies Gebiet) | |
| Gemeinde Heigenbrücken |
| Blasonierung: „Unter silbernem Schildhaupt, darin ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, in Rot schräg gekreuzt ein silbernes Kröseleisen und eine silberne Axt, beseitet von den silbernen Großbuchstaben H und F.“[13] | |
| Wappenbegründung: Die Axt und das Kröseleisen weisen auf die Entstehung des Ortes durch Rodung sowie auf das für den Ort bedeutende Glasmacherhandwerk hin. Die Buchstaben H und F erinnern an den Glasmachermeister Heinrich Fleckenstein, der 1636 urkundlich belegt ist und sich besonders um den Ort verdient gemacht hat. Von ihm leitet sich wohl der Ortsnamen ab, der 1668 erstmals belegt ist. Das Georgskreuz bezieht sich auf den heiligen Georg, dem die Kirche geweiht ist.
Dieses Wappen wird seit 1969 geführt. |
Baudenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bodendenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2009 692.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 270.000 € und der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer 323.000 €. Der Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer betrug 13.000 €.
Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gab 2009 nach der amtlichen Statistik 87 Beschäftigte am Arbeitsort. Darunter im produzierenden Gewerbe 56, im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fünf und bei Unternehmensdienstleistern zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 318. Das ergibt einen negativen Pendlersaldo, also 231 mehr Aus- als Einpendler. In Heinrichsthal gab es 2009 keine Betriebe mit 20 oder mehr Beschäftigten.
Zudem bestanden im Jahr 2009 acht landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 267 ha, davon waren 186 ha Ackerfläche und 81 ha Dauergrünfläche.
Bildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2010):
- Kindergarten: 28 Kindergartenplätze mit 19 Kindern
Telekommunikation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es gibt einen 108 Meter hoher Fernmeldeturm der Deutschen Telekom AG vom Typ FMT 5.![]()
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- ↑ Gemeinderat. Gemeinde, abgerufen am 15. August 2020.
- ↑ Gemeinde Heinrichsthal in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 10. April 2021.
- ↑ Gemeinde Heinrichsthal, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 5. Dezember 2021.
- ↑ Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. In: ldbv.bayern.de. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 30. März 2026.
- ↑ Gemarkung Heinrichsthal (090331). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 30. März 2026.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. März 2026.
- 1 2 Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 98 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- 1 2 Unser Kahlgrund 1974. Heimatjahrbuch für den Landkreis Alzenau. Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft zur Heimatforschung und Heimatpflege des Landkreises Alzenau, Landrat des Kreises. ISSN 0933-1328.
- ↑ Ergebnis Kommunalwahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 19. Mai 2020.
- ↑ Ergebnis Kommunalwahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 19. Mai 2020.
- ↑ Ergebnis Kommunalwahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 19. Mai 2020.
- ↑ Wappen von Heinrichsthal in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte


