Die Einöde befindet sich etwa zweieinhalb Kilometer ostnordöstlich von Rentweinsdorf auf einer Höhe von 325mü.NHN.[3] Sie liegt in einem Hochplateau auf einem Höhenzug der Haßberge und etwa 70Höhenmeter über den Tälern der westlich fließenden Baunach und der Itz östlich.
Die exponierte Höhenlage war dank ihrer weiten Sicht über die Täler bereits im Mittelalter der Standort einer Turmhügelburg, deren untertägige Reste als Bodendenkmal geschützt sind.[4.1] Die Höhenburg nahm eine Fläche von etwa 5000m² ein und südlich davon siedelten sich zwei Gehöfte an. Die Erstnennung war 1444.[5]
Der Hebendorfer Weiher
Im Jahr 1805 zählte Hebendorf 18 Seelen.[6] Das bayerische Urkataster zeigt Hebendorf in den 1810er Jahren mit zwei Herdstellen und einem Weiher, der als Himmelsteich sein Wasser aus Niederschlägen und Grundwasserzuläufen bezieht. Überschüssiges Wasser fließt in einem Bachlauf nach Westen und bei Treinfeld der Baunach zu.[7]
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Hebendorf mit der gesamten Gemeinde Treinfeld am 1.Januar 1978 in den Markt Rentweinsdorf eingegliedert.[11] Im Jahr 2014 zählte Hebendorf vier Einwohner. Nur der östliche der beiden Höfe und der Weiher sind noch erhalten. Der westliche Hof wurde abgerissen und eingeebnet, den ehemaligen Standort der Burg markiert ein mächtiger Baum, der als Naturdenkmal gilt.[12]
Auf den ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzflächen wurde 2010 nordwestlich des Ortes der größte Solarpark des Landkreises Haßberge errichtet. Auf 48Hektar werden dort jährlich 13 Millionen Kilowattstunden Strom für 3700 Haushalte erzeugt.[13]
Den Anschluss an das öffentliche Straßenverkehrsnetz bildet ein nicht asphaltierter Feldweg, der in dem etwa eineinhalb Kilometer entfernten Treinfeld beginnt. Am südlichen Rand dieses Ortes befindet sich mit dem Haltepunkt Rentweinsdorf der Bahnstrecke Breitengüßbach–Ebern die nächstgelegene Bahnstation.
↑Werner Schmiedel: Landkreise Ebern und Hofheim. In: Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Unterfranken. Band 2: Landkreise Ebern und Hofheim. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1973, ISBN 3-7696-9872-X, S. 113.
↑Statistisches Bundesamt Wiesbaden (Hrsg.):Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland (1970-1982). W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S.760.