Hassan Chomeini

Hassan Mostafavi Chomeini (persisch حسن مصطفوی خمینی; * 23. Juli 1972 in Ghom, Iran) ist ein iranischer schiitischer Geistlicher und Politiker. Seit 1995 ist er der Pfleger des Chomeini-Mausoleums.
Leben und Karriere
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Chomeini wurde am 23. Juli 1972 in Ghom, Iran, geboren. Er ist der Sohn des schiitischen Geistlichen Ahmad Chomeini und Fatemeh Tabatabai.[1] Sein Großvater väterlicherseits, Ruhollah Chomeini, war der Gründer der Islamischen Republik Iran und war von 1979 bis 1989 Oberster Führer.[2] Er ist mit Neda Bojnourdi verheiratet und hat drei Kinder.[3]
Von 1989 bis 1993 studierte er an einer Madrasa.[4] Nach dem Tod seines Vaters Ahmad Chomeini im Jahr 1995 wurde er Pfleger des Chomeini-Mausoleums.[4][5] Chomeini war außerdem als Dozent an der Theologischen Hochschule von Ghom tätig. Im Jahr 2006 traf sich Chomeini mit dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und dem Generalsekretär der Hisbollah Hassan Nasrallah.[6]
Im Jahr 2008 kritisierte er die Einmischung des Streitkräfte der Islamischen Republik Iran in die iranische Politik. Chomeini ist ein politischer Gegner von Mahmud Ahmadineschad,[7] der er im Jahr 2009 Korruption beschuldigte.[3][4][8] Bei der Präsidentschaftswahl im Iran 2009 unterstützte Chomeini Mir Hossein Mussawi.[8] Bei der Wahl erhielt Mussawi 13.338.121 Stimmen (34,2 %) und Ahmadinedschad wurde als Präsident wiedergewählt.[9][10] Am 9. Dezember 2015 kündigte Chomeini an, bei der Wahl 2016 für den Expertenrat zu kandidieren.[11][12] Am 10. Februar 2016 wurde seine Kandidatur vom Wächterrat abgelehnt.[13] Bei der Präsidentschaftswahl im Iran 2021 war Chomeini ein potenzieller Kandidat, aber er kandidierte nicht.[13] Am 31. Mai 2023 wurde ein Journalist von Chomeinis Leibwächtern geschlagen, als er versuchte, Chomeini und Mohammad Chatami im Hauptsitz der Zeitung Ettelā'āt zu fotografieren.[14][15] Nach öffentlicher Kritik entschuldigte sich Chomeini bei dem Journalisten.[15]
Während der Proteste im Iran 2025/2026 bezeichnete Chomeini die Proteste als Terrorismus und beschuldigte ausländische Länder, sie zu organisieren.[16][17] Er kritisierte außerdem US-Präsident Donald Trump für die Missachtung der Menschenrechte.[4] Nach dem Tod des iranischen Obersten Führers Ali Chamenei am 1. März 2026 galt Chomeini als potenzieller Nachfolger als Oberster Führer.[18][19] Am 8. März wurde Modschtaba Chamenei vom Expertenrat zum neuen Obersten Führer gewählt.[20]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Michael Rubin: Iran News Round Up. In: National Review. 17. März 2008, archiviert vom am 12. Oktober 2013; abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ Iranians blog on election crisis. In: British Broadcasting Corporation. 17. Juni 2009, abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- 1 2 Mehrad Vaezi Nejad: سرگذشت فرزندان آیت الله خمینی. In: British Broadcasting Corporation. 4. Juni 2009, abgerufen am 11. März 2026 (persisch).
- 1 2 3 4 Helia Ighani, Garrett Nada: Khomeini's rebel grandchildren rock the vote. In: Asia Times. 31. Mai 2013, archiviert vom am 31. Mai 2013; abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ Ali Reza Eshraghi: Khamenei vs. Khomeini. In: The New Republic. 20. August 2009, archiviert vom am 21. August 2009; abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ Hassan Khomeini Meets Bashar, Nasrallah. In: Iran Daily. 3. Juli 2006, archiviert vom am 18. Oktober 2007; abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ Najmeh Bozorgmehr, Roula Khalaf: Grandchildren of the revolution. In: Financial Times. Archiviert vom am 5. Mai 2009; abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- 1 2 Ali Reza Eshraghi: Khamenei vs. Khomeini. In: The New Republic. 20. August 2009, archiviert vom am 21. August 2009; abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ Iran Data Portal. Princeton University, archiviert vom am 4. März 2013; abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ Ahmadinejad 'set for Iran victory'. In: Al Jazeera English. 13. Juni 2009, archiviert vom am 14. Juni 2009; abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ Rohollah Faghihi: Assembly election heats up as Ayatollah Khomeini’s grandson indicates he will stand. In: The Guardian. 17. September 2015, abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ Ayatollah Ruhollah Khomeini’s grandson to enter Iran politics. Archiviert vom am 28. Juni 2016; abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- 1 2 Khomeini's Grandson Possible Presidential Candidate? In: Radio Farda. 12. Juni 2020, abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ ILNA Reporter Insulted, Beaten for Approaching Hassan Khomeini. In: IranWire. 31. Mai 2023, abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- 1 2 Recent Beating of Reporter Is Nothing New for Iran, Journalist Says. In: Voice of America. 1. Juni 2023, abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ Helen Regan, Banafsheh Keynoush: Grandson of Iran’s late supreme leader says Iranians would suffer if the regime fell. In: Egypt Independent. 14. Januar 2026, abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ Seyyed Hassan Khomeini denounces foreign backed riots in Iran. In: Jamaran News. 2. Februar 2026, abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ Abbas Al Lawati: Who might replace Iran’s supreme leader? There’s no clear successor. In: CNN. 1. März 2026, abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ Christian Edwards: Who’s running Iran now that the supreme leader is dead? In: CNN. 1. März 2026, abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
- ↑ Iranian Council of Experts Elects Mojtaba Khamenei as New Supreme Leader. In: The Eastern Herald. 9. März 2026, abgerufen am 10. März 2026 (englisch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Chomeini, Hassan |
| ALTERNATIVNAMEN | حسن مصطفوی خمینی (persisch) |
| KURZBESCHREIBUNG | iranischer schiitischer Geistlicher und Politiker |
| GEBURTSDATUM | 23. Juli 1972 |
| GEBURTSORT | Ghom, Iran |