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Hamnet Shakespeare

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Hamnet Shakespeare (* Januar 1585 in Stratford-upon-Avon; † August 1596 ebenda) war der einzige Sohn von William Shakespeare und Anne Hathaway.

Hamnet Shakespeare kam 1585 in Stratford-upon-Avon als einziger Sohn von William Shakespeare und Anne Hathaway zur Welt.[1] Er und seine Zwillingsschwester Judith Quiney wurden am 2. Februar 1585 in der Holy Trinity Church von Richard Barton aus Coventry getauft.[2] Nach dem Protokoll seiner Taufe im Register von Solihull wurde er Hamlette Sadler getauft.[3] Hamnet Shakespeare wurde hauptsächlich von seiner Mutter Anne im Haus seines Großvaters in der Henley Street aufgezogen.[4] Als er vier Jahre alt war, war sein Vater bereits ein Londoner Dramatiker. Als seine Popularität zunahm, war er nicht regelmäßig mit seiner Familie in Stratford zu Hause.[5] Im August 1596 starb Hamnet Shakespeare. Er erlag wahrscheinlich der Pest, welcher etwa ein Drittel aller Kinder vor dem zehnten Lebensjahr in England zum Opfer fielen.[6][7] Beerdigt wurde er am 11. August 1596 in Stratford-upon-Avon.[8]

Taufaufzeichnung von Hamnet und Judith Shakespeare, 1585

Hamnet Shakespeare in der Populärkultur

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Die US-amerikanische Schriftstellerin Imogen Clark verfasste 1897 den Roman Will Shakespeare’s Little Lad, in dem sie auf Basis einer rein fiktiven Geschichte über Hamnet Shakespeare ein Bild des häuslichen Lebens in der letzten Hälfte des 16. Jahrhunderts zeichnete.[9]

Hamnet Shakespeare wird auch in der BBC-Fernsehserie Upstart Crow (2016–2020), die William Shakespeares Leben in komödiantischer Form verarbeitete, thematisiert. Die Rolle des Hamnet übernahm der Schauspieler Joe Willis.

In Kenneth Branaghs Shakespeare-Filmbiografie All Is True (2018) übernahm der Schauspieler Sam Ellis die Rolle des Hamnet Shakespeare.

Maggie O’Farrell verarbeitete Hamnet Shakespeares Leben in fiktionalisierter Form in ihrem Roman Judith und Hamnet (2020).[10] Das Buch wurde 2025 von Regisseurin Chloé Zhao unter dem Titel Hamnet verfilmt; die titelgebende Rolle übernahm der Schauspieler Jacobi Jupe.[11]

Sachbücher
  • Park Honan: Shakespeare: A Life. Oxford University Press, New York und Oxford 1998.
  • Samuel Schoenbaum: William Shakespeare : A Compact Documentary Life. Oxford University Press, rev. Ausgabe, New York und Oxford 1987.
Romane

Einzelnachweise

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  1. Nelson n. d.
  2. Vgl. Samuel Schoenbaum: William Shakespeare : A Compact Documentary Life. Oxford University Press, rev. Ausgabe, New York und Oxford 1987, S. 94. Siehe auch Richard P. Wheeler: Deaths in the Family: The Loss of a Son and the Rise of Shakespearean Comedy. In: Shakespeare Quarterly, Vol. 51, No. 2, 2000, S. 127–53, hier S. 135. Online zugänglich bei JSTOR doi:10.2307/2902129, abgerufen am 9. Oktober 2022.
  3. Edward Alexander Fry: The Register of Solihull, Co. Warwick. Vol. 1 (1905), S. 16. Online im Internet Archive, abgerufen am 9. Oktober 2022.
  4. William Shakespeare - his children, Susanna, Hamnet and Judith and his grandchildren. Abgerufen am 22. Dezember 2020.
  5. Richard P. Wheeler: Deaths in the Family: The Loss of a Son and the Rise of Shakespearean Comedy. In: Shakespeare Quarterly, Vol. 51, No. 2, 2000, S. 127–53, hier S. 135. Online zugänglich bei JSTOR doi:10.2307/2902129, abgerufen am 9. Oktober 2022.
  6. Vgl. Park Honan: Shakespeare. A Life. Oxford University Press 1998, S. 235f.
  7. Shakespeare's Children. Abgerufen am 22. Dezember 2020.
  8. Vgl. Stephen Greenblatt: The Death of Hamnet and the Making of Hamlet. In: The New York Review, 21. Oktober 2004. Abgerufen am 9. Oktober 2022. Siehe auch Samuel Schoenbaum: William Shakespeare : A Compact Documentary Life. Oxford University Press, rev. Ausgabe, New York und Oxford 1987, S. 224.
  9. Otis Notman: Talks with Four Novelists.; Molly Elliot Seawell, Phillips Oppenheim, Imogen Clark, and Theodore Dreiser Discuss Fiction, Each from a Different Point of View. In The New York Times vom 15. Juni 1907, Section Saturday, S. 392.
  10. Vanessa Thorpe: Alas, poor Hamnet: spotlight falls on Shakespeare’s tragic only son. In: theguardian.com vom 22. Februar 2020.
  11. Thomas Schultze: Chloé Zhao über „Hamnet“: „Die Kraft des Loslassens“. In: the-spot-mediafilm.com vom 20. Januar 2026.